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Deutsche Bibliothek ISSN 1612-7331
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17.04.2026 - Nr. 2130 |
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Zum "Volksfeind" erklärt: Debatte um "Deutschtum" und "Judentum"
„Mishpocha“: Neue Ausstellung animiert zu Kollaborationen
15.04.2026 - „Mishpocha. The Art of Collaboration“ heißt die neue Wechselausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt, die zu mehr gemeinschaftlicher Kreativität animiert. Die künstlerische Leitung lag bei einem weltbekannten Musiker...
Mike D. und die „Mishpocha“ im Jüdischen Museum – Die eigene Familie
Von Judith von Sternburg | 16.04.2026 - Mike D. von den Beastie Boys hat mit dem Jüdischen Museum in Frankfurt die Schau „Mishpocha. The Art of Collaboration“ entwickelt – selbst ein überzeugender Fall von Kollaboration. Jetzt sind wir dran...
Jüdischer Stadttempel - Sanierung verläuft plangemäß
14.04.2026 - Der jüdische Stadttempel in Wien wird momentan saniert. Die Neueröffnung soll im September über die Bühne gehen....
Erinnerung an die Kasseler Juden im Internet
Von Claudia Feser | 16.04.2026 - Es sind 3324 Namen und damit 3324 jüdische Frauen, Männer und Kinder, deren Zuhause Kassel war. Mitarbeiter des Stadtarchivs unter Projektleitung von Anika Manschwetus und Stadtarchivar Stephan Schwenke haben eine wissenschaftlich fundierte Datenbank zusammengetragen, die jedes einzelne Schicksal mit Daten belegt...
Jüdisches Leben in Deutschland "läßt sich nicht verdrängen"
17.04.2026 - Das diesjährige Paul-Spiegel-Filmfestival startete am Donnerstagabend in Anwesenheit des NRW-Landtagspräsidenten André Kuper.
In Düsseldorf ist am (gestrigen) Donnerstagabend das diesjährige Paul-Spiegel-Filmfestival gestartet. Unter den Anwesenden war unter anderem auch der Präsident des nordrhein-westfälischen Landtags, André Kuper. Beim Auftakt der inzwischen 18. Ausgabe des Festivals sagte der Vorsitzende der mit rund 7.400 Mitgliedern drittgrößten Jüdischen Gemeinde in Deutschland, Oded Horowitz, "jüdisches Leben in Deutschland ist lebendig, kreativ und vielfältig und es läßt sich nicht verdrängen." Erinnerung an die Greuel des Nationalsozialismus "reiche nicht aus, wenn sie nicht auch mit Haltung verbunden ist. Diese Haltung brauchen wir heute mehr denn je. Auch zum Widerspruch, wenn Grenzen überschritten werden", so Horowitz.
Das Paul Spiegel-Filmfestival findet zum 26. April im UCI-Kino im Medienhaften der NRW-Landeshauptstadt statt. Festival mit dem Titel "Jüdische Welten" begann mit dem bedrückenden Geschichtsdrama "Das Verschwinden von Josef Mengele", mit dem deutschen Schauspieler August Diehl in der Hauptrolle und mit hochaktuellen Fragen an die Erinnerungskultur, an Schuld und am Festhalten antisemitischer Strukturen. Nicht wenige Besucher der Eröffnungsveranstaltung betonten nach dem eindrücklichen schwarz-weiß-Film, die Handlung habe sie "sehr stark mitgenommen." Der Film von 2025 erzählt, wie es dem sadistischen KZ-Arzt vom KZ Auschwitz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit Hilfe alter nationalsozialistischer Seilschaften und der eigenen Familie gelingt, nach Südamerika zu fliehen. Zwischen Buenos Aires, Paraguay und Brasilien leugnet der brutale KZ Arzt jedwede Verantwortung an den Menschenversuchen in den Lagern und präsentiert sich teils unerträglich als Opfer voller Selbstmitleid.
Das vom ehemaligen Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel (1937-2006) im Jahre 2005 ins Leben gerufene Festival präsentiert Filme, die sich mit verschiedenen Facetten des jüdischen Lebens befassen oder in Israel produziert wurden. Es bietet eine Plattform für jüdische Filme und Geschichten, die dazu beitragen, "die Vielfalt und Vielseitigkeit des Judentums zu zeigen und so Stereotypen und Vorurteile zu bekämpfen", so die Kuratorin des Filmfestivals, Oolina Ivanova. Der Schwerpunkt des Festivals liegt in der filmischen Auseinandersetzung mit allen Facetten des jüdischen Lebens und dessen ständigen Wandels, in Deutschland, Israel, Europa und dem Rest der Welt, betonte die Kuratorin bei der Auftaktveranstaltung.
Das Festival zeigt in der diesjährigen Ausgabe unter anderem auch den Film "Der Deserteur" aus dem Jahr 2024. Im Mai 1945 flüchtet sich ein verletzter SS-Soldat in die Tiroler Alpen auf eine einsame Almhütte. Dort hält sich allerdings schon eine junge jüdische Frau versteckt. Als deutsche Soldaten im Kampf gegen italienische Partisanen näher rücken, kommt es zur Eskalation. Weiter im Programm das Familiendrama "Mit Liebe und Chancons" um eine jüdische Familie in Marocko, deren jüngster Sohn behindert zur Welt kommt. "Film ist mehr als Unterhaltung. Er ist auch oft unbequem und erzählt Geschichten über Generationen hinweg", betonte Horowitz. Insgesamt zeigt das Festival 7 Spielfilme verschiedener Genres, die in den vergangenen drei Jhren produziert worden sind. Alle Filme laufen in Originalsprache und werden - falls erforderlich - in Deutsch untertitelt.
Internet: www.juedischewelten.com
(COPYRIGHT: Andreas Rehnolt, Microtext-Journalistenbüro)
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Zum "Volksfeind" erklärt
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«Ich stellte erstaunt fest: Einen Sohn, der zu Hause Hochdeutsch spricht, ertrage ich nicht»
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 Charles Lewinsky: Eine andere Geschichte.
Diogenes Verlag Zürich 2026 416 S. Fr. 35.– Euro 26,- informieren und/oder bestellen
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