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ISSN 1612-7331
26.11.2013 - Nr. 1466
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Die nächste Tagesausgabe erfolgt am Donnerstag, 28. November 2013.


Guten Tag!

Nr. 1466 - 26. November 2013


In den Verhandlungen über das iranische Atomprogramm hat es einen Durchbruch gegeben. Ein "Aktionsplan" sieht vor, dass der Iran seine Urananreicherung bei fünf Prozent deckelt. Im Gegenzug werden Sanktionen gelockert. Die Wertungen, Ängste und Hoffnungen in Anbetracht dieses Deals sind sehr unterschiedlich. Israels Ministerpräsident Netanyahu beispielsweise hat das Abkommen mit Iran verurteilt und als "historischen Fehler" beklagt, wie u.a. NEUE ZÜRCHER ZEITUNG und die WELT berichten. Und der Politologe und Publizist Matthias Küntzel wertet das Genfer Abkommen kurz und bündig als "Kniefall von Genf", dessen Folgen unabsehbar seien. Der ehemalige isralische Botschafter in Berlin, Avi Primor, hält hingegen im Interview mit der BERLINER ZEITUNG den Genfer Deal für richtig und vernünftig.
Ausgewählte Links mit Berichten und Kommentaren zum Thema in der Rubrik ISRAEL UND NAHOST HINTERGRUND.

Bei einer Hausdurchsuchung beim aschkenasischen Oberrabbiner Jona Metzger fanden Ermittler zwischen den heiligen Büchern in seinem Arbeitszimmer mehrere hunderttausend Schekel, eine ebenso große Summe hatte er bei einer befreundeten Familie deponiert, in seinem Privatsafe lagen weitere 200.000 Schekel (etwa 42.000 Euro). Hintergrund der Durchsuchung ist der Verdacht der Bestechlichkeit. Dem Richter reichten vorerst die Beweise, um die Untersuchungshaft um zehn Tage zu verlängern, berichtet Michael Borgstede für die WELT: "Der Oberrabbiner und sein Luxus-Leben".
Der Link zum Bericht in der Rubrik ISRAEL INTERN.

Kaum jemand hatte erwartet, dass Schelli Jachimowitsch bei den landesweiten internen Wahlen für den Vorsitz zur Arbeiterpartei am Donnerstag das Amt verlieren würde, das sie erst vor zwei Jahren übernommen hatte. Umso überraschender war der enorme Abstand von 58,5 zu 41,5 Prozent, mit dem Ex-Minister Yitzhak Herzog zum neuen Chef der Sozialdemokraten und damit auch der israelischen Opposition gewählt wurde, berichten der österreichische STANDARD und ISRAELNETZ. Ben Segenreich porträtiert den neuen starken Mann der Arbeiterpartei für den STANDARD: "Neuer Chef für Israels Arbeiterpartei".
Die Links dazu in der Rubrik ISRAEL INTERN.

Die Büroleitungen der deutschen Parteistiftungen in Israel und Palästina werden sich verwundert die Augen gerieben haben. Denn einem aktuellen Bericht der israelischen Organisation "NGO Monitor" zufolge unterstützen die Stiftungen radikale, friendensfeindliche und sogar antisemitische Organisationen. Kai Günther, der die Geschiche für AL SHARQ recherchiert hat, vermutet den Grund für die insgesamt abwegigen Urteile darin, dass die betroffenen Organisationen der isralischen Rechen ein Dorn im Auge sind: "Deutsche Parteistiftungen in Israel und Palästina im Fokus der israelischen Rechten".
Der Link zum Beitrag in der Rubrik ISRAEL, DEUTSCHLAND, EUROPA UND DIE WELT.

Immer noch sorgt der Fall Gurlitt und die gefundenen Raubkunstbilder Schlagzeilen. In der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG meldet sich mit einem Gastkommentar James D. Bindenagel zu Wort, der bis 1989 stellvertretender US-Botschafter in Ostberlin und dann Sonderbeauftragter für Holocaust-Angelegenheiten war. Der heutige Vizepräsident der DePaul University in Chicago meint: Es ist ein Unterschied, ob Diebe Bilder stehlen - oder ob der Raub Teil eines Völkermordes ist und fodert, der deutsche Staat müsse endlich eine Strategie entwickeln, wie er mit Plünderungen der Nazis umgehen will: "Die Schuld der Gurlitts".
Der Link zum Kommentar in der Rubrik VERGANGENHEIT...

Ungarns Regierung will mit einer neuen Gedenkstätte an die Opfer des Holocaust erinnern, insbesondere an die Kinder, aber viele Juden sind skeptisch. Sie bezweifeln, dass die rechtspopulistische Orbán-Regierung tatsächlich einen neuen Kurs einschlägt, berichtet Keno Verseck für den SPIEGEL: "Holocaust-Gedenken in Ungarn: Ein Museum für die toten Kinder".
Der Link zum Bericht in der Rubrik VERGANGENHEIT...

