Deutsche Bibliothek ISSN 1612-7331
22.02.2022 - Nr. 1980

ACHTUNG:

Am Freitag, 25. Februar 2022, erscheint ONLINE-EXTRA NR. 321 mit einem Beitrag von Martin Kloke: "Corona als Trigger? Verschwörungserzählungen im Kontext des (linken) Antisemitismus".


Guten Tag!

Nr. 1980 - 22. Februar 2022



Erst vor kurzem legten nach jahrelangem Stillstand des Friedensprozesses mehrere israelische und palästinensische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens einen neuen Vorschlag für eine Föderation aus zwei Staaten vor, der sich auf das im Jahr 2003 erarbeitete Genfer Abkommen stützt (siehe Compass 8.2.2022). Auch wenn die Zweistaatenlösung als Ausweg aus dem israelisch-palästinensischen Konflikt von der internationalen Agenda praktisch verschwunden ist, gibt es also immer noch Menschen, die hartnäckig an diesem Weg zum Frieden zwischen Israelis und Palästinensern arbeiten. Einer von ihnen ist Gadi Baltiansky von der Friedensorganisation Genfer Initiative. Mit ihm sprach QANTARA über die aktuellen Entwicklungen. Am Ende des Interviews sagt Baltiansky aller Skepsis zum Trotz:
"Einige treten für Menschenrechte ein, andere – wie die Genfer Initiative – für Lösungen, um den Konflikt zu beenden. Bislang sind wir Tag für Tag gescheitert und zwar tausende Tage hintereinander. Doch ein einziger erfolgreicher Tag macht den Unterschied. Ohne die geleistete Vorarbeit wird dieser Tag aber nie kommen. Wir sind nicht bereit, die Chance auf Frieden aufzugeben. Solange das so ist, hoffen wir, dass uns die internationale Gemeinschaft nicht allein lässt."
Der Link zum Interview in der Rubrik ISRAEL UND NAHOST HINTERGRUND.

Israel gestattet ab dem 1. März 2022 allen Touristen die Einreise unabhängig davon, ob sie gegen Covid-19 geimpft sind. Dies haben Premierminister Naftali Bennett und Gesundheitsminister Nitzan Horowitz unter Beteiligung von Tourismusminister Yoel Razvozov am 20. Februar 2022 beschlossen (siehe ISRAEL UND NAHOST AKTUELL). Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Tourismus, denn schon jetzt kommen geimpften und genesenen Touristen - und die Buchungen der Pilber im Blick auf die anstehende Osterzeit wachsen, wie Maria Sterkl für den STANDARD berichtet. Der Unterschied zwischen Pilgerreisen anno 2019 und 2022 sei allerdings frappant. Beklagte man damals einen "Overtourism", ist heute hingegen Schlangestehen eher die Ausnahme: "Wie Jerusalem mit dem Comeback der Pilger umgeht".
Der Link zur Reportage in der Rubrik ISRAEL INTERN.

Die aktuelle Ukraine-Russland-Krise bewegt die Welt - und so auch Israel. Über eine Million Israelis stammen aus der ehemaligen Sowjetunion. Auch wenn sich viele von ihnen mittlerweile auf Hebräisch informieren, bleiben russischsprachige Onlinenachrichtenportale, Radio- und Fernsehsender ein fester Bestandteil der israelischen Medienlandschaft. Aber wie berichten Israels russischsprachigen Medien über den Russland-Ukraine-Konflikt? In der JÜDISCHEN ALLGEMEINEN WOCHENZEITUNG gibt Eugen El mit einer Presseschau einen Einblick: "Banger Blick nach Osteuropa".
Der Link dazu in der Rubrik ISRAEL, DEUTSCHLAND, EUROPA UND DIE WELT.

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Die Gestapo zwang Juden, ihr bei der Verfolgung von Juden zu helfen. In den besetzten Niederlanden war dies unter anderem eine Amsterdamer Huthändlerin. Ans van Dijk lieferte mindestens 145, vielleicht bis zu 700 Menschen aus. Sven Felix Kellerhoff erzählt ihre Geschichte und stellt den Kontext zur aktuellen Diskussion um den Verrat von Anne Frank her: "Sogar ihr Bruder fiel ihr zum Opfer".
Der Link zum Beitrag in der Rubrik VERGANGENHEIT...

