Deutsche Bibliothek ISSN 1612-7331
07.08.2009 - Nr. 1063

ACHTUNG

COMPASS macht Sommerpause:



Von Montag, 10. August 09 bis einschließlich
Freitag, 04. September 09, erscheint KEIN COMPASS!


Guten Tag!

Nr. 1063 - 07. August 2009


Moderate Töne Israels am Rande des laufenden Fatah-Parteitages: Juden und Palästinenser könnten zusammenleben, man müsse daran arbeiten, dieses Ziel zu erreichen, sagt Mark Regev, Sprecher des israelischen Ministerpräsidenten, im Interview mit dem DEUTSCHLANDRADIO: "Zwei Staaten für zwei Völker, das ist möglich"
Der Link zum Interview in der Rubrik ISRAEL UND NAHOST HINTERGRUND.

Jerusalem hat eine neue Attraktion: Auf das Dach des Zentrums für jüdische Kultur wurde ein 1,2 Tonen schweres Steinmodell des - als königliches Heiligtum geltenden und im Jahre 70 n.Chr. durch die Römer zerstörten - salomonischen Tempels gehievt. Ulrich W. Sahm und Johannes Gerloff berichten für N-TV und ISRAELNETZ von dem politisch nicht ganz unbrisanten Unternehmen.
Die Links dazu in der Rubrik ISRAEL INTERN.

Strände sind Sehnsuchtsorte. Hier mischen sich Sand und Wellen, Träume und Erwartungen. Strände können einsam sein oder mit Liegestühlen vollgestellt. in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG stellt Israel-Korrespondent Thorsten Schmitz seinen Lieblingsstrand vor, dem in Tel Aviv. Hier wird an einem Strandabschnitt streng nach Geschlechtern getrennt gebadet, ein paar Wellen weiter jedoch planschen Schwule und Lesben: "Freiheit, Freaks und Frieden".
Der Link zur Reportage in der Rubrik ISRAEL INTERN.

Vor dem Hintergrund der politischen Unruhen im Iran betonen Javad Asadian, Stephan Grigat und Simone Dinah Hartmann in einem Beitrag für die JUNGLE WORLD, dass es Neutralität hinsichtlich der Vernichtungsdrohungen gegenüber Israel unter den Gegnern des iranischen Regimes nicht geben dürfe: "Solidarität mit Israel gehört dazu".
Der Link zu ihrem Beitrag in der Rubrik ISRAEL, DEUTSCHLAND, EUROPA UND DIE WELT.

Nach acht Jahren in einem israelischen Kibbuz zogen Ram und Monika Sharon in die Schweiz. Nun meistern sie und ihre Kinder den Spagat zwischen den beiden Mentalitäten. Im ZÜRCHER OBERLÄNDER schildern Susanne Devaja und Stefan Jäggi die schweizerisch-israelischen Erfahrungen des Paares: "Heimat ist ein sehr komplexer Begriff".
Der Link dazu in der Rubrik ISRAEL, DEUTSCHLAND, EUROPA UND DIE WELT.

Im März 1956 schossen drei Männer auf den Rechtsanwalt und Publizisten Israel (Rudolf) Kasztner vor seinem Wohnhaus in Tel Aviv, er erlag dem Attentat, das in der Folge für einige politische Unruhe in dem jungen Staat Israel sorgte. Kasztner gehörte 1944 dem zionistischen Hilfskomitees "Waadah" an, deren Arbeit insbesondere durch die vergeblichen Bemühungen Joel Brands berühmt wurde, in einem Deal mit den Nazis Juden gegen Lastwagen zu tauschen und damit vor dem sicheren Tod zu retten. Vor dem Hintergrund des beim diesjährigen Jewish Film Festival in Berlin zu sehenden Films "Killing Kasztner" von Gaylen Ross beleuchten Jörg Schröder und Barbara Kalender in der JUNGEN WELT die Hintergründe der Verhandlungen des Israel (Robert) Kasztner und seines Mitarbeiters Andreas Biss mit Eichmann und anderen: "List als Waffe".
Der Link zum Beitrag in der Rubrik VERGANGENHEIT...

Rechtsextreme bemühen sich vergeblich, im Europa-Parlament eine eigene Fraktion zu bilden. Für einen antisemitischen Skandal sorgt derweil ein polnischer Abgeordneter aus einer konservativen Fraktion, wie Bernhard Schmid in seinem Beitrag für die JUNGLE WORLD berichtet: "Teufel ohne Freunde".
Der Link dazu in der Rubrik ANTISEMITISMUS.

In Deutschland können die Eltern ihre Kinder nicht wegen religiöser Bedenken vom Sexualkundeunterricht oder Karnevalsveranstaltungen befreien lassen. Dies hat der Bundesverfassungsgerichtshof festgestellt. In dem Urteil wurde mitgeteilt, dass die Schulpflicht dann Vorrang hat, wenn die Schule Neutralität und Toleranz gegenüber den erzieherischen Vorstellungen der Eltern wahrt. Anlass für die Entscheidung war die Verfassungsbeschwerde zwei dem baptistischen Glauben anhängenden Eltern zweier Kinder aus Ostwestfalen, die bereits in früheren Instanzen zur Zahlung von Bußgeld verurteilt worden, weil die Eltern die Kinder nicht beim Karneval und an einem Theaterprojekt, in dem es um Sexualität ging, teilnehmen lassen wollte. Das Gericht stellte jetzt klar, das Glaubensfreiheit und Elternrechte durch den ebenfalls in der Verfassung verankerten Erziehungsauftrag des Staates beschränkt werden.
Links zum Wortlaut des Gerichtsurteils sowie zu Berichten und Kommentaren in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

