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ISSN 1612-7331
29.06.2009 - Nr. 1051
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Guten Tag!

Nr. 1051 - 29. Juni 2009


Die Beziehungsgeschichte zwischen Israel und Palästina ist konfliktreich und von Gewalt geprägt. Ein dauerhafter Frieden ist ohne die Gründung eines palästinensischen Staates nicht möglich. Dafür sprechen sich die Vertreter der UN, USA, EU und Russland auf ihrem jüngsten Treffen in Trieste erneut in einer gemeinsamen Erklärung aus. Nahost-Korrespondent Ulrich W. Sahm sieht dies mit kritischen Augen:
"Doppelte Maßstäbe, Druckmittel gegen Israel und mangelnde Forderungen an die arabische Seite: Das "Nahost-Quartett", bestehend aus der Europäischen Union, den USA, den Vereinten Nationen und Russland, plädiert fortwährend für die Umsetzung ihrer "Straßenkarte zur Zweistaatenlösung". Doch der Plan steckt voller Unklarheiten."
Seine Argumente hat er in einem Beitrag für ISRAELNETZ niedergeschrieben: "'Land für Frieden' als Druckmittel gegen Israel".
Der Link dazu in der Rubrik ISRAEL UND NAHOST HINTERGRUND.

Eigentlich sollte über eine Vereinigung der palästinensischen Linken bei der Konferenz der »Strömung für Fortschritt und Demokratie« (Tayyar) in Ramallah diskutiert werden. Stattdessen hagelte es Kritik von Aktivisten, wie Peter Schäfer für NEUES DEUTSCHLAND berichtet: "Palästinensische Linke will Vereinigung".
Der Link zum Beitrag in der Rubrik ISRAEL UND NAHOST HINTERGRUND.

Vergangene Woche sind zwei ehemalige israelische Minister wegen Korruption zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Der Staat, in dem solche Vergehen bisher als Kavaliersdelikte betrachtet wurden, scheint tatsächlich einen Säuberungsprozess durchzumachen, meint die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG in ihrem Bericht: "Kampf gegen Korruption in Israel".
Der Link dazu in der Rubrik ISRAEL INTERN.

Im Konflikt um die Einhaltung religiöser Vorschriften haben sich in Israel Polizisten und orthodoxe Juden eine Straßenschlacht geliefert. In Jerusalem warfen Orthodoxe aus einer Menge von mehreren tausend Protestierenden Steine und Gemüse auf etwa tausend Demonstranten, die eine regelmäßige Öffnung eines Parkplatzes auch am Sabbat forderten. Die Polizei ging dazwischen, auch mit Wasserwerfern, und nahm über 20 Menschen fest. Es gab mehrere Verletzte. Inge Günther berichtet für die FRANKFURTER RUNDSCHAU von einer "Schlacht ums Parkhaus".
Der Link zu ihrer Reportage in der Rubrik ISRAEL INTERN.

Deutschsprachige Verlage haben in diesem Frühjahr junge Literatur aus Israel (wieder)entdeckt. Darunter neue Werke von Michal Zamir, Assaf Gavron und Edna Mazya. Anna-Maria Wallner gibt in der österreichischen PRESSE einen Überblick: "Daheim, Dürre, Diaspora".
Der Link dazu in der Rubrik ISRAEL, DEUTSCHLAND, EUROPA UND DIE WELT.

Eine Stehplatzkarte war alles, was die Nazis Gretel Bergmann für die Olympischen Spiele 1936 angeboten haben. Dabei hatte die Reichssportführung sie gezwungen, für die Spiele in Deutschland zu trainieren. Und kurz zuvor hatte sie den deutschen Hochsprungrekord eingestellt. Sie war eine Medaillenkandidatin. Doch die Nazis wollten einer Jüdin nicht die Gelegenheit geben, ihre Rassentheorie zu überspringen. Friedhard Teuffel erzählt im SPIEGEL die Geschichte der jüdischen Medaillenkandidatin Gretel Bergmann: "So gut kann eine Jüdin sein, ihr Bastarde".
Der Link zum Beitrag in der Rubrik VERGANGENHEIT...

Bei aller Kritik hat Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad auch hierzulande Fans und Freunde - unter deutschen Antisemiten und Neonazis. Die freuen sich auch über die Gewalt gegen iranische Oppositionelle, wie JAnnis Brühl in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG berichtet: "Mahmuds deutsche Freunde".
Der Link dazu in der Rubrik ANTISEMITISMUS.

Seit den Unruhen im Iran ist Twitter, der Handy-Internet-Kurznachrichtendienst, in aller Munde. Nun wollen auch pro-israelische Studenten der York-Universität in Toronto (Kanada) über den Microblogging-Dienst die "Lügen der 'akademischen' Anti-Israel-Konferenz" an ihrer Universität publik machen. Ihrer Idee "York aufdecken" haben sich bereits mehrere hundert Twitter-Nutzer angeschlossen, wie Anne Klotz für ISRAELNETZ berichtet: "Kanadische Studenten twittern über Anti-Israel-Konferenz".
Der Link zu ihrem Beitrag in der Rubrik ANTISEMITISMUS.

