ACHTUNG:
Die nächste tagesaktuelle Ausgabe erscheint am Montag, 04. Oktober 2010.
ONLINE-EXTRA Nr. 125
© 2010 Copyright bei Autor und Verlag
Im Jahre 2003 beginnt der Theologe und Pfarrer Friedrich Gölz Briefe an seinen Enkel David zu schreiben. Briefe, die von einer langen Reise berichten, der Reise eines Christenmenschen zu den Wurzeln seines Glaubens, dem Judentum. Am Ende wurden es 22 Briefe, sehr persönliche Schreiben, tiefgehende Überlegungen zu "der immer schon belasteten Beziehung zwischen Judentum und Christentum", Briefe, in denen er nicht nur versucht, seinem Enkel viele verschiedene Aspekte des Judentums nahe zu bringen, sondern die zugleich eine bisweilen vorsichtig tastende, bisweilen im besten Sinne des Wortes radikale Selbstvergewisserung der eigenen christlichen Existenz im Angesicht von Auschwitz darstellen. In sanftem und dennoch eindringlichen Ton erzählt er von jüdischen und christlichen Persönlichkeiten, denen er auf seiner Reise begegnete und die sein Denken entscheidend mitprägten, anschaulich erklärt er seinem Enkel die verschiedenen Strömungen innerhalb des Judentums, setzt sich mit der unheilvollen Geschichte von Kirche und Theologie im Verhältnis zu Juden und Judentum auseinander und kommt immer wieder auch auf den Nahost-Konflikt zu sprechen. Treffend heißt es in einer Rezension über den Charakter des so entstandenen Buches:
"Es sind keine distanzierten theologischen oder historischen Abhandlungen. Der Leser wird vielmehr hineingenommen in das Denken, ja das Ringen eines von wesentlichen Fragen umgetriebenen, sensiblen Theologen, Pfarrers und Zeitgenossen. Das persönliche Engagement, die biographische Verankerung, das Teilhaben an der Entwicklung seines Denkens und Empfindens, das ist es, was diese Briefe so lesenswert macht und den Leser herausfordert, eigene, lieb gewordene Positionen zu überdenken."
Das heutige Online-Extra präsentiert vier der 22 "Briefe an David", die Ihnen einen exemplarischen Eindruck von Stil und Inhalt der "Briefe an David" geben. Und wenn Sie davon animiert auch die restlichen 18 Briefe lesen möchten, können Sie das vollständige Buch als pdf-Datei herunterladen. Aufgrund einer sogenannten "Creative Commons Lizenz", die der Klingenstein-Verlag, in dem die "Briefe an David" 2008 als Buch erschienen, veranlaßt hat, steht das Buch zur nicht-kommerzielle Nutzung als pdf-Datei zur Verfügung.
COMPASS dankt dem Autor und dem Verlag für die Veröffentlichung der Texte an dieser Stelle!
Hier finden Sie ONLINE-EXTRA Nr. 125:
Online-Extra Nr. 125
online exklusiv für ONLINE-EXTRA
Einen angenehmen Tag wünscht
Dr. Christoph Münz
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