Auf Instagram kann man seit zehn Monaten das Leben der Widerstandskämpferin mitverfolgen, die am 22. Februar 1943 hingerichtet wurde. Das Projekt, das bislang mehr als 760.000 Menschen erreichte, neigt sich nun seinem Ende zu. Anlässlich Scholls 100. Geburtstags erstellten Südwestrundfunks (SWR) und Bayerischen Rundfunks (BR) einen Account namens @ichbinsophiescholl. Mit diesem sollen "User:innen emotional, radikal subjektiv und in nachempfundener Echtzeit an den letzten zehn Monaten ihres Lebens teilhaben" können. Das Projekt neigt sich nun dem Ende zu. Was kann man aus der multimedialen Zeitreise mitnehmen? Diese Frage widmet sich ein Beitrag im österreichischen STANDARD: "Stell dir vor, es ist 1942 auf Instagram"
Der Link zum Beitrag in der Rubrik VERGANGENHEIT...

Friedl Dicker-Brandeis (1898–1944) war eine Bauhaus-Malerin und -Designerin, eine überzeugte Kommunistin – und ein Lichtblick im Leben der Kinder im KZ Theresienstadt. Als Pionierin der Kunsttherapie ließ sie Schützlinge nicht den Horror des Alltags malen, sondern Blumen und ihre Träume. Dicker-Brandeis wurde in Auschwitz ermordet. Jetzt kann man in Linz/Österreich einen Teil der damals entstandenen Kinderzeichnungen sehen, wie Paula Pfoster für den ORF berichtet:
"Es sind die berührendsten Zeugnisse der Verfolgung von mehr als 10.000 Kindern, die in Theresienstadt interniert waren. Drei Viertel dieser jungen Menschen unter 15 Jahren haben nicht überlebt, sie wurden weiter nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Der emotionalen Kraft ihrer Bilder kann man sich schwer entziehen."
Der Link zum Bericht in der Rubrik VERGANGENHEIT...

Mit Nachdruck verwehrt sich die Leiterin des Berliner "Hauses der Wannsee-Konferenz" Deborah Hartmann im Interview mit dem österreichischen STANDARD dagegen, die Beispiellosigkeit des Holocaust zu relativieren. Dabei hat sie vor allem den Historiker A. Dirk Moses im Blick, der den Deutschen vorgeworfen hatte, das Wissen um die Einzigartigkeit der Shoah als "Katechismus" zu betrachten - und zu mißbrauchen. Der Blick auf andere Formen von kolonialer und genozidaler Gewalt würde mutwillig verstellt. Hartmann sagt dazu u..:
"Ich kann den Standpunkt nicht nachvollziehen, dass die Erinnerung an die Shoah einen sakralen Status besitze oder andere Erinnerungen verdränge. Natürlich kann ritualisiertes Erinnern ein Problem darstellen. Zugleich ignoriert die Debatte geflissentlich, dass die Erinnerung an den Holocaust mühsam erkämpft wurde, in Österreich, aber auch in Deutschland. Es dauerte, bis Überlebende und Betroffene endlich als Autoritäten ihrer eigenen Geschichte anerkannt wurden. Diese Perspektive fehlt aktuell vollkommen. Ich finde das umso bedauerlicher, als an dieser Stelle Allianzen hergestellt werden könnten, zwischen den Betroffenen damals und Menschen, die heute um Anerkennung ihrer Geschichte kämpfen. So wie die Debatte derzeit zum Teil geführt wird, werden Betroffene gegeneinander ausgespielt."
Der Link zum Interview in der Rubrik VERGANGENHEIT...

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Der Antisemitismusbericht 2021 des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes (SIG) und der Stiftung gegen Rassimus und Antisemitismus (GRA) zeigt: die Corona-Pandemie hat in der Schweiz nicht nur zu einer starken Polarisierung der Gesellschaft geführt hat, sondern zu einer Zunahme des Antisemitismus. In der realen Welt wie auch online kam es zu mehr Vorfällen. Insbesondere antisemitische Verschwörungstheorien mit Coronabezug haben stark zugenommen. Waren 2020 noch 485 Vorfälle erfasst worden, waren es 2021 806. «Bereits vor der Krise konnten wir eine gewisse Steigerung von antisemitischen Vorfällen beobachten, die Pandemie hat diese Tendenz zusätzlich verstärkt», schreiben Ralph Lewin und Pascal Pernet im Vorwort. Sie sind die Präsidenten des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG) und von der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA), die den Bericht gemeinsam herausgeben. Seit dem Ausbruch von Corona sei die Zahl der Anhänger von Verschwörungstheorien «förmlich explodiert», betonen sie.
Links zum Thema sowie zum Wortlaut des schweizer Antisemitismusbericht in der Rubrik ANTISEMITISMUS.

