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Steht eine neue Eskalation im Nahen Osten bevor? Nach massiven Einsätzen der israelischen Armee im Westjordanland und im Gaza-Streifen hat die radikalislamische Hamas nun erstmals seit mehr als anderthalb Jahren zu Anschlägen in Israel selbst aufgerufen. Der SPIEGEL berichtet.
Der Link dazu in der Rubrik ISRAEL UND NAHOST AKTUELL.
Im Krieg gegen den Terror haben sich die USA verstrickt. Die Weltmacht muss sich befreien, damit sie den israelisch-palästinensischen Konflikt moderieren kann. So lautet in etwas die Kernthese eines "Policy Paper", das im Rahmen der Arbeit des Projektes "Europa und der Nahe Osten" im Nachgang der 10. Kronberger Gespräche der Bertelsmann Stiftung, September 2006, entstand. Federführender Autor ist Robert O. Freedman, Peggy Meyerhoff Pearlstone Professor für Politikwissenschaft an der Baltimore Hebrew University und Gastprofessor für Politikwissenschaft an der Johns Hopkins University. Die FRANKFURTER RUNDSCHAU veröffentlicht heute einen Beitrag von ihm, der den Kern des Policy Papers wiedergibt.
Der Link dazu in der Rubrik ISRAEL UND NAHOST HINTERGRUND.
Gesandte des Auswärtigen Amts und des Reichssicherheitshauptamts (RSHA) berichteten seit 1933 regelmäßig über den Hitlerkult und den Judenhass in der Region Nahost/Palästina. Arabische Führer, zuvörderst der Mufti von Jerusalem und der zentrale Fürsprecher der palästinensischen Nationalbewegung, Haj Amin Muhammad el-Husseini, biederten sich der NS-Führung an. Nicht nur waren sie darauf bedacht, mit Hilfe des »Dritten Reichs« ihre nationale Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Großbritannien zu erlangen: Sie wollten sich endgültig der jüdischen Bevölkerung entledigen. Das kam dem NS-Regime nur gelegen. Wie die Zusammenhänge von "Hitlers Jihad" genau aussahen, schildert das Buch von Klaus-Michael Mallmann "Halbmond und Hakenkreuz". In der JUNGLE WORLD wird die Studie über den auch in Palästina geplanten Holocaust vorgestellt. Dazu gibt es auch in Interview mit dem Autor der Studie, Klaus-Michael Mallmann,
Die Links zu Buchvorstellung und Interview in der Rubrik VERGANGENHEIT...
Der deutsch-jüdische Historiker Julius Schoeps kämpft gegen die Versteigerung eines Picasso-Bildes, das ein Verwandter in der Nazizeit verkaufte; ob unter Zwang, soll ein Gericht klären. Dabei geht es um ein Werk Pablo Picassos, das auf 47 Millionen Euro geschätzt wird. Philipp Gessler schildert in der TAZ die Hintergründe über den den "Geschichtsprofessor im Bilderstreit".
Der Link dazu in der Rubrik VERGANGENHEIT...
Laut einer aktuellen Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung findet sich rechtsextremes Gedankengut quer durch alle Bevölkerungsschichten, Bundesländer, Generationen und bei Wählern aller Parteien. Das Problem werde noch größer, wenn man die mehr oder weniger unausgesprochene Zustimmung zu Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus und Antisemitismus betrachte, so die Wissenschaftler. "Auch Menschen, die sich selbst als 'links' bezeichnen, lehnen nicht alle rechtsextremen Aussagen ab." Ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild haben der Studie zufolge knapp neun Prozent der Menschen in Deutschland. Auf den Internetseiten der TAGESSCHAU und einem SPIEGEL-Bericht wird die Studie ausführlich vorgestellt und kommentiert.
Die Links zu den Beiträgen in der Rubrik ANTISEMITISMSU/RECHTSRADIKALISMUS.
»Der 9. November ist vor allem ein Gedenktag der deutschen Geschichte«, sagt Nora Goldenbogen, Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Dresden. »Wir haben andere Gedenktage.« Der Tag, an dem vor 68 Jahren in Deutschland die Synagogen brannten, gilt dennoch als wichtiges Datum. Zahlreiche Gedenkveranstaltungen erinnern daran. »Wir müssen uns fragen: Wie konnte es passieren, dass wir damals nichts getan haben? Die Täter haben sich zu 98 Prozent als Christen bezeichnet«, meint Dorothee Lücke, Leiterin des Evangelischen Forums Chemnitz. Auch deshalb bemühen sich Christen heute besonders um den Kontakt mit dem Judentum. Cornelia Kästner schildert in einem Beitrag für die evangelisch-lutherische Zeitung in Sachsen DER SONNTAG, wie es um das Verhältnis von Juden und Christen, insbesondere im Osten der Republik, bestellt ist.
