Deutsche Bibliothek
ISSN 1612-7331
28.11.2011 - Nr. 1303
Anmeldung Abonnement Online-Extra Pressestimmen Leserstimmen Über COMPASS Archiv


Editorial
Israel und Nahost
... aktuell
... Hintergrund
... Israel intern
... und die Welt
Vergangenheit ...
Antisemitismus...
Interreligiöse Welt
Jüdische Welt
Christliche Welt
Online-Rezensionen
Fernseh-Tipps



anzeige


Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit

Deutscher Koordinierungsrat

Über 80 Gesellschaften haben sich im DKR zusammengeschlossen.

Besuchen Sie unsere Homepage:

Koordinierungsrat





ACHTUNG:

Morgen, Dienstag 29. November 2011, erscheint KEIN COMPASS.
Am Mittwoch, 30. November 2011, erscheint ONLINE-EXTRA Nr. 153 mit einer bemerkenswerten Buchvorstellung zum deutsch-israelischen Jugendaustausch.

Die nächste tagesaktuelle Ausgabe erfolgt am Freitag, 2. Dezember 2011.


Guten Tag!

Nr. 1303 - 28. November 2011


Bald können gläubige Juden in Israel ruhigen Gewissens „Schweinebraten“ essen. Ein Oberrabbiner namens Metzger - er heißt wirklich so! - hat dem Import von Gänsen zugestimmt, die wie Schweine schmecken. Diese Entdeckung sei eine Revolution für alle religiösen und traditionellen Juden, denen es laut jüdischen Speisevorschriften ansonsten ja nicht erlaubt ist, Schweinefleisch zu essen. Über die kulinarische Revolution berichten ISRAELNETZ und die FAZ: "Bald Schweinebraten im Heiligen Land".
Die Links dazu in der Rubrik ISRAEL INTERN.

Die Zukunft des Nahen Ostens – das war das Thema eines Vortrags am Donnerstagabend in den Räumen der Jüdischen Gemeinde Bochum. Und dafür hatte man ohne Zweifel einen prominenten Redner gewinnen können: Israels ehemaligen Ministerpräsidenten Ehud Olmert. Was er gesagt hat, haben die JÜDISCHE ALLGEMEINE WOCHENZEITUNG und DER WESTEN aufgeschrieben: "Herausforderung Zukunft".
Die Links zu den Berichten in der Rubrik ISRAEL, DEUTSCHLAND, EUROPA UND DIE WELT.

Bereits letzten Donnerstag sorgte ja der scheidende Botschafter Israels in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, mit einem Interview in der BILD-Zeitung für Aufsehen, indem er sich für ein Verbot der NPD aussprach (siehe Compass 24.11.2011). Heute nun ist in der WELT ein noch umfangreicheres Interview mit Ben-Zeev zu lesen, indem es zwar auch um NPD, Rechtsextremismus und Antismemitismus geht, aber doch hauptsächlich um das deutsch-israelische Verhältnis, dessen Wurzeln - so Ben-Zeev - stark seien. Auf die Frage, was seine Befürchtungen und Hoffnungen für die Zukunft der deutsch-israelischen Beziehungen seien, antwortete Ben-Zeev u.a.:
"Ich bin Israeli. Steinmeier sagte mir einmal: Ihr lebt in einer Bunkermentalität. Darauf habe ich geantwortet: Wir leben in einer Bunkerrealität. Ich denke, wir sollten härter arbeiten, um Berührungspunkte zwischen beiden Ländern zu finden, nicht nur zwischen führenden Politikern. Eine Agenda für beide Gesellschaften zu finden ist sehr wichtig. Das ist aber schwierig. Hier sind es 80 Millionen Leute, dort sind es acht Millionen. Die Deutschen beschäftigen sich mit Europa, während ein israelischer Premier jeden Morgen aufwacht und bewusst oder unbewusst die Frage stellt, was kann das Leben meines Landes gefährden? Wir haben keinen Spielraum für Fehler."
Der Link zum Interview in der Rubrik ISRAEL, DEUTSCHLAND, EUROPA UND DIE WELT.

Eine Glocke mit Hakenkreuzen zu Ehren Hermann Görings, dazu ein unkritischer Erklärtext: Im nordfriesischen Tümlauer-Koog fand man es jahrelang normal, dass dieses Denkmal auf dem Platz für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs steht. Jetzt greift Ministerpräsident Carstensen ein, was wiederum vor Ort zu Streit führt, wie die WELT und der SPIEGEL berichten: "Görings Glocke".
Die Links dazu in der Rubrik VERGANGENHEIT...