Ist die Verwendung sogenannter "Judensterne" durch Impfgegner antisemitisch? Impfgegner*innen, die sich auf Corona-Demonstrationen sogenannte "Judensterne" mit dem Wort "Ungeimpft" anheften, verharmlosten zwar den Holocaust – seien aber nicht antisemitisch. Das behauptete kürzlich der Kolumnist Harald Martenstein im "Tagesspiegel". Martenstein hatte als Argument angebracht, die Impfgegner*innen identifizierten sich doch mit den verfolgten Jüdinnen und Juden. Im Interview mit dem SONNTAGSBLATT erklärt Axel Töllner, Beauftragter für christlich-jüdischen Dialog der bayerischen Landeskirche, warum das nichts am antisemitischen Charakter der Verwendung ändert, warum Juden als Kronzeugen für Antisemitismus schon immer eine Rolle spielen und warum auch Philosemitismus mitunter problematisch sein kann: "Judenfeinde berufen sich häufig auf jüdische Kronzeugen".
Der Link zum Interview in der Rubrik ANTISEMITISMUS.

Der «Tagesspiegel» titelte «Bühne für Rechtsaussen» und findet die «Nähe zu den Protagonisten (. . .) problematisch», in der «Welt» ist vom «brisantesten Berlinale-Beitrag» die Rede, das ZDF beobachtet eine «Kontroverse». Worum geht es? Drei Jahre lang hat der Regisseur Simon Brückner die Alternative für Deutschland (AfD) mit der Kamera begleitet. Der so entstandene Dokumentarfilm hatte auf der Berlinale seine Premiere. Entgegen der eingangs zitierten Kritik ist aus dem gesammelten Material "ein unaufgeregtes und differenziertes Porträt der Partei entstanden", meint Andreas Scheiner in der NEUEN ZÜRCHER ZEITUNG und sagt: "Es gibt keine Alternative für diesen Dokumentarfilm."
Der Link zum Beitrag in der Rubrik RECHTRSRADIKALISMUS.

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Das Berliner Neutralitätsgesetz von 2005 ist bundesweit einzigartig. Es verbietet Beamten im Bereich Rechtspflege, Justizvollzug und Polizei sowie Lehrern an öffentlichen Schulen mit Ausnahme von Berufsschulen das Tragen von sichtbaren religiös-weltanschaulichen Symbolen bei der Arbeit. Mehrere Lehrerinnen mit islamischem Kopftuch fühlten sich deswegen diskriminiert und haben vor Gericht erfolgreich eine Entschädigung erstritten. Zur Zeit steht eine höchstrichterliche Entscheidung seitens des Bundesverfassungsgerichtes an. Vor diesem Hintergrund berichtet Susanne Memarnia in der TAZ von einer Grundschulklasse aus Kreuzberg, die gegen das Neutralitätsgesetz protestiert, denn das habe ihnen ihre „wundervolle Lehrerin“ genommen: „Muss nicht um Religion streiten“
Der Link zum Bericht in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

Begonnen hat alles damit, dass jüdische Eltern auf sie zugekommen sind und klagten, ihre Kinder interessierten sich kaum für Chanukka, das jüdische Lichterfest, das zur selben Zeit gefeiert wird wie Weihnachten. Schon gar nicht, wenn es schöne Angebote für christliche Kinder gibt wie Puppenspiele, aber nichts Vergleichbares für jüdische Kinder. Das war der Anstoß für die Kunstpädagogin Shlomit Tripp hr Puppentheater "Bubales" zu gründen - und landete damit einen Riesenerfolg. Und das nicht nur auf jüdischer Seite, sondern auch weit darüber hinaus, denn inzwischen versteht sich das Theater bewußt als interkulturelles und interreligiöses Projekt. Ceyda Nurtsch hat Shlomit Tripp und ihre bunten Puppen getroffen und schildert für QANTARA ihre Eindrücke: "Bunt, jüdisch, interkulturell".
Der Link dazu in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

