Deutsche Bibliothek ISSN 1612-7331
17.09.2026 - Nr. 2136

Kardinal Koch: Unmöglich, Jünger Christi und gleichzeitig Antisemit zu sein



Katholische Kirche wendet sich gegen Neutralitätsinitiative – nun protestieren Gläubige



Von Francesco Benini | 12.09.2026 - Die ablehnende Stellungnahme führt zu einem Streit: Sollen sich religiöse Institutionen politisch positionieren?...

Was Demokratie von Religion lernen kann

[UNIVERSITÄT ERLANGEN-NÜRNBERG]
14.09.2026 - Neues Modellprojekt „Religions for Democracy“ bringt Judentum, Christentum und Islam ins Gespräch...

Friedensgebete in den Religionen



Frieden auf der ganzen Welt ist das Ziel aller Religionen auf religionen-entdecken.de. Gerade in Krisenzeiten kann der Glaube eine wichtige Stütze sein. In Momenten, in denen Menschen Schmerz und Trauer fühlen, können Gebete ihnen dabei helfen, ihren Lebensmut nicht zu verlieren...

Abrahamitische Religionen: Neue Ausstellung in Sinsheim

[JACK-NEWS]
15.09.2026 - Die Organisatoren der diesjährigen Ausstellung zur Interkulturellen Woche stellen sich die Frage, was Judentum, Islam und Christentum verbindet und welche ihrer Spuren in Sinsheim zu finden sind...

Jubiläum: 70 Jahre christlich-jüdische Zusammenarbeit in Österreich



16.09.2026 - Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit lädt am 19. Oktober zu Festakt ins Wiener Rathaus - Grußwort an jüdische Gemeinde zum Neujahrsfest, das auch für Nichtjuden Fest der Hoffnung sein kann...

100. Geburtstag von Kardinal Lustiger – Zwei Welten in einem Leben



Von Andrea Krogmann | 17.09.2026 - Den einen zu jüdisch, den anderen zu katholisch: Aron Jean-Marie Kardinal Lustiger vereinte Welten in sich, die in der Geschichte schmerzhaft gegensätzlich waren. Er lebte seine Doppelwelt und half, Brücken zu bauen...




Kardinal Koch: Unmöglich, Jünger Christi und gleichzeitig Antisemit zu sein



16.09.2026 - Der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch ist Präfekt des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen. Wir sprachen mit ihm über das neue Vatikandokument „Ein Weg der Hoffnung“, das die Konzilserklärung „Nostra aetate“ würdigt. Interview...

Kardinal Fernández: Religionen stehen für Frieden, nie für Krieg

[VATICAN NEWS]
16.09.2026 - n unserem Interview äußert sich der Präfekt des Dikasteriums für die Glaubenslehre, Kardinal Víctor Manuel Fernández, zum neuen Vatikandokument, das an die Konzilserklärung „Nostra aetate“ erinnert. Interview...

Kardinal Koovakad: Geschwisterlichkeit nicht nur auf dem Papier



16.09.2026 - Kardinal George Jacob Koovakad ist Präfekt des vatikanischen Dikasteriums für den interreligiösen Dialog. Wir sprachen mit ihm über das neue Vatikandokument „Ein Weg der Hoffnung“, das die Konzilserklärung „Nostra aetate“ würdigt. Interview...

EIN WEG DER HOFFNUNG

DIKASTERIUM FÜR DIE GLAUBENSLEHRE
DIKASTERIUM ZUR FÖRDERUNG DER EINHEIT DER CHRISTEN
DIKASTERIUM FÜR DEN INTERRELIGIÖSEN DIALOG 

Ein Weg der Hoffnung.
Sechzig Jahre Dialog und interreligiöse Geschwisterlichkeit.

Rom 2026


ONLINE:
Vatikan

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Religionsfreiheit und ein vielfältiges Deutschland


10.09.2026 - Gemeinsames Statement von JSUD, aej und BDKJ zwischen den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern:

Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt ist keine Überraschung und dennoch für uns als Jüdische Studierendenunion Deutschland (JSUD), Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) und Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Grund zur Sorge.