Er hetzt seit Jahren gegen Roma, Homosexuelle und Israel sowie gegen andere Minderheiten - und nun ist der Rechtsradikale Marian Kotleba in der Slowakei überraschend zum Regionalpräsidenten gewählt worden. Sein Wahlsieg schockiert das Land, die etablierten Parteien wirken ratlos, wie den Berichten in TAZ und SÜDDEUTSCHE ZEITUNG zu entnehmen ist. Unterdessen hat der Jüdische Kongress in der mittelslowakischen Region Banska Bystrica einen Aktionsplan gefordert, um dem Vormarsch neonazistischer Parteien in Europa entgegenzutreten. "Wir müssen der Neonazi-Dynamik Einhalt gebieten und die Hasswelle, von der Teile Europas überschwemmt sind, umwenden", so Kongress-Präsident Moshe Kantor laut einem Bericht der WIENER ZEITUNG: "Slowakischer Obernazi".
Die Links zum Thema in der Rubrik ANTISEMITISMUS.

Jan Süselbeck stellt für LITERATUR.DE das kürzlich erschienen Buch von Peter Ullrich über Antisemitismuskritik und Antizionismus in der deutschen Linken näher vor. Auffallend, so Süselbeck sei bereits die Kombination der Förderer dieses Bandes: Die Axel-Springer-Stiftung wie auch die Rosa-Luxemburg-Stiftung. "Was bewegte diese beiden, auf den ersten Blick politisch so diametral entgegengesetzt orientierten Vereinigungen, sich gemeinsam für das Projekt zu engagieren?", fragt Süselbeck, um im Folgenden eine Reihe literaturwissenschaftlicher Anmerkungen zu dem Buch und dem Problem des linken Antisemitismus zu machen: "Plädoyer für eine neue Selbstreflexivität".
Der Link dazu in der Rubrik ANTISEMITISMUS.

Nikolaus Schneider (65), Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, hat am Donnerstagabend in Berlin den Leo-Baeck-Preis erhalten. Schneider zeige eine tiefe Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinschaft weltweit sowie mit dem Staat Israel, begründete der Zentralrat der Juden in Deutschland seine Entscheidung. Schneider sprach sich in seiner Dankesrede, die das Potential christlich-jüdischer Zusammenarbeit auszuloten sucht, erneut gegen jede Missionierung von Juden aus und plädierte für ein solidarisches Zusammenstehen zum Existenzrecht Israels, berichten JÜDISCHE ALLGEMEINE WOCHENZEITUNG, ISRAELNETZ und KÖLNER STADTANZEIGER. Schneiders Dankesrede ist schließlich im Wortlaut auf den Seiten der EKD nachzulesen: "Gemeinsames Handeln als Juden und als Christen für unsere Welt".
Die Links dazu in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

Konflikte rühren oft vom Nichtwissen. Noch öfter vom Nichtverstehen: Wie »ticken« die »anderen« wirklich? Was sind ihre inneren Antriebskräfte, ihre gedanklichen Prinzipien? Damit Debatten über kulturelle Unterschiede nicht mehr so schnell ins Leere laufen, stellt der Freiburger Theologe Bernhard Uhde in seinem jüngsten Buch die inneren Konzepte vor, die die innere spirituelle und kulturelle Dynamik der großen Weltreligionen ausmachen - und zwar so, wie sie sich für Anhänger dieser Religion darstellen. Er hofft dadurch, eine neue Basis für den Dialog und das Zusammenleben der Religionen zu liefern, wie er im Interview mit der BADISCHEN ZEITUNG deutlich macht: "Der Freiburger Theologe Uhde über die Weltreligionen".
Der Link zum Interview in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

