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ISSN 1612-7331
21.01.2011 - Nr. 1218
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Guten Tag!

Nr. 1218 - 21. Januar 2011


"Es ist diese einfache, zutiefst humane Botschaft, die die enorme emotionale Kraft des Dokumentarfilms „Das Herz von Jenin“ ausmacht", schreibt Thomas Gehringer im TAGESSPIEGEL über die heute Abend im Fernsehen zu sehende Dokumentation, eines Falles und eines Filmes, die beide Furore machten. Der israelische Filmemacher Leon Geller und der Grimme-Preisträger Marcus Vetter erzählen die Geschichte einer lebensbejahenden Entscheidung in einem Meer von Hass. Es ist die Geschichte eines palästinensischen Kindes,  das von israelischen Soldaten erschossen wurde und dessen seine Eltern die Organe des Kindes zur Transplantation freigeben - und damit das Leben von fünf israelischen Kindern retten: "Das Herz von Jenin".
Der Link zum Arikel in der Rubrik ISRAEL UND NAHOST HINTERGRUND und mehr zum Film in den FERNSEH-TIPPS.

Auch wenn Guyana nur ein Kleinstaat ist: die Anerkennung Palästinas als Staat durch das winzige Land in Südamerika ist ein weiterer Erfolg für Mahmoud Abbas auf dem Weg zu einem unabhängigen Palästina. Die Stimmung in den PLO-Büros ist so gut wie lange nicht mehr, berichtet Hans-Christan Rößler für die FAZ aus Ramallah: "Mit Guyanas Hilfe Obama testen".
Der Link zur Reportage in der Rubrik ISRAEL UND NAHOST HINTERGRUND.

Zwei Jahre nach der israelischen Militäroperation im Gazastreifen nimmt die Spannung insbesondere im Grenzgebiet zum Gazastreifen wieder zu. Trotz steigender Anzahl von Raketenangriffen denkt die in Sichtweite des Streifens lebende israelische Bevölkerung allerdings nicht ans Wegziehen. George Szpiro war vor Ort und beschreibt für die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG Furcht und Hoffnung der israelischen Bevölkerung im Süden des Landes: "Ein Leben mit Sicht auf den Gazastreifen".
Der Link zu seiner Reportage in der Rubrik ISRAEL INTERN.

Die in Israel erscheinende deutschsprachige Wochenzeitung "Israel-Nachrichten" steht vor dem Aus. Das traditionsreiche Blatt, dessen Geschichte bis in das Jahr 1935 zurückgeht, steckt in einem Dilemma: Ihm sterben die Leser weg. Vor allem eingewanderte deutschsprachige Juden haben dem Blatt die Treue gehalten. In den 50er Jahren gehörte die Vorläuferin der Israel-Nachrichten noch zu den meistverkauften Zeitungen im Land. HAGALIL berichtet über den Stand der Dinge: "Chadschoth Israel: Aus für die deutschsprachige Zeitung Israels?"
Der Link dazu in der Rubrik ISRAEL, DEUTSCHLAND, EUROPA UND DIE WELT.

Im Widerstand wurde Stéphane Hessel verhaftet, gefoltert, deportiert. In Buchenwald half ihm einst Eugen Kogon, Verfasser des Standardwerks „Der SS-Staat“, sich die Identität eines verstorbenen Franzosen anzueignen, um zu überleben. Und seit kurzem ist Stéphane Hessel auch Autor eines schmalen Bestsellers, der seit Wochen Frankreich bewegt: "Empört euch!". Die FAZ druckt einen Auszug aus dem Buch und porträtiert den streitbaren Kämpfer, der auch aufgrund seiner Kritik an Israels Politik in das Blickfeld der Öffentlichkeit geraten ist (siehe Compass 19.01.2011): "Empört euch!"
Die Links zu den Beiträgen in der Rubrik VERGANGENHEIT...

Am 27. Januar 2011 startet der Film „Tal der Wölfe – Palästina“ weltweit in den Kinos. Sein Inhalt: Der türkische Agent Polat Almedar reist nach Israel, um den israelischen Kommandanten zur Rechenschaft zu ziehen, der den Angriff auf das Schiff Mavi Marmara leitete. Der untergründig rote Faden des Films: Israelhass. MUT GEGEN RECHTE GEWALT und ISRAELNETZ berichten Einzelheiten: "Israelhass in deutschen Kinos".
Die Links zum Thema in der Rubrik ANTISEMITISMUS.

