Deutsche Bibliothek ISSN 1612-7331
15.06.2022 - Nr. 1995

ACHTUNG

Die nächste Tagesausgabe erfolgt am Dienstag, 21. Juni 2022.



ONLINE-EXTRA Nr. 325

Juni 2022

Dass bereits wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und im Schatten des Entsetzens über die Dimensionen des Holocaust ausgerechnt im "Land der Täter" Christen und Juden als Christen und Juden das Gespräch miteinander suchten, ist nicht zuletzt auch mit Blick auf die über Jahrhunderte hin gewalttätige Vorgeschichte dieser beiden Religionen schlicht atemberaubend und alles andere als selbstverständlich. Angestoßen von der amerikanischen Besatzungsmacht war es im Wesentlichen der Initiative einzelner jüdischer und christlicher Persönlichkeiten zu verdanken, dass bereits  1948 die ersten Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) in Deutschland und bereits 1949 der Deutsche Koordinierungsrat (DKR) als Dachverband der „Gesellschaften“ gegründet wurde.

Heute gibt es mehr als 80 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit mit rund 20.000 Mitgliedern und Freunden in ganz Deutschland, was den Theologen Martin Stöhr einst zu Recht veranlasste, dieses weit gespannte Netzwerk als eine der größten Bürgerinitiativen Deutschlands zu bezeichnen. Zweifelsohne ist der christlich-jüdische Dialog, wie er sich in diesen institutionellen Kontexten während der letzten rund 70 Jahren entwickelt hat – mit all seinen Stärken und Schwächen, seinen Erfolgen und Niederlagen - ein Stück realisierter, praktizierter und gelebter Zukunftshoffnung, ein Beleg dafür, dass es trotz allem möglich ist, „über Grenzen hinweg zu neuer Gemeinschaft“ zu gelangen.

Unter eben diesem Titel - "Über Grenzen hinweg zu neuer Gemeinschaft" - ist vor kurzem ein Band erschienen, dessen Beiträge die im Wesentlichen vier großen Themenfelder behandeln, die sich im Lauf der zurückliegenden siebzig Jahre als Arbeitsschwerpunkte des DKR und seiner GCJZ herauskristallisierten: der Kampf gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus, die Pflege der Erinnerungskultur, der christlich-jüdische Dialog und die Solidarität mit dem Staat Israel und seinen Menschen (mehr zu dem Band sowie das Inhaltsverzeichnis siehe weiter unten). Auf diese Weise bieten die von den Herausgebern Christoph Münz und Rudolf W. Sirsch versammelten Beiträge namhafter Autoren eine beeindruckende Bilanz des christlich-jüdischen Dialogs und zeigen Perspektiven für dessen künftige Entwicklung auf.

Einer der Beiträge, die sich explizit dem Themenfeld des christlich-jüdischen Dialogs widmen, stammt vom Frankfurter Judaisten und Theologen Christian Wiese, seines Zeichens Inhaber der Martin-Buber-Professur an der Goethe-Univerisität in Frankfurt, der gegenwärtig zu den aktivsten und anregendsten Denkern und Förderern des christlich-jüdischen Dialogs im nationalen wie internationalen akademischen Kontext gehört. Sein Beitrag ist nachfolgend online exklusiv als ONLINE-EXTRA Nr. 325 zu lesen: "Unterwegs zu einer historisch fundierten, theologisch achtsamen Dialogizität: Perspektiven zum christlich-jüdischen Dialog"


Hier finden Sie ONLINE-EXTRA Nr. 325:

Online-Extra Nr. 325




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