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Israel und die palästinensische Autonomiebehörde, Premier Benjamin Netanjahu und Präsident Mahmoud Abbas, überbieten sich in letzter Zeit mit Forderungen, Bedingungen und Vorschlägen, freilich nicht - so scheint es -, um den Graben zwischen beiden Seiten zu überbrücken, sondern immer tiefer werden zu lassen. Ulrich W. Sahm analysiert für ISRAELNETZ die jüngsten Entwicklungen im Verhältnis der Beiden: "Kluft zwischen Israel und Palästinenser wird immer tiefer".
Der Link zum Beitrag in der Rubrik ISRAEL UND NAHOST HINTERGRUND.
Jerusalems Straßenschilder sollen nur noch in Hebräisch den Weg weisen. Die Initiative von Transportminister Katz ignoriert nicht nur die zweite Amtssprache Arabisch, sondern ist vielmehr auch Anzeichen eines Kulturkampfes, meint Jacques Schuster in seinem Beitrag für die WELT. Katz’ Ziel sei klar: Er wolle die jüdische Identität des Staates auf Kosten des israelisch-arabischen Miteinanders betonen: "Kulturkampf der Ultrarechten".
Der Link zum Beitrag in der Rubrik ISRAEL INTERN.
„Die Mauer verstößt gegen geltendes Völkerrecht.“ Fünf Jahre nach diesem Mauer-Gutachten des internationalen Gerichtshofs (IGH) erinnern Friedens- und Menschenrechts-Organisationen an die Opfer des Sperrwalls in Palästina. Auch die internationale katholische Friedensbewegung pax christi forderte nun den „Fall der Mauer“. Denn die "Mauer ist ein Skandal", so die Generalsekretärin Christine Hoffmann im Interview mit dem DOMRADIO.
Der Link zum Interview in der Rubrik ISRAEL, DEUTSCHLAND, EUROPA UND DIE WELT.
Die Bremer Staats- und Universitätsbibliothek hat ca. 1.600 Büchern in ihren Beständen, die aus dem Besitz jüdischer Eigentümer stammen. Bei 330 davon gab es durch handschriftliche Eintragungen konkrete Hinweise auf die früheren Besitzer, 290 Bücher konnten zurück gegeben werden, was eine durchaus bemerkenswerte Quote darstellt. Zum Vergleich: In Marburg wurden von 7.300 raubgutverdächtigen Titeln bislang lediglich 110 restituiert. Henning Bleyl berichtet in der TAZ über die Bremer Bemühungen um eine Resitution der Bücher - ein Bemühen, das von den Fachkollegen freilich lange ignoriert und argwöhnisch beäugt wurde: "Legal, illegal, Bib-Regal".
Der Link dazu in der Rubrik VERGANGENHEIT...
War der Menschheitsverbrecher Adolf Hitler tatsächlich schon als junger Mann Kommunisten- und Judenhasser gewesen, wie seine großen Biographen unisono schreiben? Alles Unsinn, meint der Historiker Ralf Georg Reuth in seinem jetzt erschienenem Buch „Hitlers Judenhass – Klischee und Wirklichkeit“: Der Hauptverantwortliche für den Holocaust und für den Vernichtungskrieg gegen die kommunistische Sowjetunion war in Wirklichkeit bis zu seinem 30. Lebensjahr weder Antisemit noch Antikommunist. Er hatte vielmehr jüdische Freunde und Gönner und sympathisierte außerdem mit der revolutionären Linken. Ein Beitrag in der BILD-ZEITUNG stellt die Thesen von Reuth näher vor: "Judenhass! Auto-Legende Henry Ford war Hitlers Vorbild".
Der Link zum Beitrag in der Rubrik VERGANGENHEIT...
Der Jenaer Pädagoge Peter Petersen gilt als einer der prominentesten Vertreter der Reformpädagogik in Deutschland. Ein neues Buch wirft jedoch ein anderes Licht auf den 1952 verstorbenen Pädagogen, nach dem heute zahlreiche Schulen benannt sind. Petersen soll sich offen für die NS-Ideologie eingesetzt und antisemitisch-rassistische Positionen vertreten haben. Anfang der Woche präsentierte der Autor Benjamin Ortmeyer sein Buch in Frankfurt am Main. Die umfassende Studie bietet eine Fülle bislang nicht veröffentlichter Dokumente über das Wirken der modernen »Gründungsväter« der deutschsprachigen Erziehungswissenschaften: Eduard Spranger, Herrmann Nohl, Erich Weniger und Peter Petersen.Systematisch appellierten sie in ihren Werken auch schon vor der NS-Zeit an das Irrationale, befürworteten einen völkisch geprägten Nationalismus, eine militaristische Haltung; sie zeigten eine beinahe ungebrochene Zustimmung zu einem eugenisch begründeten Rassismus und äußerten sich zum Teil antisemitisch. Marianne Walz stellt die Studie im NEUEN DEUTSCHLAND näher vor: "Peter Petersen war Antisemit".
Der Link dazzu in der Rubrik ANTISEMITISMUS.