Vor 50 Jahren wurde der NS-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann, der jahrelang unbehelligt in Argentinien gelebt hatte, in Jerusalem zum Tode verurteilt. Aus diesem Anlass zeichnet die österreichische PRESSE die "Karriere eines Henkers" noch einmal nach. Ergänzt wird dies an gleicher Stelle mit einem Interview mit Gabriel Bach, der vor 50 Jahren stellvertretender Ankläger im Prozess gegen Eichmann war: "Wenn jemals einer die Todesstrafe verdient hat, dann Adolf Eichmann".
Die Links zum Thema in der Rubrik VERGANGENHEIT...

Bedingt durch die ungeheuerlichen Vorgänge rund um die noch ungeheuerlicheren Mordtaten deutscher Rechtsterroristen erhält erhält die extreme Rechte zur Zeit so viel öffentliche Aufmerksamkeit wie schon lange nicht mehr. Matti Steinitz sich hat für die JUNGLE WORLD rechtsextreme Blogs und Websites angesehen und schildert, wie die szeneinterne Debatte um eine Positionierung gegenüber den Ereignissen vonstatten geht: "Von Anders zu Zschäpe".
Der Link zu seiner Reportage in der Rubrik RECHTSRADIKALISMUS.

Auch – und gerade – in Verfassungen demokratisch-liberaler, weltanschaulich «neutraler» Staaten finden sich Bezugnahmen auf Gott, insbesondere in den Präambeln, die in aller Regel in feierlichem Ton gehalten sind. – Haben wir es dabei nur mit Relikten aus einer fernen Vergangenheit zu tun? Oder ist der Gottesbezug zurecht an diesen Orten verankert? Dieser Frage und dem Streit um den Namen des Allmächtigen in Verfassungen und Verträgen widmet sich der Politikwissenschaflter Hans Maier, von 1970 bis 1986 Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus, in einem Essay für die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG: Gottesformeln.
Der Link zum Essay in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

Viele ausländische Christen verändern das Erscheinungsbild der Kirchen in Israel. Doch der Boom trügt, denn nur ein Bruchteil dieser Besucher wird bleiben, viele arbeiten nur eine Zeit lang im Heiligen Land. Unabhängig davon beobachten die Kirchen vielmehr einen Aderlass und sinkende Mitgliedszahlen, wie Susanne Knaul in einer Reportage für DOMRADIO berichtet: "Israels Christentum im Wandel".
Der Link dazu in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

Die Entlassung einer württembergischen Vikarin, die mit einem Muslim verheiratet ist, hat in Stuttgart zu einer Kontroverse während der Herbstsynode der Württembergischen Landeskirche geführt. Unterdessen kämpft die Vikarin um ihren Platz im Pfarrhaus. Das SONNTAGSBLATT und die TAZ berichten nähere Hintergründe zu dem Fall: "Ein Gott und zwei Wege des Glaubens".
Die Links zu den Berichten in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr wurde Dieter Graumann als neuer Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland gewählt. Zur Zeit tagt die Ratsversammlung des Zentralrats in Weimar, wo Dieter Graumann nun den Delegierten nicht nur eine erste Bilanz seiner Arbeit zog, sondern zugleich auch einen ersten Erfolg seiner Bemühungen präsentierte: Die staatlichen Zuschüsse für die oberste Vertretung der Juden in Deutschland werden verdoppelt. In Abänderung des laufenden Staatsvertrages wird die Körperschaft ab 2012 von der Bundesregierung nicht mehr mit fünf, sondern mit zehn Millionen finanziert, wie Detlef David Kauschke für die JÜDISCHE ALLGEMEINE WOCHENZEITUNG berichtet. In gleich drei Interviews mit Graumann selbst - in WELT, DOMRADIO und OSNABRÜCKER ZEITUNG - wird dessen Profil und Konzept einmal mehr recht deutlich. So wie Juden in Deutschland bis heute wahrgenommen werden, gibt es für sie zwei Rollen zu besetzen: "als trauriges Opfer von früher und als lästiger Mahner von heute", sagt Graumann. Beides findet er nicht gut. "Anders, frischer, moderner und sogar positiv" müsse sich die Glaubensgemeinschaft präsentieren, als "Schatzkiste positiver Werte".
Die Links zu Bericht und Interviews in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Weltweit dokumentieren Archive und Nachlässe das Schicksal jüdischer Auswanderer. Doch viele wertvolle Zeugnisse drohen trotzdem in Vergessenheit zu geraten. Wo sich beispielsweise einst Synagogen befanden, wurden Parkplätze oder Einkaufszentren gebaut – manche Spuren verschwanden auch unter brachliegendem Gelände. Ein kollektives Vergessen setzte ein. Viele Menschen wissen deshalb gar nicht mehr, dass es eine jüdische Gemeinde in ihrer unmittelbaren Umgebung gegeben hat. Internationale Historiker haben sich zusammengetan, um das ändern, wie Cornelia Rabitz in einem Beitrag für die DEUTSCHE WELLE schildert: "Rettung des deutsch-jüdischen Kulturerbes".
Der Link dazu in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Wie sollte man angesichts der Gaskammern von Auschwitz noch dichten - und wie sollte man im Blick auf die Barbarei im humanistisch-aufgeklärten Deutschland noch von Gott reden? Wie Poeten diese heikle Frage beantwortet haben, zeigt eine kürzlich unter dem Titel "Gottesgedichte" veröffentlichte Anthologie, die der katholische Theologieprofessor Karl-Josef Kuschel und der evangelische Pfarrer Helmut Zwanger vorgelegt haben. Marcus Mockler stellt den Band für EPD näher vor: "Lyrik nach Auschwitz".
Der Link zur Buchvorstellung in der Rubrik ONLINE-REZENSIONEN.