Der Landesverband Sachsen-Anhalt ist vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft und hat gerade die Landtagswahl gewonnen. Die AfD greift nicht nur unsere demokratischen Werte an, sondern bedroht auch die Grundlagen eines vielfältigen und freien religiösen Lebens in Deutschland.

Für uns als konfessionelle Jugendverbände sind Demokratie, Religionsfreiheit, Menschenwürde und die Gleichheit aller Menschen keine Verhandlungsmasse, sondern die Basis für eine offene Gesellschaft. Sie ist die Grundlage dafür, dass wir jungen Menschen einen Freiraum für Selbstwirksamkeit, Gestaltung und Selbstentfaltung bieten können.

Die AfD stellt diese Werte infrage – durch die Relativierung der Erinnerung an die Shoah, durch Angriffe auf religiöse Praktiken wie die Beschneidung und durch eine Politik, die die Existenz jüdischer Gemeinden gefährdet. Denn nach der fast vollständigen Zerstörung jüdischen Lebens durch den Holocaust sind jüdische Gemeinden heute wesentlich auf staatliche Leistungen angewiesen. Wer die Lehren aus der Geschichte zurückweist oder religiöse Vielfalt bekämpft, untergräbt den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

Auch für die christlichen Kirchen hat das selbstbezeichnete „Regierungsprogramm“ der AfD in Sachsen-Anhalt konkrete Folgen: Sie plant, Kirchenasyl zu unterbinden, den staatlichen Kirchensteuereinzug abzuschaffen und die bisherigen Staatsleistungen an die großen Kirchen einzustellen. Damit bedroht sie nicht nur die finanzielle Grundlage kirchlicher Arbeit, sondern auch Angebote wie Jugendverbandsarbeit, Kitas, Schulsozialarbeit oder Pflegeheime.

Unsere drei Verbände verbindet die Überzeugung, dass die Würde eines Menschen nicht von Herkunft, Religion oder Abstammung abhängt. Ein völkisches Verständnis von Zugehörigkeit widerspricht unserem Verständnis von Demokratie und dem Menschenbild des Grundgesetzes. Eine Gesellschaft, in der Menschen danach beurteilt werden, woher ihre Eltern kommen oder ob sie vermeintlich zur „richtigen“ kulturellen Gemeinschaft gehören, ist nicht die Gesellschaft, in der wir leben wollen.

Ganz gleich, welche Wahlsiege Rechtsextremisten einfahren und wie schwierig Regierungsbildungen werden: Wir lassen uns nicht spalten. Als christliche und jüdische Jugendverbände wissen wir: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Gemeinsam setzen wir uns ein für ein Deutschland, das Vielfalt lebt, das Erinnerungskultur bewahrt und in dem alle Menschen in Freiheit und Sicherheit ihren Glauben ausüben können.


(Quelle: BDKJ)




Evangelischer Gruß zu Rosch Haschana: „Wir stehen an Ihrer Seite gegen Judenfeindschaft“



09.0.96.2026 - Kirchenpräsidentin Tietz und Bischöfin Hofmann schreiben jüdischen Gemeinden...

Bischof Wilmer: „Schweigen kann angesichts von Ausgrenzung und Bedrohung keine Haltung sein“

10.09.2026 - Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz sendet Segenswünsche zum jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana. Und nimmt aktuelle Entwicklungen in den Blick. Seine Forderung: "Schweigen kann keine Haltung sein." 

Morgen (11. September 2026) beginnt das jüdische Neujahrsfest Rosch haSchana. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer, wünscht dazu in einem Brief an den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, den Segen Gottes für die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Der Wunsch nach Frieden habe an Dringlichkeit nicht verloren: „Die Entwicklungen im Nahen Osten führen uns fortwährend vor Augen, wie zerbrechlich Frieden ist und wie groß das Leid der Menschen bleibt, die um ihre Sicherheit fürchten und unter den Folgen von Gewalt und Terror leiden müssen“, so Bischof Wilmer.