Haben Juden in Europa eine Zukunft?, fragte sich der ZEIT-Redakteur Jörg Lau und war zwei Wochen unterwegs: In Malmö, Amsterdam, Budapest und wieder in Amsterdam, um sich ein Bild von den Schwierigkeiten der jüdischen Gemeinden mit einem neuen(?) Antisemitismus zu machen: "Ich habe mit Rabbinern, Gemeindevorständen, gewöhnlichen Juden (fromm, säkular, orthodox, liberal) und auch mit aktiven Gemeindemitgliedern gesprochen. Und das vorläufige Ergebnis ist: nicht gut." In einer ersten Skizze, der ein ausführlicher Bericht noch folgen soll, erläutert er seine Eindrücke: "Haben Juden in Europa eine Zukunft?"
Der Link dazu in der Rubrik ANTISEMITISMUS.

Ein radikaler Islamist hat über das Internet zu Gewalt gegen den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde in Pinneberg, Wolfgang Seibert, aufgerufen. Auf der Seite der „Islamic Hacker Union“ wird Seibert als „dreckiger Jude“ beschimpft. Ein Foto von ihm ist rot durchgestrichen, im Text darunter heißt es: „Pass auf, dass Allah dich nicht schon im diesseits straft mit dem Tod.“ DOMRADIO berichtet Hintergründe und Reaktionen: "Akute Bedrohung: Islamist ruft zu Gewalt gegen jüdischen Gemeindevorstand auf".
Der Link zum Beitrag in der Rubrik ANTISEMITISMUS.

Italiens 22. Jüdisch-Christlicher Dialogtag hat an diesem Montag stattgefunden. Die Religionsvertreter setzten dabei ein Programm fort, mit dem sie im Jahr 2005 begonnen hatten: die Zehn Gebote. Die jährliche Veranstaltung fand erstmals am 17. Januar 1990 statt und wird von der italienischen Bischofskonferenz und sowie jüdischen Vertretern unterstützt. In diesem Jahr beschäftigten sich die Teilnehmer in ihrer Diskussion mit dem vierten Gebot: Ehre deinen Vater und deine Mutter. Aus diesem Anlass veröffentlicht ZENIT ein Interview mit dem Oberrabbiner von Rom, Riccardo Di Segni, das dieser dem italienischen Fernsehen, der RAI, gab: "Juden und Christen sind Brüder".
Der Link zum Interview in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

In der politischen Sphäre Irans herrscht nach wie vor die Gewalt. Für manche derjenigen, die um ihres Seelenfriedens willen moralischer Grundsätze bedürfen, sind christliche Lehren, die Selbstbeherrschung, Toleranz und Friedfertigkeit bekräftigen, außerordentlich ansprechend. Im islamischen Strafrecht allerdings steht auf Apostasie, das heißt Abfall vom Islam, die Todesstrafe. Insofern ist das Christentum für Muslime ein verbotenes Thema, wie Amir Hassan Cheheltan in seinem Beitrag für die FAZ schreibt und berichtet, wie sich daher eine regelrechte Untergrundreligion für Iraner entwickelt hat, die konvertieren wollen: "Die Glaubensdiebe".
Der Link zur Reportage in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