Zu den ganz Großen im türkischen Fernsehgeschäft gehört Kanal T eher nicht. Der Nischensender, der sich in einem Gewerbegebiet von Istanbul versteckt, machte bislang vor allem wegen seiner Geschäftsführerin Schlagzeilen: Seyhan Soylu, von der Presse auch "Sisi" genannt, 36 Jahre alt, Ex-Polizistin, Ex-Journalistin, Transsexuelle, Enfant terrible der Nation. Nun hat sie ihren nächsten Coup in Angriff genommen: Eine Fernsehshow will Atheisten zum Glauben bekehren - mit Hilfe von Rabbis, Priestern, Imamen und Mönchen. Die türkische Religionsbehörde ist indes entsetzt, wie Daniel Steinvorth im SPIEGEL berichtet: "Göttliche Neugier".
Der Link zur Reportage in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

In der WELT erläutert Daniel Pipes, Direktor des Middle East Forums, warum aus seiner Sicht die islamische Scharia abzulehnen und nicht mit dem Entgegenkommen gegenüber der jüdischen Halacha im Westen zu vergleichen und demzufolge als Linie öffentlicher Politik zu verwerfen sei.
Der Link dazu in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

Die Zahl der Juden in Deutschland sinkt. Daran hat auch der Zuzug von Juden aus Osteuropa nichts geändert. Die Gemeinden sind überaltert, und die Zahl der Mischehen steigt, so Lothar Schröder in seiner Bestandsaufnahme in der RHEINISCHEN POST: "Juden in Europa".
Der Link zum Beitrag in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Von zahlreichen baulichen Zeugen jüdischen Lebens in der ländlich geprägten Gegend im schweizerischen Aargau zeugt der im Mai eröffnete "Jüdische Kulturweg Endingen-Lengnau". Die Bauzeugen erzählen vom jüdischen Alltag, aber auch von den Einschränkungen, denen die Juden als Minderheit unterworfen waren. Barbara Ludwig hat sich für die schweizer Presseagentur KIPA auf den Weg gemacht dorthin, wo einst so viele Juden wie nirgends in der Schweiz lebten: "Hier begegnet man jüdischer Kultur auf Schritt und Tritt".
Der Link zu ihrer Reisereportage in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Mit der Gründung des Abraham-Geiger-Kollegs in Potsdam 1999 wurde ein Seminar geschaffen, das sich gezielt um die Ausbildung liberaler Rabbiner kümmern wollte, und bis die ersten so weit waren, dauerte es. 2006 und in diesem Jahr hat es erstmals Absolventen ordiniert. Doch die am Kolleg lernenden Studenten helfen schon während ihres Studiums Mitgliedsgemeinden der Union progressiver Juden sowie Zentralratsgemeinden wie etwa die in Erfurt, Mönchengladbach, Oldenburg, Hannover, Hameln oder Bamberg bei ihrer Arbeit. Denn einen Seelsorger fest anzustellen ist besonders für die kleinen Gemeinden finanziell oft nicht machbar. Das Geiger-Kolleg kann hier für regelmäßige religiöse Betreung sorgen, denn die Rabbinerstudenten absolvieren in ihrer Ausbildung Praktika in den Gemeinden. Elke Wittich berichtet in der JÜDISCHEN ALLGEMEINEN von den Erfahrungen der Gemeinden mit den Kolleg-Praktikanten: "Nehmen und Geben".
Der Link zum Bericht in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Im Zuge eines wachsenden Esoterikangebots graben individuelle Arten von Spiritualität dem Christentum zunehmend das Wasser ab. in einem Beitrag für KIPA macht sich Arno Renggli darüber Gedanken, wie diesem Trend entgegen gewirkt werden kann: "Arbeitete Jesus mit Reiki?".
Der Link dazu in der Rubrik CHRISTLICHE WELT.

Hitlers Begleitarzt Karl Brandt stieg zur obersten medizinischen Autorität in Deutschland auf und war verantwortlich für das „Euthanasie“-Programm. Ulf Schmidt hat nun eine Biografie über eine der schillernden NS-Figuren vorgelegt, die einen tiefen Einblick in das Verhältnis von Medizin und Nationalsozialismus erlaubt. Nikolaus German, der das Buch für den RHEINISCHEN MERKUR gelesten hat, zeigt sich von der Arbeit Schmidts begeistert, denn die Biografie über den "kultivierten Handlanger des Todes" sei "ein brillanter Beitrag zur Mentalitätsgeschichte des Dritten Reiches".
Der Link zur Buchvorstellung in der Rubrik ONLINE-REZENSIONEN.

Dies alles und noch viel mehr wie üblich direkt verlinkt, ergänzt von aktuellen FERNSEH-TIPPS sowie einschlägigen ONLINE-REZENSIONEN im heutigen COMPASS.


Einen angenehmen Tag, ein schönes Wochenende und Gut Schabbes wünscht


Dr. Christoph Münz

COMPASS

redaktion@compass-infodienst.de

(Editorial zusammengestellt unter Verwendung des Teasermaterials der erwähnten Artikel)



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