Das aktuelle Lagebild der jüdischen Gemeinden in Deutschland zeige, dass der massiv angestiegene Antisemitismus den Alltag vieler Jüdinnen und Juden in Deutschland weiterhin schwer belaste. „Jüdisches Leben wird demnach vielerorts als deutlich unsicherer wahrgenommen“, schreibt Bischof Wilmer. Er fügt hinzu: „Der Antisemitismus zeigt sich heute offen – auf Straßen und Plätzen, in den sozialen Medien und politischen Debatten – und sucht dabei Anschluss an die Mitte der Gesellschaft. Zudem nehmen die jüdischen Gemeinden in erschütterndem Ausmaß eine Abnahme an Solidarität aus der Zivilgesellschaft wahr. Diese Entwicklungen können und dürfen wir nicht hinnehmen.“

Gerade in einer Zeit, in der jüdisches Leben derart unter Druck gesetzt werde, komme es darauf an, „dass unsere christlich-jüdische Verbundenheit sichtbar wird. Schweigen kann angesichts von Ausgrenzung und Bedrohung keine Haltung sein. Solidarität darf kein leeres Wort bleiben.“ Es gelte, der Wirklichkeit ins Gesicht zu sehen und sich nicht mit ihr abzufinden. Bischof Wilmer wörtlich: „Ausdrücklich möchte ich deshalb den jüdischen Gemeinden in Deutschland unsere bleibende besondere Verbundenheit zusichern: Wir stehen an Ihrer Seite.“

(Quelle: Deutsche Bischofskonferenz)




Vor 20 Jahren: Papst Benedikt XVI. provoziert den Islam



Von Christoph Schmidt | 12.09.2026 - Ein Satz des Papstes sorgte 2006 für Aufruhr in der islamischen Welt. Das Verhältnis zwischen katholischer Kirche und Islam schien schwer beschädigt. Doch Benedikt XVI. lockte die Muslime damit aus der Reserve...

Jenseits der Empörung



Von Ahmad Milad Karimi | 11.09.2026 - Zwanzig Jahre nach Benedikts "Regensburger Rede" stellt sich die Frage neu: Was können Christentum und Islam aus der damaligen Kontroverse lernen? Statt Abwehr und Apologetik braucht es ein theologisches Gespräch über Offenbarung, Vernunft, Gottes Freiheit, Wahrheit und Gewalt...




Die Kampfansage der Jihadisten - in Europa schreitet die Islamisierung voran



Von Eric Gujer | 11.09.2026 - Die Anschläge des 11. September 2001 waren ein Weckruf. Der weltweite Machtanspruch des militanten Islam lässt sich nicht mehr leugnen...

Dokumentationsstelle: "Politischer Islam" ist heute moderner Lifestyle



10.09.2026 - Jahresbericht 2025: Politischer Islam erscheint heute weniger als sperrige Ideologie, sondern als modernes Lebens- und Erfolgsmodell - Versuchte Einflussnahme auf digitale Wissensplattformen und neue Geschäftsmodelle - IGGÖ-Appell an Politik...

9/11 in der Schule – der Appell einer muslimischen Mutter

[ISLAMiq]
Von Zeyneb Sayilgan | Als ihre Tochter im Unterricht die Anschläge vom 11. September kennenlernt, gerät ihr bisher selbstverständliches Bild vom Islam ins Wanken. Warum Schulen muslimisches Leben differenzierter vermitteln sollten...

»Ich bekam bis zu fünfzig Morddrohungen am Tag«



16.09.2026 - Mouhanad Khorchide leitet jetzt die erste eigenständige Fakultät für Islamische Theologie an einer deutschen Universität. Ein Gespräch über fromme Studenten, aggressive Gegner – und darüber, woran er wirklich glaubt. Interview...




ZUR ERINNERUNG

Abschied von COMPASS

Mit dem neuen Jahr 2026 startet der 25. Jahrgang von COMPASS-Infodienst - und es wird zugleich der letzte Jahrgang sein. 

Mit Ende des laufenden Jahres 2026 wird COMPASS seinen Dienst einstellen!

Mehr dazu HIER...




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