Deutsche Bibliothek ISSN 1612-7331
17.10.2019 - Nr. 1862

Wegbereiter des Reformjudentums



»Mit Gottes Hilfe kann es gelingen«



Von Peter Bollag | Bei den Parlamentswahlen am 20. Oktober kandidiert in Zürich auch der orthodoxe Wirtschaftsprüfer Anthony Goldstein...

Wieder zu Hause



Von Ulrike Gräfin von Hoensbroech | Der Amsterdamer Machsor kehrt an seinen Ursprungsort zurück...

190 Jahre im Ruhrgebiet

[JÜDISCHE ALLGMEEINE WOCHENZEITUNG]
Von Ulrich Nickel | Recklinghausen: Gemeinde und Stadt feierten ein ungewöhnliches Jubiläum... 

Jüdisches Museum Franken: 20. Geburtstag in schwierigen Zeiten



Das Jüdische Museum Franken hat gestern Abend seinen 20. Geburtstag mit einem großen Festakt gefeiert. Dabei richtete sich der Blick auch auf den Terrorakt auf eine jüdische Synagoge in Halle...

Die Geschichte der Chausseestraße 131



Von Holger Schmale | Über das Schicksal der jüdischen Hausbesitzer und Umbrüche in den Neunzigerjahren...

Auf der Baustelle des neuen Kindermuseums des Jüdischen Museums



Von Thomas Frey | Alan Maskin arbeitete einst als Lehrer. Es ist anzunehmen, dass er dort ähnlich engagiert und begeisterungsfähig auftrat wie in seiner jetzigen Profession als Architekt und Designer...




"Ich bin heute hier, um eine Frau zu ehren, die sich verdient gemacht hat um unser Land"

[BUNDESREGIERUNG.de]
Von Frank-Walter Steinmeier | Rede von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier bei der Verleihung der Ernst Ludwig Ehrlich Medaille an Charlotte Knobloch am 10. Oktober 2019 in Berlin...

Keinen Millimeter zurück



Von Dinah Riese | Am Tag nach dem Halle-Attentat feiert das Studienwerk der jüdischen Gemeinschaft sein Jubiläum. Beim Festakt wird klar: Hier resigniert niemand...

Jubiläum bei Studienwerk: Antisemitismus empört Steinmeier



Anlässlich des Jubiläums des jüdischen Studentwerks findet Bundespräsident Steinmeier beim Festakt deutliche Worte: Wer auch nur einen Funken Verständnis für Rechtsextrimismus aufbringe, mache sich mitschuldig...

„Ich bin es leid, dass Rechtsextremismus offen das Wort geredet wird“



Von Rolf Brockschmidt | Bei einer Ehrung im Jüdischen Museum in Berlin findet der Bundespräsident klare Worte zum Terror von Halle. Ausgezeichnet wurde Charlotte Knobloch...

Steinmeier verurteilt Halle-Attentat

[JÜDISCHE ALLGEMEINE WOCHENZEITUNG]
»Mich erfüllt Trauer über die Toten«, sagt der Bundespräsident beim Jubiläum des jüdischen Studienwerks...




"Ich möchte meine Religionsfreiheit ausleben können, ohne um mein Leben zu fürchten"



Von Jan Petter | Der Anschlag von Halle lastet auch auf dem Beginn des Laubhüttenfests Sukkot. Doch in Hamburg versucht die Gemeinde, sich davon nicht abhalten zu lassen - ein Besuch im Hinterhof des Rabbiners im Grindelviertel...

Mit mulmigem Gefühl in die Synagoge



Von Agnes Schönberger | Der Publizist Weinberger und die jüdische Gemeinde in Offenbach registrieren nach Anschlag in Halle eine „Trotzdem-Haltung“ in der Stadt. In der Vergangenheit...

Auf der Suche nach der eigenen Identität



Von Andreas Pehl und Henrik Oerding | In eine jüdische Familie geboren, zum tschechischen Staatsbürger geworden, eine katholische Frau geheiratet, in Theresienstadt interniert, nach Deutschland ausgewandert, als Sudetendeutscher geehrt: Der Komponist Hans Winterberg kämpfte zeitlebens mit seiner Nationalität und Identität...

«Die Thora ist unsere Thora»



Dorit Grant Kohn hat langjährige Unterrichtserfahrung, im Gespräch mit tachles erklärt die Politologin und Frau des Berner Rabbiners, wie sie in der Jüdischen Gemeinde Bern das Interesse bei Frauen an religiösen Fragen wecken will. Interview...

