Deutsche Bibliothek ISSN 1612-7331
06.12.2022 - Nr. 2014

Leonard Cohen in Israel: Truppen-Besuch wird als Serie verfilmt



Frau Heinrich, sind Sie israelfreundlich?



05.12.2022 Gabriela Heinrich ist Vorsitzende der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe im Bundestag. Im Interview spricht sie über Voraussetzungen für den Job, ihren ersten Israelbesuch und Menschenrechtsbildung...

Leonard Cohen in Israel: Truppen-Besuch wird als Serie verfilmt



Von Jörn Schumacher | 05.12.2022 Der amerikanisch-jüdische Singer-Songwriter Leonard Cohen hatte eine besondere Verbindung zu Israel. Während des Jom Kippur-Krieges 1973 spielte der Sänger sogar für die israelischen Soldaten an der Front. Eine Fernsehserie soll nun diese eher unbekannte Episode der Geschichte nacherzählen...

Der israelische Trompeter Avishai Cohen bringt nackte Wahrheiten auf die Bühne

[NEUE ZÜRCHER ZEITUNG]
Von Ueli Bernays | 27.11.2022 Traurige Elegien und strenge Fanfaren. Abstrakte Konzepte und spontane Inbrunst. Israelische und amerikanische Musikerinnen und Musiker machen das Festival «unerhört!» am Samstagabend zum Forum der Menschlichkeit...

Deutsch-israelisches Austauschprogramm - Esslingen goes Tel Aviv



Von Hochschule Esslingen | 29.11.2022 Das deutsch-israelische Corporate Innovation Programm „Mobility Pioneers Plus“ kombiniert israelischen und schwäbischen Innovationssinn und Unternehmergeist. Mit den Unternehmenspartnern Trumpf, Bose, des israelischen Start-up Unicorn Checkmarx und dem israelischen Gesundheitsministerium arbeiten Studierende der Hochschule Esslingen und deren Partnerhochschule College for Management Academic Studies in Tel Aviv an spannenden Lösungen für die Zukunft...





„Alles wirkliche Leben ist Begegnung” (Martin Buber)

Rund 170 pädagogische Fachkräfte tagten in Berlin auf der interdisziplinären bilateralen Konferenz zur Wirkung von Bildung, Begegnung und Austausch gegen Vorurteile und Diskriminierung.



Berlin. „All Actual Life Is Encounter” – „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“. Unter diesem Motto veranstalteten ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch, die Israel Youth Exchange Authority und der Israelische Jugendring (Council of Youth Movements in Israel) vom 22. bis 24. November 2022 eine interdisziplinäre bilaterale Fachkonferenz, die die Potentiale von Begegnung, Austausch und Bildung als Wege gegen Vorurteilsstrukturen und Diskriminierung auslotete.

„Die Begegnung zwischen Menschen öffnet neue gedankliche und emotionale Welten. Indem wir andere Menschen unmittelbar erleben und uns auf ihre Perspektiven einlassen, können wir vorschnellen Urteilen und Negativbildern entgegenwirken. Wir entwickeln Empathie und gewinnen Weitblick.“, sagt Christine Mähler, Dipl.-Psychologin und Leitung von ConAct.



Interdisziplinäre bilaterale Fachkonferenz

Stereotype und Vorurteile über „Andere“ zu hinterfragen, ist zentraler Bestandteil im Lernprozess eines jeden Jugendaustauschprogramms. Persönliche Begegnungen eröffnen Räume, in denen junge Menschen neue Beziehungen aufbauen, wechselnde Perspektiven einnehmen, unterschiedliche Identitäten erleben und Einblicke in vielfältige Lebensrealitäten gewinnen. Gemeinsam mit Teilnehmenden verschiedener Fachdisziplinen aus Deutschland und Israel wurde diskutiert, wie Bildungs- und Begegnungsprojekte gegen Vorurteile wirken: Welches sind zentrale Herausforderungen von Begegnungsprogrammen angesichts der sich stark unterscheidenden Lebensrealitäten und vielfältigen Biografien junger Menschen? Wie können gesellschaftliche Ungleichheitsstrukturen im Leben junger Menschen durch die Begegnung erfahrbar gemacht und pädagogisch sinnvoll thematisiert werden? Welche Chancen bieten Begegnungsprogramme, um Teilnehmende zu Offenheit und zum Eingehen intensiver persönlichen Beziehungen einzuladen? Zu Wort kamen zahlreiche Vertreter*innen aus innerisraelischen und -deutschen Begegnungsprojekten sowie aus dem deutsch-israelischen Austausch. In Panels, Impulsvorträgen, Workshops und auf Exkursionen haben rund 170 pädagogische Fachkräfte aus Wissenschaft und Praxis sowohl die Herausforderungen als auch die notwendigen Bedingungen für gelungene Austausch- und Begegnungsarbeit gegen Diskriminierung und Vorurteilsstrukturen zusammengetragen. Das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier.



