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ISSN 1612-7331
27.01.2010 - Nr. 1109
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Editorial



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Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit

Deutscher Koordinierungsrat

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Koordinierungsrat






ONLINE-EXTRA Nr. 109

Januar 2010

»Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.«
So lautet die paradigmatische Botschaft des Holocaust-Überlebenden Primo Levi, dem 1919 geborenen Chemiker, der als Mitglied des italienischen Widerstandes 1944 verhaftet und nach Auschwitz deportiert wurde. Nach seiner Befreiung legte er in zahlrichen Erzählungen, Gedichten und Essays, die zur Weltliteratur gehören, Zeugnis ab von dem, was er erlebte und erlitt - und letztlich nicht mehr ertragen konnte. 1987 nahm er sich das Leben.

Das eingangs von ihm erwähnte Zitat findet man auch in der Lobby im "Ort der Information", dem unterirdisch angelegten Informationszentrum am Rande des Stelenfeldes des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin. Institutionell getragen wird diese zentrale Gedenkstätte zum Holocaust in Deutschland mit ihrem Informationszentrum von der "Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas", deren Auftrag es ist, dazu beizutragen, »die Erinnerung an alle Opfer des Nationalsozialismus und ihre Würdigung in geeigneter Weise sicher zu stellen« und auf die »authentischen Stätten des Gedenkens« zu verweisen.

E
in Bestandteil des "Ortes der Information" ist das Videoarchiv, das unter dem Leitmotiv "Leben mit der Erinnerung. Überlebende des Holocaust erzählen" steht und sich mit der Präsentation lebensgeschichtlicher Videointerviews mit Überlebenden des Holocaust befasst. Dieser Tage nun erscheint in dem Eigenverlag der Stiftung ein Sammelband, der diesem Archiv gewidmet ist: "'Ich bin die Stimme der sechs Millionen' Das Videoarchiv am Ort der Information", herausgegeben von Daniel Baranowski. Ein Beitrag in diesem Band beschäftigt sich mit der schwierigen Frage nach dem Zusammenhang von religiöser Identität, persönlichem Glauben und der Erfahrung des Holocaust, verfasst von der Berliner Soziologin und freien Mitarbeiterin der Stiftung, Jeanette Toussaint. Ihr Beitrag - "'Wo war Gott?' Die Auseinandersetzung von Überlebenden des Holocaust mit ihrem Glauben" - erscheint heute anlässlich des diesjährigen Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus als ONLINE-EXTRA Nr. 109 online exklusiv für COMPASS.

COMPASS dankt der Autorin sowie der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas für die Möglichkeit der Wiedergabe des Textes an dieser Stelle!  

Hier finden Sie ONLINE-EXTRA Nr. 109:
Online-Extra Nr. 109


© 2010 Copyright bei der Autorin sowie der
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
online exklusiv für ONLINE-EXTRA




Einen nachdenklichen Tag wünscht




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EDITORIAL HIGHLIGHTS

27. Januar 2010

* HEUTE AKTUELL *

ONLINE-EXTRA NR. 109

JEANETTE TOUSSAINT:

"Wo war Gott?" Die Auseinandersetzung von Überlebenden des Holocaust mit ihrem Glauben  

Online-Extra Nr. 108