Dies alles und noch viel mehr wie üblich direkt verlinkt, ergänzt von aktuellen FERNSEH-TIPPS sowie einschlägigen ONLINE-REZENSIONEN im heutigen COMPASS.


Einen angenehmen Tag und eine gute Woche wünscht


Dr. Christoph Münz

COMPASS

redaktion@compass-infodienst.de

(Editorial zusammengestellt unter Verwendung des Teasermaterials der erwähnten Artikel)



Abo-Hinweis

 Die Information, in welchem externen Medium Sie den vollständigen Text kostenfrei lesen können sowie einen Link dorthin ist angemeldeten Abonnenten vorbehalten!
Sie möchten die Information über die Fundstelle inkl. Quellenangabe und Link zum Artikel sehen und nutzen, um den angegebenen Artikel zu lesen?
Dann abonnieren Sie unsere Seiten oder testen Sie uns vorab mit einem kostenfreien Schnupper-Abonnement!
Abo bestellen

Sie sind bereits Abonnent?
Dann melden Sie sich bitte erst mit Ihrem Benutzernamen und Passwort an, um die Fundstelle inkl. Quellenangabe und Link sehen und nutzen zu können!

Anmeldung


» Home | » Impressum | » Online-Extra | » Pressestimmen | » Leserstimmen | » COMPASS-Service | » Archiv
   
   

 

 


EDITORIAL HIGHLIGHTS

28. November 2011

 * Kulinarische Revolution: Schweinebraten im Heiligen Land ... mehr
 
 * Ehud Olmert in Deutschland ... mehr
 
 * Botschafter Ben-Zeev zum dt.-isr. Verhältnis: "Starke Wurzeln" ... mehr
 
 * Streit um Görings Glocke ... mehr
 
 * Vor 50 Jahren: Hinrichtung von Adolf Eichmann ... mehr
 
 * Wie die rechte Szene den Rechtsterrorismus diskutiert ... mehr
 
 * Gottesformeln in Verfassungen und Verträgen ... mehr
 
 * Israels Christentum im Wandel ... mehr
 
 * Ehe mit Muslim? Kündigung! ... mehr
 
 * Bilanz: Ein Jahr Dieter Graumann als Präsident des Zentralrats ... mehr
 
 * Rettung des deutsch-jüdischen Kulturerbes ... mehr
 
 * Buch-Tipp: Gottesgedichte - Lyrik nach Auschwitz ... mehr 

weiter zum vollständigen
EDITORIAL

***************


ACHTUNG:

Morgen, Dienstag 29. November 2011, erscheint KEIN COMPASS.
Am Mittwoch, 30. November 2011, erscheint ONLINE-EXTRA Nr. 153 mit einer bemerkenswerten Buchvorstellung zum deutsch-israelischen Jugendaustausch.

Die nächste tagesaktuelle Ausgabe erfolgt am Freitag, 2. Dezember 2011.