In der Wiener Hofburg ist am Montag die 2. Nachfolgetagung der interreligiösen "Madrid-Konferenz" 2008 eröffnet worden. Mehr als 40 hochkarätige Vertreter der Weltreligionen - darunter mehrere Bischöfe der orthodoxen und altorientalischen Kirchen im Nahen Osten sowie der Leiter der Islam-Abteilung des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Msgr. Khaled Akasheh - nehmen an der Hofburg-Konferenz teil. KATHWEB berichtet von der Eröffnung der Konferenz: "Madrid-Dialog der Religionen wird in Wien fortgesetzt".
Der Link zum Bericht in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.
Viele Gerüchte, meistens keine vorteilhaften, kreisen in der Öffentlichkeit um den Koran und seinen Inhalt. Er spreche schlecht über die Juden und Christen, heißt es, und er rufe zum Krieg gegen die Ungläubigen auf, wird häufig behauptet. Diesen und anderen Fragen, insbesondere aber dem Verhältnis, das der Koran zu den Juden einnimmt, geht Miriam Magall in einer dreiteiligen Untersuchung nach, die auf den Seiten von HAGALIL zu lesen ist: "Der Koran und die Juden".
Die Links zu den drei Teilen in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.
Mehr als zwei Jahre lang wurde über das Thema gestritten, bevor der erste islamische Kindergarten in Rheinland-Pfalz im Februar für die ersten elf Kinder öffnete. Deren Eltern kommen aus der Türkei, Ägypten, Syrien und dem Libanon. Der arabische Arab-Nil-Rhein-Verein, 1998 gegründet, hatte als Träger im vergangenen Jahr sein Konzept geändert, um die Auflagen des Jugendamtes zu erfüllen. Mit einem pädagogischen Programm, das von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet wird, soll neben der Ausübung der eigenen Religion besonders die Integration der Kinder gefördert werden. Kritiker sehen gleichwohl die Gefahr, dass hier eine Parallelgesellschaft heranwachse. Cigdem Akyol war für die TAZ vor Ort und versuchte, sich selbst ein Bild zu machen: "Mit Mohammed in der Kita".
Der Link zur Reportage in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.
"Ständig Angst haben, das ist kein Leben", sagt ein Mann in Raydah. Er ist Jude, einer von rund 300, die im Jemen leben. Seit dem Gazakrieg bewirft man sie mit Steinen und Granaten – schlechte Nachrichten für ein Land, das nicht erst seit den Geiselmorden im Juni um seinen Ruf im Ausland bangt. Martin Gehlen war bei ihnen, den Juden im Jemen, und berichtet über ihre Lage für den TAGESSPIEGEL: "Verloren zwischen den Fronten. Die Juden im Jemen".
Der Link zu seiner Reportage in der Rubrik JÜDISCHE WELT.
Am Sonntag wurde die 18. Makkabiade im israelischen Nationalstadion in Ramat Gan eröffnet. Mittlerweile gelten die Makkabi-Spiele, will man sie kurz charakterisieren, stets als die »jüdischen Olympischen Spiele«. Dieser Beiname rührt nicht nur daher, dass das vielfältige Programm an die Kunterbuntheit eines olympischen Programms erinnert – auch hinsichtlich der Spleenigkeiten haben beide Ereignisse so ihre Gemeinsamkeiten. Werden bei Olympischen Sommerspielen so merkwürdige Sportarten wie Tontaubenschießen präsentiert, so kontert die Makkabiade mit Bridge und Asphaltkegeln. Zum ersten Mal fand die Makkabiade übrigens 1932 statt. Und Martin Krauss erzählt in der JUNGLE WORLD ihre Geschichte: "Enthusiastische Selbstorganisation".
Der Link dazu in der Rubrik JÜDISCHE WELT.
Brauchen die letzten Christen im Orient ein Reservat wie die Indianer in den USA, um unter Artenschutz zu überleben? Oder ist das Christentum in den Ländern der Bibel, in den Heimatländern von Abraham, Moses, Johannes, Jesus, Petrus und Paulus auch heute noch eine vitale Kraft? Auf diese Fragen versucht Stephan Baier in der TAGESPOST eine Antwort zu geben: "Der falsche museale Blick".
Der Link dazu in der Rubrik CHRISTLICHE WELT.
Als Mitglied der Bergier-Kommission hat Jacques Picard Material zur Schweizer Vergangenheitsbewältigung gesammelt, während er sich als Professor für jüdische Geschichte in Basel dezidiert mit dem Schicksal jüdischer Menschen beschäftigt. Und beides kommt nun zusammen in seinem jüngsten Buch: «Gebrochene Zeit. Jüdische Paare im Exil», in dem das Leben jüdischer Paare im Schweizer Exil geschildert wird. Charles Linsmayer hat das Buch für die schweizer Zeitung DER BUND gelesen: "Im Schatten des Holocaust".
Der Link zur Buchbesprechung in der Rubrik ONLINE-REZENSIONEN.
Abschließend der Hinweis auf eine interessante Reportage heute Abend im österreichischen Fernsehen, in der die Geschichte von vier New Yorker Rabbinerinnen erzählt wird: "Kol Ishah – Der Rabbi ist eine Frau".
Mehr dazu in den FERNSEH-TIPPS.
Einen angenehmen Tag wünscht
Dr. Christoph Münz
redaktion@compass-infodienst.de
(Editorial zusammengestellt unter Verwendung des Teasermaterials der erwähnten Artikel)
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