Ungewisse jüdische Zukunft



Von Cnaan Liphshiz | Nizza ist die jüdische Metropole im Süden Frankreichs mit 20?000 jüdischen Einwohnern – doch Antisemitismus, Terror und finanzielle Probleme hinterlassen Spuren in der Gemeinde...

»Es gibt so viel zu lernen«



Die ehemalige Redenschreiberin Michelle Obamas über jüdische Texte, Tradition und Sukkot. Interview...

Wegbereiter des Reformjudentums



Von Gundula Madeleine Tegtmeyer | In der Harzvorstadt Seesen gründete Israel Jacobson im 19. Jahrhundert eine erste interreligiöse Schule und den berühmten Jacobstempel...

Mut zur Ungewissheit



Von Rabbiner Jonathan Sacks | Das Laubhüttenfest zeigt: Nichts ist selbstverständlich – weder Wohlstand noch Freiheit...




Einweihung des Arie-Goral-Platzes im Grindelviertel

16. Oktober 2019 Neuer Straßenname erinnert künftig an den jüdischen Maler, Dichter, Publizisten und Friedensaktivisten Arie Goral.

Anlässlich des 110. Geburtstags von Arie Goral enthüllt Staatsrätin Jana Schiedek heute Nachmittag gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Arie-Goral-Gesellschaft, Michael K. Nathan, und der Witwe von Arie Goral, Eva Sternheim-Peters, das neue Straßenschild und spricht bei der anschließenden Feierstunde zu Ehren Gorals im Jüdischen Salon.

Jana Schiedek, Staatsrätin für Kultur und Medien: „Die Stadt Hamburg hat Arie Goral viel zu verdanken. Ohne den streitbaren jüdischen Intellektuellen gäbe es auf dem Rathausmarkt kein Heinrich-Heine-Denkmal und die Staats- und Universitätsbibliothek würde nicht den Namen Carl von Ossietzkys tragen. Dass es nun einen Arie-Goral-Platz mitten im Herzen des Grindelviertels gibt, ist für uns alle gerade heute eine gute Nachricht. Der Arie-Goral-Platz soll uns jeden Tag daran erinnern, dass wir im Geiste seines Namensgebers handeln müssen: Wir sind gefordert, jedem Anflug von Antisemitismus und Rechtsextremismus die Stirn zu bieten.“

Michael K. Nathan, Vorsitzender der Arie-Goral-Gesellschaft: „Arie Goral, den ich seit meiner frühen Kindheit in Palästina und später in Israel kannte, war nicht nur für mich ein Wegbereiter, der mich schon 1948 im Kindermalstudio, in Rechovot Israel, in die Kunst sowie in seine Friedensliebe einführte. Ich verdanke ihm viel. Daher bin ich dem Senat der Freien und Hansestadt auch persönlich sehr dankbar, dass jetzt dieser kleine Platz im ehemaligen jüdischen Grindelviertel seinen Namen trägt.“

Der jüdische Maler, Dichter, Publizist und Friedensaktivist Arie Goral wurde als Walter Lovis Sternheim am 16. Oktober 1909 in Rheda geboren und wuchs in Hamburg-Hamm auf. Sein Onkel war der Hamburger Senator Max Mendel. Arie Goral konnte nach der Machtübernahme des NS-Regimes über Frankreich nach Palästina emigrieren, wo er in einem Kibbuz arbeitete. In Israel leitete er eine Malschule für Kinder. Die dort entstandenen Bilder wurden auf Vermittlung Erich Kästners in München und später auch in Hamburg ausgestellt. Arie Gorals gesamte Familie wurde im Holocaust ermordet. Anfang der 1950er-Jahre kam er zurück nach Deutschland und hat das kulturelle und politische Leben Hamburgs ganz wesentlich mitgestaltet. Er hat sich als „Chronist des Grindelviertels“ einen Namen gemacht und sich für die Errichtung des Heinrich-Heine-Denkmals auf dem Rathausmarkt sowie für die Benennung der Staats- und Universitätsbibliothek nach Carl von Ossietzky stark gemacht. Zeit seines Lebens engagierte sich Arie Goral für die Aufarbeitung der NS-Verbrechen und gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus. 1982 erhielt er die Senator-Biermann-Ratjen-Medaille.

(Quelle: Stadt Hamburg)




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