Deutsche Bibliothek
ISSN 1612-7331
19.04.2017 - Nr. 1710
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Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit

Deutscher Koordinierungsrat

Über 80 Gesellschaften haben sich im DKR zusammengeschlossen.

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Koordinierungsrat




Was das Christentum vom Judentum kopierte



Die Kirchen und ihre Konkurrenz zum Ethikunterricht



Von Lisa Nimmervoll | Österreich: Wer sich von Religion abmeldet, hat eine Freistunde – oder muss in den Ethikunterricht, wenn es ihn gibt. Ethik als Zwang? Als Pflicht für alle? Statt Religion? Was sagen die Kirchen? Ein Überblick...

Grundschulleiter fordern Festhalten am Neutralitätsgesetz



Von Susanne Vieth-Entus | Berlins Grundschulverband warnt vor religiösen Symbolen bei Lehrkräften. Lehrerinnen mit Kopftuch würden weiteren Druck auf muslimische Schülerinnen ausüben...

Ausstellung »Gott³« in Telgte über Beziehungen der Religionen



Von Michael Bönte | Martin Luther gab den Impuls für diese Ausstellung – mit seinen nicht unumstrittenen Schriften zum Judentum und zum Islam. »In weiten Teilen übernahm er den mittelalterlichen Antijudaismus«, erklärt die Leiterin des Museums Relígio in Telgte, Anja Schöne...

«Alle Religionen sollten zusammen feiern können»



Von B. Zanni | Juden und Muslime haben sich zu einem gemeinsamen Fest getroffen. Davon durfte nicht jeder erfahren...

Wann Töten erlaubt ist



Von Thomas Klatt | Die Kriege des 21. Jahrhunderts finden praktisch überall statt, sind asymmetrisch. Wer ist nun ein Feind und wer nicht? Dürfen Drohnen oder Kampfroboter eingesetzt werden? Auch auf neue ethische Fragen geben alte religiöse Schriften des jüdischen Glaubens oder des Islam Antworten...

Was das Christentum vom Judentum kopierte



Jesus als Sohn Gottes ist nicht eine Idee der Christen, sondern geht auf Vorstellungen aus dem Judentum zurück. Judaistik-Professor Peter Schäfer über die Frühzeit zweier Weltreligionen. Interview...

Pilgern im Westjordanland



Von Renardo Schlegelmilch | Das Westjordanland ist völkerrechtlich umstritten zwischen Israel und Palästina. Hier liegt aber auch der christliche Pilgerort Emmaus. Jedes Jahr wandern hunderte Pilger von Jerusalem hier hin, in eine ganz andere Welt...

International, multikonfessionell

[DIE TAGESPOST]
Von Andrea Krogmann | Jerusalem feiert: Zu Ostern und Pessach kamen zehntausende Pilger nach Jerusalem...

Kirchenführer in Jerusalem tauschen Ostergrüße aus



Gegenseitige Besuche der katholischen, orthodoxen und armenischen Kirchenführer - Israels Staatspräsident Rivlin will christlichen Kirchen bei Besuch im Lateinischen Patriarchat seine Festtagswünsche übermitteln...




ICCJ Jahreskonferenz 2017


"Reformieren, interpretieren, revidieren:
Martin Luther und 500 Jahre Tradition und Reform
in Judentum und Christentum"


Internationale Konferenz
2. bis 5. Juli 2017
Bonn


In Kooperation mit:
Deutscher Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit
Evangelische Kirche im Rheinland



