Editorial![]()
Guten Tag!
Zwei Reportagen, die mit unterschiedlichem Akzent die Problematik der Visa-Vergabe in Israel an palästinensische bzw. ausländische Personen verdeutlichen: In der BERLINER ZEITUNG schildert Inge Günther, dass viele der im Westjordanland lebenden Ausländern, die mit Palästinensern verheirate sind, entegen bisherigem Brauch nun kein Visa mehr von Israel erhalten. Die Folge: "Zerrissene Familienbande", wie der Titel ihrer Reportage lautet.
Und auf den Seiten von ZDF HEUTE berichtet Malte Borowiack über den Fall einer 29-jährigen Palästinenserin, die trotz Doktorandenstipendium nicht an die Hebräische Universität in Jerusalem darf. Palästinenser in ihrem Alter gelten nämlich als Sicherheitsrisiko. Der Oberste Gerichtshof verhandelt jetzt ihren Fall - mit Aussicht auf Erfolg, wie Beobachter und Unterstützer der Studentin meinen.
Die Links zu den beiden Reportagen in der Rubrik ISRAEL UND NAHOST HINTERGRUND.
Der anglikanische Friedensaktivist Paul Oesterreicher ist der Ansicht, dass es den Deutschen aus "sehr verständlichen Gründen" schwer fällt, Israels Politik zu kritisieren. Man habe Angst vor dem Vorwurf des Antisemitismus. Der Antisemitismus heute werde jedoch "gezeugt durch die Politik Israels", meint er in einem Interview mit dem DEUTSCHLANDRADIO, in dem er nicht mit markig-barschen Worten in Richtung Israel geizt: "Viele Juden schämen sich Israels"
Der Link zum Interview in der Rubrik ISRAEL, DEUTSCHLAND, EUROPA UND DIE WELT.
Die Kinder der Nationalsozialisten wollten meist gar nicht so genau wissen, wie sich ihre Eltern während des NS-Regimes verhalten haben. Ein Befund, der nicht nur für Deutschland, sondern ebenso für Österreich galt. Eine neue Studie untersuchte nun den Umgang dieser Generation mit dem "schrecklichen Familiengeheimnis". Das österreichische Magazin PROFIL stellt Studie und Hintergrund vor.
Der Link dazu in der Rubrik VERGANGENHEIT...
Bahnchef Mehdorn will verhindern, dass die Ausstellung "11.000 jüdische Kinder. Mit der Reichsbahn in den Tod" auf deutschen Bahnhöfen gezeigt wird. Seine Position und sein Streit diesbzüglich mit Beate Klarsfeld ist schon mehrfach durch die Medien gegangen. Nun aber hat Verkehrsminister Tiefensee im Interview mit der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG erklärt, weshalb er die Schau genau dort, in den Bahnhöfen, zeigen möchte.
Der Link zum Interview in der Rubrik VERGANGENHEIT...
Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch zog gestern Parallelen zu der Zeit des Erstarkens des Nationalsozialismus. Im Zusammenhang mit den Überfällen in der letzten Zeit sagte sie: "Antisemitische und rechtsradikale Attacken haben eine Offensichtlichkeit und Aggressivität erreicht, die an die Zeit nach 1933 erinnert." Die Vorkommnisse verdeutlichten, dass Rechtsextremismus und Antisemitismus in einigen Gesellschaftsschichten fest verankert seien. Wer weiterhin von bedauerlichen Einzelfällen spreche, verharmlose eine Gefahr für die gesamte Gesellschaft.
Links zu mehreren Berichten über die Pressekonferenz (die sie gemeinsam u.a. mit dem Verein "Gesicht Zeigen" durchführte) sowie zu einem Interview mit Charlotte Knobloch im KÖLNER STADTANZEIGER gibt es in der Rubrik ANTISEMITISMUS.
»Erneut sollen in Deutschland Juden missioniert werden«, empört sich Ruth Röcher von der Chemnitzer Jüdischen Gemeinde. Dort liegt man aktuell im Konflikt mit messianischen Juden (Juden, die sich zu Jesus Christus als dem Messias bekennen) und ihrer Wortführerin Mila Tsilija-Podolska. Die füllige Frau mit den pechschwarzen hochgesteckten Haaren nennt sich Pastorin und steht der Gemeinde messianischer Juden »Neuer Wein« vor. Räumlichkeiten für ihren "Neuen Wein" fand sie in einem Haus der Evangelischen Allianz, dem Zusammenschluss evangelikaler Kirchen, die schon immer den messianischen Juden mit Sympathie begegneten. In der sächsischen Landeskirche hingegen wird in diesem Konflikt eher Partei für die Jüdische Gemeinde ergriffen. Pfarrerin Dorothee Lücke, Leiterin des Evangelischen Forums, etwa meint, es handle sich hier keineswegs um eine »Einzelerscheinung.« Eine zunehmend »aggressive Missionierung« sei in ganz Deutschland zu beobachten. Andre Paul berichtet für den SONNTAG, der evangelischen Wochenzeitung für die ev.-luth. Landeskirche Sachsens, über den Konflikt in Chemnitz.
Der Link zum Bericht in der Rubrik CHRISTLICH-JÜDISCHER DIALOG.
Daniel Alter gehört zu den ersten drei Rabbinern, die seit der Shoa in Deutschland ordiniert wurden. Seit September wirkt er in Oldenburg und Delmenhorst. Im Gespräch mit der TAZ erzählt er über eine Begegnung in Yad Vashem, das Syndrom der zweiten Generation und die Frage: Kippa oder Baseballcap?
Der Link zum Interview in der Rubrik JÜDISCHE WELT.
Versöhnung über die Grenzen der Religionen und damit für die Welt - danach zu streben ist nach der Ansicht von Ernst Cramer, dem Vorsitzenden der Axel-Springer-Stiftung und selbst Jude, Aufgabe auch des neuen Jüdischen Gemeinde- und Kulturzentrums „Shalom Europa” in Würzburg, zu dessen Einweihung er am 23. Oktober 2006 den Festvortrag hielt. HAGALIL referiert die Rede Cramers. und die NETZEITUNG berichtet von der feierlichen Eröffnung des neuen Zentrums.
Die Links dazu in der Rubrik JÜDISCHE WELT.
Die ostdeutsche Stadt Bützow will sich um jüdische Einwohner bemühen – so steht es im Entwicklungskonzept, das die Stadtvertreter beschlossen haben. Zu diesem Zweck kamen sie auf eine ungewöhnliche Idee: Eine Jüdische Gemeinde, die in Bützow anzusiedeln wäre, könnte den Einwohner-Schwund kompensieren. Die BÜTZOWER ZEITUNG sprach mit Prof. Julius Schoeps, Direktor des Moses-Mendelssohn-Zentrums und Lehrstuhlinhaber für jüdische Geschichte in Potsdam, über das Vorhaben.
Der Link zum Interview in der Rubrik JÜDISCHE WELT.
Abchließend der Hinweis, dass heute Abend eine Dokumentation über das Massaker von Sabra und Shatila im Fernsehen zu sehen ist. Das ungewöhnliche an der Dokumentation: Es kommen nahezu ausschließlich "Täter" zu Wort. Das macht deutlich, dass es der Dokumentation nicht vordringlich um eine Aufarbeitung des Massakers von Sabra und Shatila geht, sondern eher um eine exemplarische Spurensuche, die erhellen will, was Menschen dazu bewegt und befähígt, grausamste Brutalität an den Tag zu legen und in einen Blutrausch zu geraten.
Mehr dazu in den FERNSEH-TIPPS.
Einen angenehmen Tag wünscht
Christoph Münz
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