Mit über 7 Millionen Followern auf Social Media gehört die Journalistin Masih Alinejad zu den prominentesten und gefährdetsten Kritikerinnen des iranischen Mullah-Regimes. Dass sie den Kopftuchzwang in muslimischen Kulturen bekämpft, bringt sie freilich auch mit westlichen Politikern und Feministinnen in Konflikt, wie aus dem Interview mit ihr in der NEUEN ZÜRCHER ZEITUNG hervorgeht. Westlichen Feminisistinnen und Politikerinnen wirft sie gar "Verrat" vor. Zum Kopftuchzwang im Iran sagt sie:
"Das Konzept des Hijab beruht nicht auf einer freien Entscheidung, sondern auf einer religiösen Pflicht und der Geschlechtertrennung. Es gibt familiären Druck, sozialen Druck, emotionalen Druck und vor allem religiösen Druck, der den Frauen sagt, dass sie sich verhüllen müssen, wenn sie nicht in der Hölle schmoren wollen. Wir Frauen in Iran stehen also jeden Morgen vor dem Spiegel – nicht, um so auszusehen, wie wir wollen, sondern um so auszusehen, wie jemand anderes uns haben will, unsere Männer, unsere Väter, die Regierung. Sie nehmen dir deine ganze Würde. Jeden Tag musst du das sichtbarste Symbol einer frauenfeindlichen Ideologie an deinem Körper tragen."
Der Link zum Interview in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

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Auf Anregung des Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe Dr. Ludwig Spaenle hat das Haus der Bayerischen Geschichte (HdBG) 2021 anlässlich des Gedenkjahrs "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" ein Internetprojekt zur Geschichte jüdischer Orte in Bayern begonnen. Das Projekt bündelt die schon vorhandenen Projekte des HdBG zu den jüdischen Friedhöfen und zu den Denkmälern und Gedenktafeln für jüdische Soldaten des Ersten Weltkriegs. Darüber hinaus werden jetzt die ehemaligen und noch bestehenden jüdischen Gemeinden und Synagogen in Bayern in Text und Bild vorgestellt. Im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg ist jetzt das digitale Portal "Jüdisches Leben in Bayern" freigeschaltet worden, wie der BAYRISCHE RUNDFUNK berichtet. Und das SONNTAGSBLATT hat mit dem Projektleiter Wolfgang Jahn gesprochen: "Neues Online-Portal mit Porträts jüdischer Gemeinden in Bayern vorgestellt".
Die Links zum Thema in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Fast exakt vor 80 Jahren in der Nacht vom 22. auf den 23. Februar 1942 kapitulieren Stefan Zweig und seine Frau Lotte im brasilianischen Exil vor den Schrecken des Krieges und der Angst vor den Nazis. Im winzigen, vielleicht zehn Quadratmeter großen Schlafzimmer des Hauses nahmen sich die Beiden das Leben. Am 23. Februar 1942 wurden ihre Körper auf den zwei schmalen Liegen gefunden. Oliver Noffke und Thomas Milz waren für JÜDISCHE ALLGEMEINE WOCHENZEITUNG und NEUE ZÜRCHER ZEITUNG vor Ort in Brasilien und erinnern an den jüdischen Romancier Stefan Zweig und dessen Schicksal. Und in der schweizer-jüdischen Wochenzeitung TACHLES gibt Martin Dreyfus eine "Anleitung zur Lektüre" des Werks von Stefan Zweig, das bis heute bewegt und "wieder relevanter" wird: "Das Gewissen gegen die Gewalt".
Die Links zum Thema in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Der erste Marathonlauf der Geschichte wird bekanntermaßen auf eine alte griechische Legende zurückgeführt, der zufolge ein Läufer nach der Schlacht um das Dorf Marathon (490 v.d.Z.) circa 40 Kilometer nach Athen lief, um den Sieg der Athener zu verkünden. Der Legende nach ist der Läufer gleich nach dem Verkünden der Botschaft tot zusammengebrochen. Doch laut dem israelischen Athleten und Mitbegründer der Maccabi World Union, Yosef Yekutieli (1897–1982), wird der erste Marathonlauf der Geschichte schon im Tanach, der Hebräischen Bibel, erwähnt: »Da lief ein Mann von Benjamin aus dem Heerlager und kam am selben Tage nach Schilo und hatte seine Kleider zerrissen und Erde auf sein Haupt gestreut (1. Buch Schmuel 4,12). Vor diesem Hintergrund ist Dovid Gernetz, angehender Rabbiner am Jerusalem Kollel, den biblischen und talmudischen Quellen sportlicher Betätigungen auf den Grund gegangen und schildert seine Ergebnisse in einem Beitrag für die JDÜISCHE ALLGEMEINE WOCHENZEITUNG: "Wo fand der erste Lauf der Geschichte statt – und welche Rolle spielt Fitness im Judentum?"
Der Link dazu in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

