ACHTUNG
ONLINE-EXTRA Nr. 382 und Nr. 383
Mit zwei Beiträgen zum christlich-jüdischen Dialog verabschiedet sich COMPASS in die Sommerpause. Beide Beiträge reflektieren mit unterschiedlichen Akzenten das Verhältnis von Christen zu Juden sowie zum Staat Israel im Schatten des Massakers der Hamas am 7. Oktober 2023, des nachfolgenden Gaza-Krieges, des global explodierenden Antisemitismus sowie des gegenwärtigen Nahost-Krieges zwischen Israel, der USA und dem Iran. Beide Autoren - der eine Christ, der andere Jude - spielen eine tragende Rolle im Bemühen, inmitten der gegenwärtigen Feindseligkeiten und Gewalt auf die elementaren Grundlagen und Gemeinsamkeiten zwischen Juden und Christen (wie auch Muslimen) hinzuweisen sowie auf die neuen Herausforderungen zu antworten, die sich aus den Krisen der Gegenwart ergeben. Die heutige Doppelausgabe von ONLINE-EXTRA mit diesen beiden Beiträgen: © 2026 bei den Autoren
Christian Rutishausers Beitrag "Küssen nicht beissen! – Von Jakob und Esau" gibt seinen Vortrag wieder, den er einen Tag vor seiner Auszeichnung mit der Buber-Rosenzweig-Medaille am 8. März 2026 in Köln hielt. Der Schweizer Theologie - u.a. seit 2014 ständiger Berater des Papstes für die Beziehungen zum Judentum und Professor für Judaistik an der Universität Luzern - ist sich dabei in seinen Überlegungen der Dramatik der Situation voll bewußt. U.a. sagt er:
"In dieser gesellschaftlichen Situation muss jüdisch-christlicher Dialog auf eine neue Grundlage gestellt werden. Wir stehen an einem Wendepunkt. Dabei kann ich hier nur für die christliche Seite von neuer Selbstverpflichtung sprechen. Dazu gehört die Bekämpfung jeglicher Form von Antisemitismus. Bildungsarbeit und Aufklärung sind zentral. Doch der Ansatz muss tiefer gehen. Man müsste die ganze Gesellschaft auf die Couch legen."
Gleiches gilt für Rabbiner Drs. Edward van Voolens Essay "Was bedeutet der Nahost-Krieg für das religiöse Miteinander?", der erstmals am 21. Mai 2026 in dem Wiener theologischen Online-Feuilleton "Feinschwarz" erschien. Der gebürtige Niederländer - u.a. Ko-Vorsitzender des Gesprächskreises Juden und Christen im Zentralkommitee deutscher Katholiken - rekurriert dabei u.a. auf jüdische Traditionen, wie sie etwa in den Festen von Pesach und Schawuot greifbar werden, und blickt dabei vor allem auf die komplexe politische Lage im Nahen Osten. Und er erinnert in diesem Zusammenhang mit Nachdruck an die Gemeinsamkeiten der drei abrahamitischen Religionen, wie etwa an die drei "Kernbegriffe", die diese Religionen miteinander teilen: "Frieden, pax, shalom, salam, aber auch Taten der Gerechtigkeit, justitia, tzedaka, sadaka, und barmherzige Liebe, misericordia, rachamim, rahmah."
Beide Beiträge erscheinen hier als ONLINE-EXTRA mit freundlicher Genehmigung der Autoren.
1) ONLINE-EXTRA Nr. 382:
Edward van Voolen:
Was bedeutet der Nahost-Krieg für das interreligiöse Miteinander?
Online-Extra Nr. 382
2) ONLINE-EXTRA Nr. 383:
Christian Rutishauser SJ:
Küssen nicht beissen! - Von Jakob und Esau
Online-Extra Nr. 383
online für ONLINE-EXTRA
Einen angenehmen Tag wünscht
Dr. Christoph Münz
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