Deutsche Bibliothek ISSN 1612-7331
28.11.2011 - Nr. 1303

"Wenn jemals einer die Todesstrafe verdient hat, dann Adolf Eichmann"



Hakenkreuz-Glocke spaltet norddeutsche Halbinsel

[DIE WELT]
Von Jana Werner | Der Gemeinderat in Tümlauer-Koog hat eine Glocke mit Hakenkreuz entfernen lassen. Auf einem Infoschild direkt nebenan stand: "Seit 1933 herrscht die NSDAP"... 

Görings Glocke



Von Björn Hengst | Eine Glocke mit Hakenkreuzen zu Ehren Hermann Görings, dazu ein unkritischer Erklärtext: Im nordfriesischen Tümlauer-Koog fand man es jahrelang normal, dass dieses Denkmal auf dem Platz für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs steht. Jetzt greift Ministerpräsident Carstensen ein... 




Wiedergeboren in Buchenwald



Von Cornelia Geissler | „Der Diplomat“: Ein Filmporträt über die bewegende Geschichte des Stéphane Hessel... 

Intrigen im Einsatz für NS-Opfer?



Von Kristian Frigelj | Ein Jurist, der Getto-Überlebenden zu ihrem Recht verhalf, beklagt Mobbing von Kollegen. Justizminister Kutschaty kann einzelne Vorwürfe nicht klar zurückweisen. Die CDU fordert Aufklärung... 

Von da und dort - Überlebende aus Osteuropa



Juden 45/90. Eine zweiteilige Ausstellungsreihe im Jüdischen Museum München vom 30. November 2011 bis zum 17. Juni 2012 ...

Ein schwuler Jude überlebt das KZ



Von Angelo Algieri | "Vielleicht hat der Wunsch nach Erbsensuppe mich gerettet", so erklärt Walter Guttmann seinen unbändigen Lebenswillen, als er im Konzentrationslager Bergen-Belsen interniert war und in den letzten Monaten vor der Befreiung 1945 hungern musste...  

Erziehungslagerdenken



Von Christa Zöchling | In Wiener Heimen wurden Kinder mit Nazi-Methoden gequält. Ehemalige NS-Pädagogen machten auch nach 1945 in der Jugendwohlfahrt Karriere... 




Adolf Eichmann: Die Karriere eines Henkers



Von Irene Zöch | Vor 50 Jahren wurde der NS-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann, der jahrelang unbehelligt in Argentinien gelebt hatte, in Jerusalem zum Tode verurteilt... 

"Wenn jemals einer die Todesstrafe verdient hat, dann Adolf Eichmann"



Gabriel Bach, vor 50 Jahren stellvertretender Ankläger im Prozess gegen NS-Kriegsverbrecher Eichmann, lässt das Verfahren noch einmal Revue passieren. Interview ... 




Evangelische Widerstandskämpferin geehrt

Elisabeth Schmitz begab sich in Lebensgefahr, um jüdischen Menschen während des Holocaust zu helfen. Nun wurde die mutige Christin von der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem geehrt.

Kürzlich wurde die Christin und Lehrerin Elisabeth Schmitz (1893-1977) für ihren Dienst am jüdischen Volk als «Gerechte unter den Völkern» geehrt. Die evangelische Widerstandskämpferin schrieb bereits 1935 in der Schrift «Zur Lage der deutschen Nichtarier» über die Not der Juden und die Unterdrückung, die durch Ämter erfolgte und Nachbarn, Kollegen, Geschäftspartner oder Lehrer.

Sie appellierte an die evangelische Kirche, diese müsse für die Juden einstehen. Sie ging mit einem mutigen Beispiel voran und versteckte in ihrer eigenen Wohnung mehreren verfolgte Jüdinnen und Juden. Schmitz gehörte der Bekennenden Kirche an, die sich gegen eine Gleichschaltung mit dem Nationalsozialismus stellte. Schmitz starb am 10. September 1977 mit 84 Jahren.

«Gerechte unter den Völkern» ist ein Titel, der in Israel an Menschen verliehen wird, die während der Nazizeit ihr Leben einsetzten, um Juden vor dem Holocaust zu retten. Für jeden Retter wird in der «Allee der Gerechten unter den Völkern» ein Baum gepflanzt und so säumen zahlreiche Bäume den Eingang zur «Yad Vashem»-Gedenkstätte. Zu den von «Yad Vashem» geehrten gehören unter anderem 6‘195 Polen, 476 Deutsche, 88 Österreicher und 45 Schweizer.

(Quelle: jesus.ch, Schweiz)




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