»Dieses Buch ist ein Wunder - berührend, faszinierend und raffiniert!«, meinte Amos Oz nach Lektüre des Romans "Das Haus auf dem Wasser" der israelischen Autorin Emuna Elon, der nun auf Deutsch vorliegt. Elon erzählt die bewegende Geschichte des israelischen Schriftstellers Joel Bloom, der während einer Lesereise in Amsterdam in einem Holocaust-Museum plötzlich ein altes Familienfoto entdeckt: Er erkennt seinen Vater, seine Schwester und seine Mutter. In ihrem Armenhält sie ein Baby, das ihm jedoch kein bisschen ähnlich sieht. Joel begibt sich sofort auf eine Spurensuche zwischen Amsterdam und Tel Aviv. Je tiefer er in die Familienvergangenheit eintaucht, desto dringlicher wird die Frage, die ihn schon lange verfolgt: Wer bin ich? Katharina Höftmann Ciobotaru stellt den Roman und seine Autorin für die JÜDISCHE ALLGEMEINE WOCHENZEITUNG näher vor: "Über großen Wassern".
Der Link zum Beitrag in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

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Die russische Eskalation im Ukraine-Konflikt stellt das Zusammenleben in Europa, wie es über die vergangenen drei Jahrzehnte gewachsen ist, radikal in Frage. Das betrifft natürlich in erster Linie die existenziellen Fragen von Krieg und Frieden, Leben und Tod, humanitärer Not. Betroffen ist freilich auch das Verhältnis der getrennten christlichen Kirchen in der Ukraine. Was genau das bedeutet, beleuchtet Alexander Brüggemann in einem Beitrag für DOMRADIO: "Moskau, Rom und Konstantinopel"
Der Link zum Beitrag in der Rubrik CHRISTLICHE WELT.

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Die ersten Querdenker gab es bereits vor 100 Jahren, rund um die sogenannten "Inflationsheiligen". Auch sie waren Impfgegner und Demokratieskeptiker. Während der Corona-Pandemie sind neue Querdenker aufgetaucht. Der Kulturwissenschaftler Steffen Greiner hat eine Geistesgeschichte sozialanarchistischer Strömungen von rechts geschrieben und beleuchtet dabei die historischen Parallelen und Unterschiede. Angela Gutzeit stellt sein Buch „Die Diktatur der Wahrheit. Eine Zeitreise zu den ersten Querdenkern“ im DEUTSCHLANDRADIO näher vor: "Die lange Tradition des Querdenkens".
Der Link zur Buchvorstellung in der Rubrik ONLINE-REZENSIONEN.

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Am 22. Februar 1943 wurde die erst 21-jährige Sophie Scholl hingerichtet. Sophie Scholl hatte mit ihrem Bruder Hans und ihren Freunden von der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" mit Flugblättern zum Widerstand gegen die Nazis aufgerufen. Im Vorfeld ihrer Arbeit am Spielfilm "Sophie Scholl - Die letzten Tage" im Jahre 2005 beauftragten Regisseur Marc Rothemund und Drehbuchautor Fred Breinersdorfer den Publizisten Ulrich Chaussy mit der Recherche der historischen Fakten für den Kinofilm. Chaussy hatte sich bereits seit langen Jahren mit der "Weißen Rose" befasst. Dann aber entdeckte er neue Zeitzeugen und trug Fotos und Dokumente zusammen, die teilweise noch unveröffentlicht waren. Dieses exklusive Material haben Ulrich Chaussy und die Regisseurin Marieke Schroeder ebenfalls im Jahre 2005 zu einem einzigartigen Dokumentarfilm verarbeitet und durch weitere, eigens für die Dokumentation geführte Interviews ergänzt. Heute Abend wird der Dokumentarfilm im Fernsehen ausgestrahlt: "Sophie Scholl - Allen Gewalten zum Trotz..."
Mehr dazu in den FERNSEH-TIPPS.

Dies alles und noch viel mehr wie üblich direkt verlinkt, ergänzt von aktuellen FERNSEH-TIPPS sowie einschlägigen ONLINE-REZENSIONEN im heutigen COMPASS.


Einen angenehmen Tag wünscht


Dr. Christoph Münz

COMPASS

redaktion@compass-infodienst.de

(Editorial zusammengestellt unter Verwendung des Teasermaterials der erwähnten Artikel)



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