"Ich bin so zuversichtlich wie niemals zuvor", betonte Dieter Graumann bei seinem Rechenschaftsbericht zum vergangenen Jahr, den er als Präsident des Zentralrats der Juden . vor den Teilnehmern der Ratsversammlung in Berlin ablegte. Diesen Optimismus haben ihm nicht zuletzt die Erlebnisse und Erfahrungen der letzten drei Tage des in Berlin erstmals ausgericheten Gemeindetages vermittelt, betonte er, wie Heike Sobotka in ihrem Bericht für die JÜDISCHE ALLGEMEINE WOCHENZEITUNG schreibt: "Das Wir-Gefühl gestärkt".
Der Link zum Berich in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Anlässlich dieses dieses ersten jüdischen Gemeindetags macht sich der Münchner Historiker Michael Brenner ebenfalls in der JÜDISCHEN ALLGEMEINEN WOCHENZEITUNG darüber Gedanken, ob das Prinzip der Einheitsgemeinden in Deutschland noch aktuell ist. Ja, meint er, sofern die Vielfalt garantiert sei: "Unter einem Dach".
Der Link zu seinen Ausführungen in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Bundespräsident Gauck hat die Entwicklung neuer jüdischer Gemeinden in Deutschland nach dem Holocaust gewürdigt. Es gebe inzwischen viel unbeschwertes jüdisches Leben, sagte er am Sonntag beim jüdischen Gemeindetag in Berlin, wo er erstmals als Bundespräsident an einer offiziellen Veranstaltung des Zentralrats der Juden teilnahm. BERLINER MORGENPOST, die WELT und JÜDISCHE ALLGEMEINE WOCHENZEITUNG berichten von Gemeindetag und Bundespräsidentenbesuch: "Für mich ist das auch ein Wunder".
Die Links dazu in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Bevor er Verleger und Autor wurde, hatte sich der 1954 geborene Gabi Gleichmann als politisch engagierter Journalist ins Zeug gelegt. Die Nähe zu seinen Kindern ermutigte ihn zur Phantasie. Das Resultat ist ein über 600 Seiten starker Bestsellerroman, der die Geschichte der jüdischen Familie Spinoza erzählt. Ein Roman, der durch Fabulierlust und genaue Erfindungsgabe glänzt, meint Carsten Hueck, der den Autor in der NEUEN ZÜRCHER ZEITUNG näher vorstellt: "Gabi Gleichmann - ein jüdischer Europäer".
Der Link zum Porträt in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Die Forderung nach einer gerechteren Welt und nach einer Kirche im Dienst der Armen stehen im Zentrum des ersten Lehrschreibens von Papst Franziskus. In dem Apostolischen Schreiben "Evangelii gaudium" (Die Freude des Evangeliums), die der Vatikan heute veröffentlichte, prangert Franziskus Auswüchse der globalen Wirtschaftsordnung an und entwickelt Linien für eine zeitgemäße Verkündung der christlichen Botschaft sowie für eine Reform der Kirchenstrukturen, berichtet der SPIEGEL. Und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, würdigt das Apostolische Schreiben in einer ersten Stellungnahme.
Weiere Infos und Links in der Rubrik CHRISTLICHE WELT .

Wenn die Kirche in der DDR den Blues hatte, war die Kirche auch voll. Die heute Abend im TV zu sehende Dokumentation "Im Namen des Herrn" beleuchtet das Zusammenspiel von Popmusik und Kirche im verordneten Sozialismus und stütz sich dabei auf bislang unveröffentlichte historische Aufnahmen, berichtet Gunnar Leue in er TAZ: "Ein Halleluja für den Rebellenrock".
Der Link zum Beitrag in der Rubrik CHRISTLICHE WELT und weitere Infos in der Rubrik FERNSEH-TIPPS.

Ein deutscher Fremdenführer begegnet in einer evangelischen Kirche in Rom dem Papst. Diese Begegnung löst bei ihm ein Gedankenspiel über die dunklen Kapitel der Kirchengeschichte aus, etwa über die Rolle des Vatikans während des Holocausts. In seinem Roman "Die linke Hand des Papstes" zeigt sich der Büchner-Preisträger Friedrich Christian Delius als ausgewiesener Kenner der Stadt Rom und der Geister, die diese Stadt prägen, meint Michael Opitz, der den Roman für DEUTSCHLANDRADIO vorstellt: "Hinter den Kulissen des Vatikans".
Der Link zur Buchvorstellung in der Rubrik ONLINE-REZENSIONEN.

Dies alles und noch viel mehr wie üblich direkt verlinkt, ergänzt von aktuellen FERNSEH-TIPPS sowie einschlägigen ONLINE-REZENSIONEN im heutigen COMPASS.


Einen angenehmen Tag wünscht


Dr. Christoph Münz

COMPASS

redaktion@compass-infodienst.de

(Editorial zusammengestellt unter Verwendung des Teasermaterials der erwähnten Artikel)



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EDITORIAL HIGHLIGHTS

26. November 2013

 * Genfer Iran-Abkommen: Historische Chance oder Kniefall? ... mehr
 
 * Der Oberrabbiner und sein Luxus-Leben ... mehr
 
 * Neuer Chef für Israels Arbeiterpartei ... mehr
 
 * Deutsche Parteistiftungen in Israel und Palästina im Fokus der israelischen Rechten ... mehr
 
 * Die Schuld der Gurlitts ... mehr
 
 * Ungarn: Ein Museum für die toten Kinder ... mehr
 
 * Slowakischer Obernazi zum Regionalpräsidenten gewählt ... mehr
 
 * Deutsche, Linke und der Nahostkonflikt ... mehr
 
 * Juden und Christen: Nikolaus Schneider mit Leo-Baeck-Medaille geehrt ... mehr
 
 * Freiburger Theologe Uhde über die Weltreligionen ... mehr
 
 * Zentralratspräsident Dieter Graumann legt Rechenschaftsbericht ab ... mehr
 
 * Historiker Michael Brenner zum Konzept der Einheitsgemeinden ... mehr
 
 * Bundespräsident Gauck beim Jüdischen Gemeindetag ... mehr
 
 * Gabi Gleichmann - ein jüdischer Europäer ... mehr
 
 * "Evangelii gaudium": Papst veröffentlicht Lehrschreiben ... mehr
 
 * Ein Halleluja für den Rebellenrock ... mehr
 
 * Buch-Kritik: Christian Friedrich Delius - Die linke Hand des Papstes ... mehr
 
 * TV-Tipp: Kirche, Pop und Sozialismus ... mehr


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Die nächste Tagesausgabe erfolgt am Donnerstag, 28. November 2013.