ONLINE-EXTRA Nr. 71
Israel wird 60 Jahre alt - und die Online-Ausgaben der Tages- und Wochenzeitungen sowie anderer Medienportale nutzen dieses Jubiläum, um eine ganze Reihe von Reportagen, Interviews, Info-Artikeln, Essays und Porträts zum Thema Israel online zu stellen. Viele dieser Beiträge haben grundsätzlichen Charakter und dürften über den Anlass ihrer Entstehung hinaus von Interesse sein. In den vorliegenden beiden ONLINE-EXTRA-Ausgaben Nr. 71 und Nr. 72 sind einige der interessantesten Beiträge aufgelistet.
ONLINE-EXTRA Nr. 71 versammelt Links zu herausragenden Einzelartikeln in den Online-Ausgaben der großen Tages- und Wochenzeitungen.
ONLINE-EXTRA Nr. 72 versammelt Links zu Online-Artikelsammlungen der Printmedien und anderer Infoportale, zu Einzelartikeln diverser Zeitungen und Zeitschriften, sowie Links zu einer kleinen Sammlung von Artikeln, die sich mit dem Thema "Literatur und Israel" befassen.
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Nahost/Israel, Gedenken und Erinnern, Antisemitismus, Rechtsradikalismus, multikulturelle Gesellschaft, christlich-jüdischer und interreligiöser Dialog, jüdische Welt. Ergänzt von Rezensionen und Fernseh-Tpps!
Israel wird 60
Grußwort von Shimon Peres an die Gemeinden in der Diaspora
Am Abend des 7. Mai 2008 beginnen auf dem Herzl-Berg in Jerusalem die offiziellen Feierlichkeiten zum 60. Unabhängigkeitstag des Staates Israel. Mit der Staatsgründung im Jahre 1948 wurde die Unabhängigkeit des jüdischen Volkes nach 2000 Jahren wieder hergestellt.
Im Land Israel hat das jüdische Volk vor 4000 Jahren begonnen, seine Religion und Kultur zu entwickeln, und seitdem eine fortdauernde physische Präsenz aufrecht erhalten, über Jahrhunderte als souveräner Staat, zu anderen Zeiten unter fremder Herrschaft. Während ihrer langen Geschichte ist die Rückkehr nach Israel das zentrale Anliegen von Juden auf der ganzen Welt geblieben.
Unter den folgenden Links finden sich die Grußworte von Staatspräsident Shimon Peres und Ministerpräsident Ehud Olmert an die Diasporagemeinden:
Grußwort von Ehud Olmert an die Gemeinden in der Diaspora
Grußwort von Ehud Olmert an die Kinder in der Diaspora
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In 33 Minuten zur Unabhängigkeit
[FAZ]Der Gründer-Patriarch
[FAZ]Bomben im Morgengrauen
[FAZ]Wie aus einer fernen Zeit
[FAZ]41% aller Juden weltweit leben in Israel
Während sich die jüdische Bevölkerung in Israel seit 1948 etwa verachtfacht hat (von 650 000 auf 5.5 Millionen), ist die Zahl der Juden in der Diaspora um ca. 30% gesunken, was sowohl mit der Einwanderung nach Israel als auch mit Assimilation und Überalterung zu tun hat.
Prof. Sergio DellaPergola vom Avraham Harman Institute for Contemporary Jewry an der Hebräischen Universität Jerusalem geht davon aus, dass der Trend eines Schwindens der Diaspora anhält.
Nötiger als das tägliche Brot
[DER TAGESSPIEGEL]"Noch nicht gelungen, noch nicht gescheitert"
[DER TAGESSPIEGEL]Das Land im Inneren
[DER TAGESSPIEGEL]Wer ist Israel?
[DER TAGESSPIEGEL]Nahost/Pakistan: Beten für Israel
„Wir hoffen auf volle diplomatische Beziehungen, so dass wir eines Tages ins Heilige Land pilgern können“, erklärte der Präsident des Verbandes pakistanischer Christen vor Journalisten anlässlich der 60-Jahr-Feiern zur Staatsgründung in Israel. In allen Kirchen Pakistans werde man für Frieden und den Schutz Jerusalems beten.