„Sichtbar Handeln! Umgehen mit Antisemitismus in Jugend- und Bildungsarbeit“.

ConAct begleitet, bildet und bestärkt in dem Projekt „Sichtbar Handeln!“ Fachkräfte der Jugendhilfe, um auf zunehmend verbreitete antisemitische Äußerungen und israelfeindliche Einstellungen in ihrem Arbeitsalltag sicherer reagieren zu können. Seit 2020 haben rund 80 pädagogische Fachkräfte am Diskursprojekt teilgenommen, die im Vorfeld weder mit Israel noch dem Judentum in Kontakt gekommen waren. Lern- und Diskursangebote zur Geschichte und Aktualität von Antisemitismus in Deutschland werden mit einer Begegnungsreise nach Israel verbunden. Diese erweitert das Bildungsangebot um eine deutsch-israelische Austauschperspektive. Die Teilnehmenden können so die Vielfalt des Landes erleben – im Gespräch mit Fachkolleg*innen und Engagierten der Jugendbewegungen, in der Auseinandersetzung mit der Erinnerung an die Shoah und in zahlreichen Begegnungen mit der Gesellschaft und Geschichte Israels. Langfristig soll das Angebot dazu beitragen, neue Partnerorganisationen für den deutsch-israelischen Jugendaustausch zu gewinnen, um mehr jungen Menschen eine Annäherung an Israel zu ermöglichen. Einen Infoclip zum Projekt finden Sie hier.

Weitere Informationen unter:
www.Sichtbar-handeln.org

ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch ist das bundesweite Service- und Informationszentrum zur Förderung, Begleitung und Weiterentwicklung der deutsch-israelischen Jugendkontakte. ConAct unterstützt jährlich rund 300 Projekte mit rund 7000 Teilnehmenden der außerschulischen Bildungs- und Austauscharbeit finanziell und pädagogisch, baut Netzwerke und begründet neue Austauschpartnerschaften zwischen Deutschland und Israel. Seit 2019 ist ConAct damit betraut, Projekte im Prozess der Errichtung eines Deutsch-Israelischen Jugendwerks auszurichten. ConAct ist eine Einrichtung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit Unterstützung der Länder Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
www.conact-org.de




Ausstellung mit Werken des in Israel geborenen Künstlers Abi Shek in Dorsten

Dorsten - "Natur? Kultur?" lautet der Titel einer Ausstellung, die seit dem Wochenende im Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten zu sehen ist. Die bis zum 22. Januar nächsten Jahres terminierte Schau präsentiert Arbeiten des 1986 in Israel geborenen Künstlers Abi Shek, der seit seinem Studium in Stuttgart lebt und arbeitet. 

Bereits in jungen Jahren war Shek nach Museumsangaben fasziniert von der Kunst des Holzschnitts.  Und so basieren seine monumentalen Darstellungen von Tieren auf Holzschnitten, manchmal ergänzt mit minimalistischen Pinselstrichen, seinen "Zeichnungen", hieß es zum Start der Schau-

Shek produziert aber auch Skulpturen und Wandobjekte aus Metall im Groß- und Kleinformat. Abi Shek findet Inspiration im landwirtschaftlichen Alltag des Kibbuzes , wo er aufwuchs, in der jüdischen Schrifttradition, aber auch in den Berberkulturen und in den antiken Künsten des Nahen Ostens. Im Jüdischen Museum Westfalen liegt ein zentraler Fokus auf seinen Werken mit jüdischem Inhalt liegen. Dies sind metallene Wandobjekte, die aus der Beschäftigung mit religiösen Traditionen und Schriften hrevorgegangen sind und teils für spirituelle Räume erschaffen wurden.

Natur und Kultur sind in den Arbeiten des Künstlers immer nahe beieinander und produzieren nach Angaben der Ausstellungsmacher einen eigenständigen Kosmos im Ausstellungsraum.

Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10-12.30 Uhr und von 14 bis 17 Uhr sowie samstags/sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Internet:
jmw-dorsten.de

(COPYRIGHT: Andreas Rehnolt,
Microtext-Journalistenbüro)




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