Mit rund 1.000 Mitgliedern ist die Kölnische Gesellschaft mit Abstand die größte Einzelgesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Deutschland. Zu ihren Gründungsmitgliedern gehörten 1958 unter anderen der spätere Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll und der Schriftsteller Paul Schallück. Insgesamt sind es in Deutschland nach Angaben des Deutschen Koordinierungsrats (DKR) allein über 80 Gesellschaften mit rund 20.000 Mitgliedern, Freunden und Förderern. Der Koordinierungsrat ist wiederum größtes Einzelmitglied im Internationalen Rat der Christen und Juden (ICCJ). Dass der Schirmherr des Deutschen Koordinierungsrates jeweils der amtierende Bundespräsident ist, zeigt die Bedeutung im politischen und gesellschaftlichen Kontext. Auf den Seiten des GOETHE-INSTITUTS ist ein Porträt der Kölnischen Gesellschaft zu lesen: "Das Fundament des Dialogs: Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit".
Der Link dazu in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

Robert Pogue Harrison wurde in Izmir geboren und wuchs in Italien auf. Nach einem Studium in Frankreich und den USA lehrt er italienische und französische Literatur an der Stanford University. Seine weit in die Philosophie, Kunst und Literatur ausgreifenden Bücher widmen sich elementaren menschlichen Erfahrungen und den Mythen und Sitten, die sie generieren. In seinem Buch «The Dominion of the Dead» («Die Herrschaft des Todes», 2006) entwickelt er die These, dass der Ursprung der Zivilisation im Umgang mit unseren Toten wurzele. Letztes Jahr ist in den USA «Gardens. An Essay on the Human Condition» (University of Chicago Press) herausgekommen, in dem Harrison anhand der Geschichte der grünen Oasen vom Garten Eden bis heute der Bedeutung eines fundamentalen menschlichen Bedürfnisses nachgeht: dem der Hege und Pflege. Die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG sprach nun mit dem Autor, der bei aller Gelehrsamkeit auch ein glänzender Schriftsteller ist: "Im Garten des Menschlichen. Der amerikanische Literaturwissenschafter Robert Harrison im Gespräch".
Der Link zum Interview in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

"Tomor – koschere Margarine vom Niederrhein": Mit dieser kleinen, aber feinen Sonderausstellung beleuchtet das Preußen-Museum in Wesel in diesem Sommer ein fast unbekanntes Kapitel jüdischer Alltags- und Wirtschaftsgeschichte. Ines Klepka hat sich die Aussellung für die RHEINISCHE POST näher angesehen: "Koschere Kost vom Niederrhein".
Der Link dazu in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

In Berlin wird er in der Synagoge in der Pestalozzistraße und in der Rykestraße predigen und vielleicht einige mit seinen progressiven Ideen überraschen: Tovia Ben-Chorin, der neue Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Er ist froh darüber, in Deutschland predigen zu können - während seine Eltern 1935 noch vor den Nazis fliehen mussten. Und er tritt in die Fußstapfen seines berühmten Vaters, Schalom Ben-Chorin, indem er aktiv und engagiert am Dialog zwischen Juden und Christen teilnimmt. Oliva Schoeller porträtiert ihn in der BERLINER ZEITUNG: "Der Sohn der Freiheit".
Der Link zum Porträt in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Ungeachtet der Kritik des Vatikans und der deutschen Bischöfe hat die erzkonservative Piusbruderschaft im niederbayerischen Zaitzkofen am Samstag drei Priester geweiht. Ein Bischof der Bruderschaft, Alfonso de Galaretta, spendete Fernsehberichten zufolge am Samstag die Weihen an drei Männer aus Schweden, Polen und der Schweiz. Für heute, Montag, sind in der Schweiz weitere Priesterweihen geplant. Mehrere Reportagen beschäftigen sich heute mit diesem Ereignis und seiner vielsagend schweigsamen Hinnahme durch den Vatikan.
Die Links zu den Beiträgen in der Rubrik CHRISTLICHE WELT.

Die israelische Schriftstellerin Lizzie Doron erzählt in ihrem jüngsten Roman von ihrer Familie und wie sie als Kind dem Holocaust nachspürte. Lange war es in Israel nämlich verpönt, über Auschwitz zu reden. Erst mit dem Eichmann-Prozess begann man über die eigene Vergangenheit zu reden. Lizzi Doron bricht in ihrem Roman diese Geschichte auf ihre eigene Familie herunter, wie Jakob Hessing in seiner Buchbesprechung für die WELT darlegt: "Als man in Israel über den Holocaust redete".
Der Link zur Buchkritik in der Rubrik ONLINE-REZENSIONEN.

Dies alles und noch viel mehr wie üblich direkt verlinkt, ergänzt von aktuellen FERNSEH-TIPPS sowie einschlägigen ONLINE-REZENSIONEN im heutigen COMPASS.


Einen angenehmen Tag und eine gute Woche wünscht


Dr. Christoph Münz

COMPASS

redaktion@compass-infodienst.de

(Editorial zusammengestellt unter Verwendung des Teasermaterials der erwähnten Artikel)



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EDITORIAL HIGHLIGHTS

29. Juni 2009


 * 'Land für Frieden' als Druckmittel gegen Israel ... mehr
 
 * Palästinensische Linke will Vereinigung ... mehr
 
 * Kampf gegen Korruption in Israel ... mehr
 
 * Jerusalem: Schlacht ums Parkhaus ... mehr
 
 * Junge israelische Literatur in deutschen Verlagen ... mehr
 
 * "So gut kann eine Jüdin sein, ihr Bastarde" ... mehr
 
 * Mahmuds deutsche Freunde: Antisemiten und Neonazis ... mehr
 
 * Die Kölnische Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit ... mehr
 
 * Robert Harrison: Im Garten des Menschlichen ... mehr
 
 * Koschere Kost vom Niederrhein ... mehr
 
 * Sohn der Freiheit: Tovia Ben-Chorin neuer Rabbiner in Berlin ... mehr
 
 * Die Unverbesserlichen: Pius-Brüder weihen Priester ... mehr
 
 * Buch-Tipp: Lizzie Doron - Es war einmal eine Familie ... mehr

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Die nächste Ausgabe erfolgt am Mittwoch, 01. Juli 09.