Der Link zu ihrem Artikel in der Rubrik CHRISTLICH-JÜDISCHER DIALOG
Für viele Musliminnen ist das Kopftuch so etwas wie für die Deutschen das Bier: eine liebe Gewohnheit. Obwohl der Koran das Tuch nicht ausdrücklich vorschreibt, werden die Frauen trotz aller Appelle nicht darauf verzichten. Das meint zumindest Emel Abidin-Algan in einem Gastbeitrag für die TAZ. Emel Abidin-Algan selbst hat wiederum im vergangenen Jahr ihr Kopftuch abgelegt - und es dem Bonner Haus der Geschichte vermacht. Das war für die heute 45-jährige Mutter von sechs Kindern ein langer Prozess. Ihr Vater Yusuf Zeynelabidin war der Gründer der deutschen Sektion von Milli Görüs, einer Organisation, die dem Verfassungsschutz als islamistisch gilt. Ihr Ehemann Ahmet ist Funktionär der Islamischen Föderation in Berlin. Über die Gründe für ihre Entscheidung schreibt sie u.a.:
"Was ist das für ein Verständnis von einem Schöpfer, der nur von der Frau die Uniformierung verlangt, mit der sie ihre Entscheidung zum Islam bewusst demonstriert? Wie sieht es denn mit einer Kennzeichnungspflicht für Männer aus? Der Glaube, die Religion bestünde aus angeblichen Gottesgesetzen und indiskutablen religiösen Pflichten, die nicht in Frage gestellt werden dürften, statt aus göttlichen Empfehlungen und Weisheiten - er blockiert die offene Kommunikation mit anders denkenden Menschen und die Bereitschaft, über den Sinn der Dinge, die man tut, noch einmal nachzudenken."
Der Link zum Beitrag in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.
Bei ihr lernt man Verstand, Witz, Trotz und Mut: Elke Heidenreich gratuliert Ruth Klüger zum Roswitha-Preis: Der Schrifstellerin wurden schon früh die Wurzeln genommen - als Zwölfjährige war sie in drei verschiedene KZs deportiert worden. Doch trotz allem behielt sie ihren Lebensmut - und entwickelte sich zur Lehrerin für ein selbständiges Denken.
Der Link zum umfangreichen Portrait in der Rubrik JÜDISCHE WELT.
Ein Greis, ein Kind und bald 70 Jahre alt: In der ZEIT ist ein Gespräch mit Wolf Biermann zu lesen, der einst Kommunist war, in die DDR ging, daraus vertrieben wurde und heute im Judentum eine neue Heimat findet, "Es ist absurd: Ich glaube an den Menschen", sagt er.
Der Link zum Interview in der Rubrik JÜDISCHE WELT.
Und auch heute wieder eine Reihe Artikel zur morgigen Eröffnung der neuen Synagoge in München. U.a. zieht Michael Brenner, Professor für Jüdische Geschichte, im Gespräch mit dem SPIEGEL Verbindungen von Bier, Bergsteigen und FC Bayern zum Judentum - und erklärt, wieso der Judenhass in München trotzdem so stark war.
Der Link zum Interview in der Rubrik JÜDISCHE WELT.
Die junge Israelin Bat-Chen Shachak führte seit dem zehnten Lebensjahr Tagebuch. An ihrem 15. Geburtstag starb sie bei einem Selbstmordanschlag in Tel Aviv. Erst nach ihrem Tod entdeckten Ayelet und Zwika Shachak das Tagebuch, das ihre Tochter +ber so viele Jahre geführt hatte. Aus Gedichten, Notizen setzt sich Bat-Chens intimes Tagebuch zusammen: ein einzigartiges Dokument, das eine erstaunliche, frühreife Tiefe offenbart. Und einen hellwachen politischen Verstand zeigt, früh geschärft durch das Gefühl alltäglicher Bedrohung. Es erzählt vom Leiden an Krieg und Terror, von der Sehnsucht nach Versöhnung und Frieden. Andrea Huber stellt das beeindruckende Tagebuch in der WELT vor: "Der Tod und das Mädchen".
Der Link zu ihrer Rezension in der Rubrik ONLINE-REZENSIONEN.
Abschließend die Empfehlung einen Blick auf die heutigen FERNSEH-TIPPS zu werfen. U.a. gibt es Dokumenationen über die "Juden in München" oder "Die Pianistin von Theresienstadt" zu sehen.
Einen angenehmen Tag wünscht
Christoph Münz
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