Deutsche Bibliothek ISSN 1612-7331
13.12.2011 - Nr. 1308


ONLINE-EXTRA Nr. 154

Dezember 2011

Lange Zeit war sein Werk fast vergessen, nur kleinen Kreisen sagte der Name Franz Rosenzweig noch etwas. Einen ersten Anstoß zur erneuten Wahrnehmung des in Kassel geborenen und aufgewachsenen Vertreters deutsch-jüdischen Geistes gab der erste internationale Rosenzweig Kongress in Kassel 1986. 25 Jahre danach ist just vor wenigen Tagen ein inhaltlich umfassendes, äußerst sorgfältig editiertes und mit beeeindruckenden Fotografien und Bildern ausgestattetes Buch im Kassler euregioverlag erschienen, das einen hervorragenden Ein- und Überblick in das Leben und Werk Franz Rosenzweigs vermittelt: "Franz Rosenzweig - Religionsphilosoph aus Kassel".

Der von der Literaturwissenschaftlerin Eva Schulz-Jander und dem Philsophen Wolfdietrich Schmied-Kowarzik herausgegebene Sammelband informiert aus der Sicht unterschiedlicher Fachdisziplinen über den jüdischen Religionsphilosophen, der zu seiner Zeit eine Erneuerung des Judentums in der Moderne in den Mittelpunkt seines Denkens und Lebens stellte. Er verzichtete auf eine Universitätskarriere, um mit der Gründung des Freien Jüdischen Lehrhauses in Frankfurt und der Arbeit an der Neuübersetzung der Bibel – gemeinsam mit Martin Buber – diese Erneuerung voranzutreiben. Bis heute wird jährlich die nach Rosenzweig benannte Buber-Rosenzweig-Medaille durch den Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit an Personen verliehen, die sich besonders für den christlich-jüdischen Dialog einsetzen.

COMPASS freut sich, Ihnen heute aus diesem sehr empfehlenswerten Band die Einleitung der beiden Herausgeber, die einen guten Überblick zum Aufbau und Inhalt des Bandes gibt, sowie einen der zentralen Beiträge, nämlich den von Stefan Schreiner über "Martin Buber, Franz Rosenzweig und die Verdeutschung der Schrift", nachfolgend präsentieren zu können. Mögen diese Beiträge Sie animieren, nach diesem bemerkenswerten Band zu greifen, dessen Lektüre für jeden ein Gewinn darstellt, der an deutsch-jüdischer Geistesgeschichte oder am christlich-jüdischen Dialog interessiert ist.

COMPASS dankt Herausgebern, Autor und Verlag für die Genehmigung zur Online-Wiedergabe der Texte an dieser Stelle!

Hier finden Sie ONLINE-EXTRA Nr. 154:
Online-Extra Nr. 154

© 2011 Copyright bei Herausgebern, Autor und Verlag
online exklusiv für ONLINE-EXTRA




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