ACHTUNG:
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Israelische Polizisten haben am Montag in dem auch nach israelischem Recht illegalen Siedlungs-Aussenposten Havat Gilad in der Nähe von Nablus mehrere Bauten zerstört. Bei der Räumungsaktion kam es zu Zusammenstössen zwischen der Polizei und militanten jüdischen Siedlern. Die Räumung deutet darauf hin, dass Israels Regierung ihre Siedlungspolitik überdenkt und knüpft an eine Erklärung von Ministerpräsident Netanyahu auf einem Parteitag an, wo er einräumte, dass der internationale Druck gegen Israel in Sachen Siedlungspolitik nicht länger mehr ignoriert werden könne, wie George Szpiro in seiner Reportage in der NEUEN ZÜRCHER ZEITUNG berichtet: "Israels Regierung überdenkt ihre Siedlungspolitik".
Der Link dazu in der Rubrik ISRAEL UND NAHOST AKTUELL
Nach dem Scheitern aller bisherigen Nahost-Friedensverhandlungen wollen einige Israelis und Palästinenser den Frieden auf einem völlig anderen Weg erreichen. Über die utopische Idee von der "Ein-Staaten-Lösung" diskutieren mittlerweile Siedler, Palästinenser und israelische Araber, wie Sebastian Engelbrecht in einem Beitrag für DEUTSCHLANDRADIO erläutert: "Wie ein Wollknäuel aus zwei Fäden".
Der Link zur Reportage in der Rubrik ISRAEL UND NAHOST HINTERGRUND.
Die Bialik-Rogozin-Schule betreut Problemkinder aus Armenvierteln Tel Avivs und aus traumatisierten Flüchtlingsfamilien. Dennoch liegen die Leistungen der Kinder über dem Durchschnitt. Ein Dokumentarfilm über das Projekt gewann nun den begehrtesten Filmpreis der Welt, den Oscar. Die WELT und die JÜDISCHE ALLGEMEINE WOCHENZEITUNG stellen eine Schule vor, die zeigt, wie Integration gelingen kann. Mit klaren Regeln - und viel gutem Willen: "Oscar für ein kleines Wunder".
Die Links dazu in der Rubrik ISRAEL INTERN.
Die Stadt Dachau wurde zur Feier des 50-jährigen Bestehens der Aktion Sühnezeichen in Israel eingeladen. Oberbürgermeister Peter Bürgel (CSU) reist mit der Band "Lupin" nach Jerusalem, die während der Festtage vom 6. bis 8. März mehrmals auftreten wird. Mit der Einladung an Dachaus Oberbürgermeister will die Aktion Sühnezeichen u.a. den Plan würdigen, die Stadt Dachau als "Lern- und Erinnerungsort" zu profilieren, wie Helmut Zeller in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG berichtet: "Anerkennung für Erinnerungspolitik: Dachaus OB reist nach Israel".
Der Link zum Bericht in der Rubrik ISRAEL, DEUTSCHLAND, EUROPA UND DIE WELT.
Karneval, Fassnacht, Fasching: Historiker wie Carl Dietmar brechen Kölns letztes Tabu und thematisieren den Karneval im „Dritten Reich“. Im Interview mit FOCUS hadert er mit der rheinischen Mythenbildung und vergleicht die Domstadt mit anderen Faschingshochburgen: „Perfide, obrigkeitsgefällig und opportunistisch“
Der Link zum Interview in der Rubrik VERGANGENHEIT...
Der Sieg der Borussia Dortmund beim FC Bayern München war für viele Fans ein unvergessliches Erlebnis. Für einige junge Anhänger hatte die Reise nach Bayern allerdings auch einen pädagogischen Anlass: Sie besichtigten nämlich das ehemalige KZ Dachau. Jens Volke hat sie begleitet und berichtet für DER WESTEN seine Eindrücke: "BVB-Fans besuchten KZ in Dachau".
Der Link zur Reportage in der Rubrik VERGANGENHEIT...
Erst gefeiert, dann gefeuert: Star-Designer John Galliano droht in Frankreich ein Verfahren wegen antisemitischer Ausfälle: Er soll ein jüdisches Paar beschimpft und seine Liebe zu Hitler erklärt haben. Jetzt hat ihm auch noch sein Arbeitgeber Dior gekündigt. Gallianos Umfeld erklärte unterdessen die Affäre mit Überarbeitung - und erntet dafür Hohn und Spott, wie Stefan Simons im SPIEGEL berichtet: "Absturz des Paradiesvogels". Dass Galliano leider nicht der erste Prominente ist, der sich so äußert, belegt Pia Rolfs in einem Beitrag für die FRANKFURTER NEUE PRESSE. Sie zeigt, dass immer wieder Stars wegen antisemitischer Äußerungen in die Schlagzeilen geraten: "Prominente Judenfeinde".
Die Links zum Thema in der Rubrik ANTISEMITISMUS.
Großbritannien steht unter Schock. Wie kaum ein anderes Volk definieren sich die Briten über ihre jahrhundertealte Tradition von Parlamentarismus und Weltoffenheit. Aber in derselben Woche, in der die britische Produktion "The King's Speech" bei den Oscars abräumte, verbreitet eine aktuelle Umfrage Angst und Schrecken im Mutterland der Demokratie. Laut „Populus“ bekunden 63 Prozent der weißen Briten, dass die Immigration schlecht für ihr Land gewesen sei. Ja, anscheinend wäre fast die Hälfte aller Briten sogar bereit, für eine rechtsradikale Partei zu stimmen. Yascha Mounk denkt in einem Essay für THE EUROPEAN darüber nach, ob wir uns um die Zukunft der Musterdemokratie auf der anderen Seite des Ärmelkanals ernsthaft sorgen müssen: "Drohender Rechtsverkehr".
