ACHTUNG:
ONLINE-EXTRA Nr. 147
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Die Formulierung des Vortragstitels scheint - zumindest im Blick auf den christlich-jüdischen Dialog - buchstäblich in Frage zu stellen, was uns eigentlich schon zur unausgesprochenen Selbstverständlichkeit geworden ist: "Sind Christen bereit für den Dialog mit Juden und Muslimen?" Bereit für den "Dialog mit Juden"? Wird dieser nicht seit Jahrzehnten bereits geführt? Auf kirchlicher und theologischer Ebene, in beinahe unzähligen Gesprächskreisen und Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit? Was soll diese Frage? Und was hat sie mit "Hören lernen", der ersten Hälfte des Vortragstitels, zu tun? Und inwiefern tangiert die Bereitschaft für einen Dialog mit Juden diejenige eines Dialogs mit Muslimen?
Markus Heitkämper, Theologe, Pfarrer und evangelischer Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Essen, hinterfragt vor dem Hintergrund des diesjährigen Jahresthemas der über 80 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit - "Aufeinander hören - Miteinander leben" - eine Reihe von Annahmen und Voraussetzungen des christlich-jüdischen Gesprächs, die so selbstverständlich geworden sind, dass viele schon meinen, den Dialog mit den Juden wie eine erledigte Hausaufgabe ad acta legen zu können..., um sich der eigentlichen Herausforderung unserer Zeit zu widmen: dem Dialog mit den Muslimen. Mit klarem Blick legt er dabei einige der virulentesten und brisantesten Aspekte im Gespräch von Christen mit Juden offen, kritisiert aktuelle Tendenzen zur Marginalisierung des christlich-jüdischen Dialogs und arbeitet die schmerzlichen Schwachstellen einer mittlerweile zu oft als Erfolgsgeschichte verharmlosten Begegnung zwischen Juden und Christen heraus. Indem er dergestalt ein aktuelles Profil des christlich-jüdischen Dialogs erstellt, vermag er in einem nächsten Schritt sehr präzise eine Reihe von grundsätzlichen Aspekten zu benennen, die im Blick auf einen Dialog mit den Muslimen von elementarer Bedeutung sind.
Heitkämper trug seine nachstehenden Überlegungen anlässlich der lokalen Eröffnung der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit am 14. März 2011 in der "Alten Synagoge Essen - Haus jüdischer Kultur" vor. COMPASS präsentiert Ihnen diesen Vortrag nachfolgend als ONLINE-EXTRA Nr. 147 im Wortlaut: "Hören lernen - Sind Christen bereit für den Dialog mit Juden und Muslimen?"
COMPASS dankt dem Autor für die Genehmigung zur Wiedergabe seines Textes an dieser Stelle!
Hier finden Sie ONLINE-EXTRA Nr. 147:
Online-Extra Nr. 147
online exklusiv für ONLINE-EXTRA
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Dr. Christoph Münz
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