Das Jahr 2017 steht in Deutschland im Zeichen von „500 Jahre Reformation“. In intensiver Auseinandersetzung mit biblischen Texten gewann Martin Luther einen neuen Zugang zu dem für diese Texte zentralen Impuls zur kritischen Sichtung der eigenen religiösen Gegenwart und der Bereitschaft zur Umkehr sowie zur Erneuerung. Dieser biblische Impuls hat bereits vor Luther und dann auch in den letzten 500 Jahren sowohl im Christentum als auch im Judentum zu unterschiedlichen Zeiten zu reformatorischen Aufbrüchen geführt. Sehr spät, erst seit wenigen Jahrzehnten, wurde dabei bewusst, dass eine solche Umkehr auch auf eine Erneuerung in den Beziehungen der Kirchen zum Judentum zielen muss. Hier sind die europäischen Reformatoren in die Irre gegangen. Das Neu-Entdecken des Anderen in den jüdisch-christlichen Beziehungen führt heute auch zu einem Neu-Entdecken der biblischen Texte im christlich-jüdischen Gespräch durch die Wahrnehmung der jeweils anderen Perspektive und Anerkennung des eigenständigen Wertes der Traditionen des jüdischen oder christlichen Gegenübers.

Heute sind Juden, Christen, Muslime und Mitglieder anderer Religionen herausgefordert, ihre Traditionen angesichts diverser Gesellschaftsstrukturen neu zu interpretieren und überzeugende Antworten für ihre Gemeinschaften zu formulieren. Sie treten damit ein in das Spannungsfeld von sich auch heute bewährenden Traditionen und notwendigen Schritten zu Reformen. In der Geschichte der protestantischen Reformation, anderer christlicher und jüdischer Reformbewegungen und der Geschichte der Religionen an sich lässt sich erkennen, wie aus Reformationen und Reformen immer wieder selbst Traditionen wurden und wie Traditionen den Impuls zu neuen Reformationen in sich trugen und von Zeit zu Zeit freisetzten.

Die diesjährige ICCJ-Jahreskonferenz wird die Geschichte und die Auswirkungen von Reformen und Reformbewegungen in Judentum und Christentum und die komplexen Beziehungen zwischen Tradition und Reform in jüdischen und christlichen Denominationen untersuchen.

Alle Podiumsdiskussionen der Konferenz finden in englischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung statt.

Die Podiumsdiskussionen werden an jedem Konferenztag von 6 Workshops begleitet (in englischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung auf englisch oder deutsch), die teilweise das Hauptthema des Tages (1. Tag „Reformieren”, 2. Tag “Interpretieren” und 3. Tag “Revidieren”) aufgreifen, aber auch zahlreiche aktuelle Themen und Trends in den jüdisch-christlichen Beziehungen ansprechen.

Ausführliche Infos, Programm, Kosten und Anmeldung:
Jahreskonferenz 2017


Eine Art Glaubensexamen

[DIE TAGESPOST]
Von Carl-Heinz Pirk | Anhörungen von Asylbewerbern durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge werfen viele Fragen auf – Amt nimmt Kritik ernst – Änderungen offenbar in Sicht...

"Müssen im Dialog mit dem Islam viel intensiver arbeiten"



Der evangelische Bischof Markus Dröge erklärt im Interview die Verantwortung der Kirche in Zeiten von Rechtspopulismus und Terror. Wichtig seien unter anderem der Austausch mit der katholischen Kirche und mit dem Islam. Interview...

Mehr Muslimische Bestatungen in NRW



Von Carolin Scholz | Immer mehr in NRW lebende Muslime wollen in Deutschland beigesetzt werden. Doch längst nicht überall ist die Bestattung nach ihren Ritualen möglich. Wuppertal plant nun den ersten muslimischen Friedhof Deutschlands...

Wie eine Hochzeitsnacht



Von Hüseyin Topel | Der Tod ist süß wie Zucker. Sagt ein islamischer Mystiker. Aber nur, "wenn Du mein Leben nimmst". Damit ist Gott gemeint. Für Muslime ist der Gedanke zentral, dass sie nach ihrem Tod übergehen zu Gott...

Von Fairness und Dialog



Von Heiner Bielefeldt | Der Anblick einer Moschee habe für die meisten Menschen hierzulande nichts Exotisches mehr. Dennoch gebe es Reibungspunkte zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen. [Der Autor ist seit 1999 Mitglied der Kommission Justitia et Pax und dort Moderator für den Bereich Menschenrechte. Zwischen 2010 und 2016 fungierte er als UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit] ...




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