Der Link dazu in der Rubrik RECHTSRADIKALISMUS.
Der bedrängte und hoffentlich kurz vor seinem Sturz stehende 68-jährige Diktator Gaddafi hat sein politisches Glaubensbekenntnis in dem in den 70er Jahren entstandenen Werk „Das Grüne Buch. Die Dritte Universaltheorie des libyschen Revolutionsführers“ dargelegt. Dazu zählen unter anderem arabischer Nationalismus, beduinisch geprägter antimarxistischer Sozialismus, die Ablehnung der parlamentarischen Demokratie und Antiimperialismus. Eigenangaben zufolge hat der im rheinland-pfälzischen Schnellheim ansässige Bublies-Verlag die Alleinvertriebsrechte des „Grünen Buchs“ im deutschsprachigen Raum inne. Überraschend: Inhaber dieses extrem rechten, weithin nationalrevolutionär ausgerichteten Verlags ist Siegfried Bublies, vormals Funktionär der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN). Im BLICK NACH RECHTS informiert Anton Maegerle über die längjährigen Verbindungen deutscher Rechtsextremer zu dem lybischen (Noch)Staatschef Muammar al-Gaddafi: "Credo des 'Revolutionsführers'".
Der Link dazu in der Rubrik RECHTSRADIKALISMUS.
Sexualität und Religion werden normalerweise für unbequeme Bettgenossen gehalten. Jetzt hat erstmalig ein Team von Wissenschaftlern aus Nottingham, Großbrittanien, eine ausführliche Untersuchung zu diesen Themen durchgeführt, die zeigt, wie Religion und Sexualtität das Leben von Briten im Alter von 18 bis 25 Jahren beeinträchtigen und beeinflussen. Ein Beitrag auf der ASTROPAGE stellt die wichtigsten Ergebnisse der Studie näher vor: "Religion, Jugend und Sexualität: eine multireligiöse Untersuchung"
Der Link dazu in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.
Die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit wollen verstärkt mit dem Islam ins Gespräch kommen. Die Auszeichnung des deutsch-iranischen Schriftstellers Navid Kermani (Köln) mit der Buber-Rosenzweig-Medaille sei ein "Signal an die Muslime in Deutschland", sagte der Evangelische Präsident des Deutschen Koordinierungsrates der rund 80 regionalen Gesellschaften, Pfarrer Ricklef Münnich (Erfurt), am Montag vor Journalisten in Minden, wo am 13. März die diesjährige zentrale Feier zur Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit stattfinden wird. Zusätzliche Bedeutung habe die Entscheidung des DKR durch die jüngsten Umwälzungen in der arabischen Welt erhalten: "Navid Kermani weist darauf hin, dass es auf die Freiheitsbestrebungen und die Demokratiebewegungen zu achten gilt." Das MINDENER TAGEBLATT und EPD berichten über die Pressekonferenz und die bevorstehende Woche der Brüderlichkeit: "Aufeinander hören - Miteinander leben".
Die Links zu den Beiträgen in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.
Bernd Witte ist Professor für germanistische Literaturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und seit Anfang 2010 einer der Projektleiter der Martin-Buber-Gesamtausgabe. Vor kurzem noch stand die Buber-Ausgabe aufgrund von Finanzierungschwierigkeiten offenbar vor dem Aus. Haben zweifellos herausragende deutsch-jüdische Köpfe wie Buber und andere noch immer keine ausreichende Lobby in Deutschland? Ein Thema, das die JÜDISCHE ZEITUNG im Interview mit dem Herausgeber zu klären versuchte: "Texte als kommentierendes Neuschreiben".
Der Link zum Interview in der Rubrik JÜDISCHE WELT.
Es geht um die menschlichsten, die intimsten Handlungen unseres Lebens, und die fangen natürlich mit dem Essen und der Nahrung an. In der jüdischen Tradition darf Essen freilich nicht irgendwie geschehen – es muss auf "jüdische Art und Weise" geschehen. Und das hat natürlich etwas mit Segen und mit den jüdischen Speisegesetzen zu tun, die auf "Sanftheit und Zurückhaltung" abzielen, wie Rabbi Carl Perkins in einem Beitrag für die JÜDISCHE ALLGEMEINE WOCHENZEITUNG erläutert: "Macht koscher essen heilig?".
Der Link zum Beitrag in der Rubrik JÜDISCHE WELT.
Immer mehr Christen kehren ihrer Kirche den Rücken zu, alleine in Bayern waren es im vergangenen Jahr 2010 über 60.000 Katholiken. Ursache ist für den Jesuiten Stephan Lipke nicht nur der Missbrauchsskandal. Bei Vielen sei der Austritt das Ergebnis eines langen Prozesses der Entfremdung, so der Münchner Seelsorger im Interview mit DOMRADIO: "Es geht um Entfremdung".
Der Link zum Interview in der Rubrik CHRISTLICHE WELT.
Der israelische Schriftsteller Meir Shalev hat ein Buch über seine von Sauberkeit besessene Oma geschrieben, wie bereits der ungewöhnliche Titel seines Romans deutlich macht: "Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger". Ein Hightech-Sauger aus den USA der 30er-Jahre, der auf Umwegen ins bäuerliche Nahalal in Israel gelangte, spielt in dem Buch eine Hauptrolle. Tobias Wenzel hat das Buch für DEUTSCHLANDRADIO gelesen und den die Orte des Geschehens besucht: "Ein Staubsauger als heimlich Hauptfigur".
Der Link zur Buchvorstellung in der Rubrik ONLINE-REZENSIONEN.
Einen angenehmen Tag wünscht
Dr. Christoph Münz
redaktion@compass-infodienst.de
(Editorial zusammengestellt unter Verwendung des Teasermaterials der erwähnten Artikel)
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