Deutsche Bibliothek ISSN 1612-7331
30.07.2012 - Nr. 1358

ACHTUNG:

COMPASS macht SOMMERPAUSE!

Von Mittwoch, 1. Juli 2012, bis einschließlich Freitag, 07. September 2012, erscheint KEIN COMPASS!

Die nächste tagesaktuelle Ausgabe nach der Sommerpause erfolgt am Montag, 10. September 2012. 



ONLINE-EXTRA Nr. 166

Juli 2012

Im Zuge der Diskussionen um einen "linken Antisemitismus" als auch vor dem Hintergrund eines stark verbreiteten Rechtsradikalismus insbesondere in den neuen Bundesländern hat auch in historischer Perspektive die Frage nach dem Antisemitismus in der DDR neues Gewicht und vermehrt Aufmerksamkeit erhalten. Gemeinhin vertreten Historiker dabei die Meinung, in der DDR habe es einen staatlich sanktionierten und instrumentalisierten Antisemitismus gegeben. In der Öffentlichkeit ist dieser Eindruck zuletzt insbesondere duch die von der Amadeu Antonio Stiftung initiierte und an vielen Orten zu sehende Wanderausstellung „Das hat es bei uns nicht gegeben“ bestärkt worden.
Eine diesem Mainstream entgegengesetzte, sehr viel differenziertere Ansicht vertritt hingegen Gabriel Berger, der Autor des heutigen ONLINE-EXTRA. Berger schreibt:

"Als selbst Betroffener sehe ich die Notwendigkeit, hierzu einige Fakten richtigzustellen und zwar nicht aus der Position des Historikers, sondern aus der eines Zeitzeugen. Dabei erhebe ich keinen Anspruch auf die volle Wahrheit, bestreite aber die Richtigkeit des von der Mehrheit deutscher Zeithistoriker heute präsentierten Bildes über die Haltung der Machtelite der DDR zu den Juden."

Denn, so begründet er an anderer Stelle,
"ich habe selbst in der DDR als Überlebender des Holocaust gelebt und kann deshalb über dem Umgang des Staates DDR mit Juden aus perönlicher Perspektive berichten. Da ich als 'Staatsverleumder' ein Jahr im Gefänglis verbracht habe, war und bin ich kein Anhänger dieses Staates. Dennoch fällt mein Urteil über das Verhältnis der DDR-Staatsmacht zu den Juden nicht negativ aus."

Dabei geht es Berger gewiß nicht darum, die DDR und ihr politisches System reinzuwaschen, sondern vielmehr
"die Problematik Juden in der DDR der stereotypen Betrachtung durch die Brille des 'gewonnenen kalten Krieges' zu entreißen und ohne eine vorgefasste Meinung zum Diskussionsgegenstand zu machen."

Bergers umfangreicher Essay "War die DDR antisemitisch?" erscheint in zwei Teilen als Doppel-ONLINE-EXTRA Nr. 166 und 167. Nach Erscheinen des zweiten Teils steht dann wie üblich auch eine pdf-Datei mit dem vollständigen Text zum Download zur Verfügung. 


COMPASS dankt dem Autor für die Genehmigung zur Wiedergabe des Textes an dieser Stelle!  

Hier finden Sie ONLINE-EXTRA Nr. 166:
Online-Extra Nr. 166

© 2012 Copyright beim Autor
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ONLINE-EXTRA



Einen angenehmen Tag und eine gute Woche wünscht




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