Deutsche Bibliothek ISSN 1612-7331
19.05.2020 - Nr. 1899

Blondi und Muschel: "Tiere im Nationalsozialismus"



Unter Anklage

[JÜDISCHE ALLGEMEINE WOCHENZEITUNG]
Von Julian Feldmann | Der Prozess gegen einen KZ-Wärter geht trotz Corona-Krise weiter...

So begann der Luftkrieg gegen Deutschlands Städte wirklich



Von Sven Felix Kellerhoff | Das „moral bombing“ der Royal Air Force soll mit dem Angriff auf Mönchengladbach am 12. Mai 1940 begonnen haben, sagen Revisionisten. Die Realität war anders: Die ersten deutschen Zivilisten fielen deutschen Flugzeugen zum Opfer...

Warum die Nazis noch 522 Stunden lang Reichsregierung spielten



Von Sven Felix Kellerhoff | Hitlers Nachfolger Karl Dönitz etablierte im Mai 1945 seine Regierung in Flensburg. Die Alliierten ließen die „groteske Komödie“ gewähren. Doch der NS-Großadmiral gab nicht nur den hilflosen Konkursverwalter...

Zehn Tage im Mai



Von Nikolas Lelle | Die ersten Maitage 1933 hatte die NSDAP genutzt, um ihre Macht zu festigen und die Deutschen als Volksgemeinschaft zu inszenieren...

„Gott gnade Deutschland!“



Heinrich Klüglein hatte als Wehrmachtssoldat den Zweiten Weltkrieg von Anfang an miterlebt und seine Eindrücke in Tagebuchnotizen und Briefen an seine Frau Grete festgehalten. Dokumente, die Kriegsgeschichte aus erster Hand vermitteln - und Zeugnis von der Massenerschießung von Juden ablegen...

Die Parolen im ehemaligen Konzentrationslager Melk

[DER STANDARD (Österreich)]
Von Thomas Keplinger | In der Melker Pionierkaserne sind Beschriftungen des ehemaligen Konzentrationslagers und der unmittelbaren Nachkriegszeit erhalten geblieben...

Steirischer Widerstand gegen das NS-Regime



Von Doris Griesser | Angehende Architekten der TU Graz gestalteten eine Ausstellung über den Widerstand gegen den Nationalsozialismus...

Neue Gedenktafel für mutige Briten in der NS-Zeit

[DER TAGESSPIEGEL]
Von Elisabeth Binder | Vor der Britischen Botschaft hängt eine neue Plakatte. Sie ehrt Konsularbeamte, die sich im Nationalsozialismus selbst in Gefahr brachten, um andere zu retten...

Menschen, die nur zugesehen haben, als die Nazi-Verbrechen ihren Lauf nahmen



Von Peter Kurz | Die Ausstellung „Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“ sollte eigentlich am 23. März starten. Dann kam die Corona-Pandemie dazwischen. Nun besteht, nach der Wiederöffnung der Mahn- und Gedenkstätte, immerhin noch bis zum 21. Juni Gelegenheit, die eindrucksvollen Bilder aus dem Holocaust Memorial in Washington in Düsseldorf zu sehen...

Vor 75 Jahren endete Oskar Schindlers Flucht



Berühmt wurde er durch den Film „Schindlers Liste" von Steven Spielberg: Oskar Schindler rettete zur Zeit des Nationalsozialismus vielen Juden das Leben. Am Ende des Krieges floh er vor den Alliierten. Am kommenden Samstag, vor 75 Jahren, endete seine Flucht in der Schweiz...

Ausstellung in Ottobeuren dokumentiert Schicksal eines jungen NS-Opfers



Von Ralph Schick | Mit großformatigen Drucken zeigt das Klostermuseum der Benediktinerabtei in Ottobeuren ab dem 17. Mai eine Wanderausstellung über das Schicksal eines in Auschwitz ermordeten fünfjährigen Mädchens...




Katzen waren für die Nationalsozialisten «die Juden unter den Tieren»



Von Oliver Pfohlmann | Im «Dritten Reich» galt ein fortschrittliches Tierschutzgesetz, und Hunde, Wölfe oder Pferde waren hochgeschätzt. Doch hinter der angeblichen Tierliebe steckte der nationalsozialistische Rassenwahn...

Blondi und Muschel: "Tiere im Nationalsozialismus"



Von Sibylle Peine | Treue Hunde, "jüdische" Katzen und schädliche Schmarotzer. Für die Nazis waren auch die Tiere Teil ihrer kruden Ideologie...

Tiere in der Volksgemeinschaft



Von Till Schmidt | Hitlers angebliche Hundeliebe und sein Vegetarismus gehören fest zum Repertoire der deutschen Anekdoten über den Nationalsozialismus. In der Geschichtsschreibung jedoch stellt die Rolle der Tiere im »Dritten Reich« einen bisher vernachlässigten Aspekt dar...




Ausstellung "Vergessene Opfer der NS-Euthanasie" in Ratingen

Die Schau befasst sich mit der Ermordung schlesischer Anstaltspatienten zwischen 1940 und 1945.

Ratingen - "Vergessene Opfer der NS-Euthanasie" lautet der Titel einer Ausstellung, die seit Sonntag im Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen bei Düsseldorf zu sehen ist. Die zunächst nicht terminierte Schau erinnert 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs an die Die Ermordung schlesischer Anstaltspatienten durch die Nationalsozialisten zwischen 1940 und 1945. Besucher müssen sich an die Corona-Hygienebestimmungen halten und insbesondere den Mindestabstand einhalten sowie  einen Mund-Nase-Schutz tragen.
 
Vor nunmehr 81 Jahren schuf Adolf Hitler mit dem sogenannten "Euthanasie"-Erlass die rechtliche Grundlage für die systematische Ausrottung "lebensunwerten Lebens" im Sinn der NS-Rassenideologie. Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung, Kranke und Schwache, besonders auch Kinder und Säuglinge wurden als für die Gesellschaft schädlich angesehen.
 
Aus der preußischen Provinz Schlesien wurden allein zwischen April und September 1941 über 2.600 psychiatrische Patienten aus Heil- und Pflegeanstalten nach Sachsen verlegt. Sie sollten im Rahmen der NS-"Euthanasie" in der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein ermordet werden. In einem auf zwei Jahre angelegten Projekt erarbeitete die Stiftung Sächsischen Gedenkstätten/Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein die Ausstellung,  die das Thema erstmals zeigt. Auf 21 Tafeln in deutscher und polnischer Sprache werden die mörderischen Auswirkungen dargestellt.
 
Alleine 1.575 der psychiatrischen Patienten wurden 1941 in der Gaskammer ermordet. Mehrere hundert Menschen starben bis Kriegsende 1945 in sächsischen Heil- und Pflegeanstalten an Hunger, Vernachlässigung oder überdosierten Medikamenten. In Breslau und Loben wurden Kinder und Jugendliche, die "als nicht entwicklungsfähig" galten, von Ärzten getötet. In den Konzentrationslagern Auschwitz und Groß-Rosen wurden arbeitsunfähige Häftlinge selektiert und in Tötungsanstalten ermordet.
 
Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
 
Internet:
www.oslm.de

(COPYRIGHT: Andreas Rehnolt,
Microtext-Journalistenbüro)




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