Deutsche Bibliothek ISSN 1612-7331
29.10.2026 - Nr. 2140/41

ACHTUNG

Die nächste tagesaktuelle Ausgabe erscheint am 12. November 2026.



ONLINE-EXTRA Nr. 386 und Nr. 387

29. Oktober 2026

Am 16. November 2026 wird im Rahmen des Dies academicus dem international renommierten Theologen, Bibelwissenschaftler und Rabbiner Dr. Mark S. Kinzer (*1952) der Titel eines Doctor honoris causa (Ehrendoktorwürde) von der Theologischen Fakultät der Universität Fribourg (Schweiz) verliehen. Als die Universität dies im April diesen Jahres in einer Pressemitteilung bekannt gab, sorgt das in der Schweiz - und nicht nur dort - für spürbaren Unmut, ja deutliche Ablehnung. Warum? Kinzer ist einer der exponiertesten und  profiliertesten Vertreter des sogenannten Messianischen Judentums, also jenem Teil von Juden oder Jüdinnen, die sich in ihrem Glauben zu Jesus Christus als dem Messias bekennen. 

Die vergleichsweise kleine Schar messianischer Juden - weltweit schätzt man sie auf etwa 150.000-300.000 Anhänger - stößt in der jüdischen Gemeinschaft wie auch auf christlicher Seite von Beginn an auf große Vorbehalte und Widerstände bis hin zu entschiedener Ablehnung. Lediglich in einigen protestantischen Kreisen und vor allem bei evangelikalen Christen finden sie Anerkennung und erfreuen sich großer Beliebtheit. Warum ist das so? Was genau macht aus theologischer Sicht den Status der messianischen Juden so problematisch und umstritten? Der in Wien lehrende katholische Theologe Bernard Mallmann hat ausgehend von der Kontroverse um Kinzer das Thema in einem instruktiven Beitrag u.a. auch anhand eines kürzlich erschienenen Tagungsbandes zum Thema aufgegriffen und die problematischen Aspekte des messianischen Judentums theologisch beleuchtet. Sein Beitrag, der am 8. Oktober 2026 erstmals in der internationalen katholischen Zeitschrift COMMUNIO veröffentlicht wurde, erscheint mit freundlicher Genehmigung des Autors an dieser Stelle als ONLINE-EXTRA Nr. 386: "Mit messianischen Juden sprechen?".

Dass die Problematik der messianischen Juden insbesondere in Israel auch über eine eminent politische Sprengkraft verfügt, schildert ergänzend zur Lektüre empfohlen Daniel Lukas Aslan in einer informativen Reportage, die am 2. September 2026 im Nahost-Magazin ZENITH erstmals erschienen ist. Im Heiligen Land sind die messianischen Juden "im Schützengraben geschätzte Soldaten, vor Gericht diskriminiert und im interreligiösen Dialog zwischen allen Stühlen" (Aslan). Ihre umstrittene (politische) Rolle in Israel wird dabei in jüngerer Zeit nicht zuletzt durch die aktive Unterstützung evangelikaler Kräfte in der Trump-Administration gestützt, so Aslan: "Der dreifache Spagat der messianischen Juden". (Bitte beachen Sie, dass Alsans Reportage für Sie erst aufrufbar ist, nachdem Sie sich mit Benutzername und Passwort angemeldet haben).


Die heutige Doppelausgabe von ONLINE-EXTRA mit diesen beiden Beiträgen: 

1) ONLINE-EXTRA Nr. 386:
Bernard Mallmann: 
Mit messianischen Juden sprechen?
Online-Extra Nr. 386

2) ONLINE-EXTRA Nr. 387:
Daiel Lukas Aslan:
Der dreifache Spagat messianischer Juden.
Online-Extra Nr. 387 


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