Vor 40 Jahren stand New York kurz vor dem Bankrott. Viele Teile der Stadt waren so verwahrlost, dass man denken konnte, ein Krieg sei gerade zu Ende gegangen. In der Bronx gab es über 100 Strassengangs mit 11.000 Anhängern, die den Stadtteil unsicher machten. An jeder Ecke lauerte Gewalt. Doch dann kam es 1971 überraschend zum Waffenstillstand. Und der Frieden in der Bronx hatte einen Namen: Benjamin Melendez, Sohn puertoricanischer Einwanderer in New York. Seinen langen Weg vom Gang-Anführer zum praktizierenden Juden, der Frieden stiftete, erzählt Julian Voloj in der schweizer-jüdischen Wochenzeitung TACHLES: "Das Leben des Benjamin Melendez".
Der Link dazu in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Das American Jewish Committee hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den Preis „Light unto the Nations“ (Licht für die Völker) verliehen. Damit würdigt die Organisation das Engagement der Bundeskanzlerin für die Beziehungen zur jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, zu Israel und für die Erinnerung an den Holocaust. Auf den Seiten der BUNDESREGIERUNG steht nun die Dankesrede von Angela Merkel online: "Ein außergewöhnlicher Weg der Versöhnung".
Der Link zur Rede im Wortlaut in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Geboren im Januar 1911 in Wien, verbrachte Anna Maria Jokl ihr Leben an den Brennpunkten des 20. Jahrhunderts - keineswegs immer freiwillig. In Berlin erlebte sie als Schülerin des Theaterregisseurs Erwin Piscator und als junge Schriftstellerin die politischen und kulturellen Auseinandersetzungen der Weimarer Republik. In Prag, wo sie ihren berühmten Kinderroman "Die Perlmutterfarbe" schrieb, den Einmarsch der Nazis, in London den Zweiten Weltkrieg und, nach Berlin zurückgekehrt, den Kalten Krieg. "In historischer Konsequenz" schließlich zog sie nach Jerusalem, wo sie als Psychotherapeutin arbeitete und in den 90er-Jahren als Schriftstellerin neu entdeckt wurde. Über ihre "sechs Leben", in denen eine ganze Epoche sichtbar wird, berichten Freunde, Weggefährten und der anlässlich ihres 100. Geburtstages herausgegebene Nachlassband. Carsten Hueck stellte ihre Biographie in einem Feature für das DEUTSCHLANDRADIO vor, das nun als pdf-Manuskript zum Download bereit steht: "Man ist alles Gewesene - Aus den sechs Leben der Schriftstellerin Anna Maria Jokl".
Der Link zum Manuskript in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

1956 drehte Alain Resnais einen halbstündigen Dokumentarfilm, der Generationen von Menschen zu einer ersten, schockierenden Kenntnis über Auschwitz und den Holocaust brachte: "Nacht und Nebel". Nun liegt ein Buch von Sylvie Lindeperg vor, in dem sie die Geschichte und Wirkung dieses Dokumentarfilms erzählt: "Nacht und Nebel. Ein Film in der Geschichte". Bert Rebhandl hat es für die TAZ gelesen und stellt es näher vor: "Bilder aus Menschenschlachthäusern".
Der Link zur Buchvorstellung in der Rubrik ONLINE-REZENSIONEN.

Dies alles und noch viel mehr wie üblich direkt verlinkt, ergänzt von aktuellen FERNSEH-TIPPS sowie einschlägigen ONLINE-REZENSIONEN im heutigen COMPASS.


Einen angenehmen Tag, ein schönes Wochenende und Gut Schabbes wünscht


Dr. Christoph Münz

COMPASS

redaktion@compass-infodienst.de

(Editorial zusammengestellt unter Verwendung des Teasermaterials der erwähnten Artikel)



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EDITORIAL HIGHLIGHTS

21. Januar 2011

 * Das Herz von Jenin ... mehr
 
 * Abbas im Aufwind ... mehr
 
 * Ein Leben mit Sicht auf den Gazastreifen ... mehr
 
 * Aus für die deutschsprachige Zeitung Israels? ... mehr
 
 * Stéphane Hessel: "Empört euch!" ... mehr
 
 * Haben Juden in Europa eine Zukunft? ... mehr
 
 * Islamist ruft zu Gewalt gegen jüdischen Gemeindevorstand auf ... mehr
 
 * Roms Oberrabbiner: "Juden und Christen sind Brüder" ... mehr
 
 * Iran: Die Glaubensdiebe ... mehr
 
 * Das Leben des Benjamin Melendez ... mehr
 
 * „Light unto the Nations“: Angela Merkel ... mehr
 
 * Die sechs Leben der Anna Maria Jokl ... mehr
 
 * Buch-Tipp: Sylvie Lindeperg - Nacht und Nebel. Ein Film in der Geschichte ... mehr
 
 * TV-Tipp: Das Herz von Jenin ... mehr

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EDITORIAL

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Die nächste tagesaktuelle Ausgabe erfolgt am Dienstag, 25. Januar 2011.