Israels Bevölkerung auf 7.3 Millionen angewachsen
Seit dem letzten Unabhängigkeitstag ist die Bevölkerung um 1.8% angewachsen. 156 400 Babys wurden geboren, und 18 000 Personen wanderten neu nach Israel ein.
Etwas mehr als Dreiviertel aller Israels sind Juden (5.5 Millionen), 20% sind Araber. (1.5 Millionen). 69% der Juden wurden im Land geboren, 1948 waren es nur 35%.
Noch immer lebt die Bevölkerungsmehrheit im Großraum Tel Aviv, wenn der Anteil auch von 71% im Jahr 1948 auf 53% gesunken ist. Während zur Zeit der Staatsgründung nur 19% aller Israelis im Norden und Süden des Landes lebten, sind es heute immerhin 31%.
Über die Jahre ist auch das Bildungsniveau erheblich angestiegen. Der Anteil der Personen ohne Schulabschluss ist von 16% im Jahr 1948 auf 3% gesunken, während der Anteil der Personen mit einer Schulausbildung von 13 oder mehr Jahren von 9% auf 42% gestiegen ist. 1948 machten 208 Personen einen Abschluss an den beiden damaligen Universitäten des Landes. Vor zwei Jahren machten 53 000 Personen ihren Abschluss an insgesamt 62 Colleges und Universitäten.
Ein Zeichen des gestiegenen Wohlstands ist, dass die Lebensmittelausgaben sich heutzutage nur auf 16% aller durchschnittlichen Haushaltsausgaben belaufen, während es in den 50er Jahren noch 40% waren.
Die vergifteten Glückwünsche deutscher Schlauberger
[DER SPIEGEL]"Hier fühle ich mich weniger als Jüdin"
[DER SPIEGEL]Umfrage: Israelis sehen sich zuerst als Juden
Demnach gaben 47 Prozent der Befragten an, sich zuerst als jüdisch zu sehen, 39 Prozent sehen sich vorrangig als Israelis. 94 Prozent der Befragten sehen sich zudem als Teil der weltweiten jüdischen Gemeinschaft.
Vom arabischen Teil der Bevölkerung sehen sich 45 Prozent in erster Linie als Araber und 24 Prozent als Palästinenser. Zwölf Prozent sehen sich vorrangig als Israelis.
Es begann mit einem Krieg
[FRANKFURTER RUNDSCHAU]"Frieden ist ferner denn je"
[FRANKFURTER RUNDSCHAU]Dokumentar der Unabhängigkeit
[FRANKFURTER RUNDSCHAU]Knobloch hebt Bedeutung Israels für deutsche Juden hervor
"Das Land Israel ist für die heute in Deutschland lebenden Juden die geistige Heimat", sagte Knobloch der Nachrichtenagentur AFP. "Die Bedeutung dieses Landes kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn die Existenz eines jüdischen Staates bedeutet einen Rückhalt, den das jüdische Volk über fast zwei Jahrtausende nicht hatte." Israel feiert in diesen Tagen den 60. Jahrestag seiner Staatsgründung.
Knobloch widersprach ausdrücklich den in Israel zum Teil noch bestehenden Vorbehalten dagegen, dass Juden in Deutschland leben. Deutschland sei heute ein freies, demokratisches Land. Außerdem hätten sich die Menschen "in ihrer ganz überwiegenden Mehrheit" zu der Verantwortung bekannt, die aus den Geschehnissen der Shoa erwachse. "Es ist also keine Torheit, hier zu leben, wenn hier die familiären Wurzeln sind oder man eine neue Heimat gefunden hat." Sie empfinde überdies das Verhältnis der beiden Staaten als "von Freundschaft geprägt und äußerst konstruktiv". Dies beweise beispielhaft nicht zuletzt der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor wenigen Wochen in Israel.Auch 60 Jahre nach Gründung des Staates Israel empfinde sie dessen Lage als "prekär", sagte Knobloch weiter.
"Von Sicherheit kann keine Rede sein." Noch immer würden täglich Raketen auf Israel niedergehen, "die von palästinensischen Extremisten abgeschossen wurden". Und im Iran predige Präsident Mahmud Ahmadinedschad die Vernichtung des jüdischen Staates. Knobloch würdigte aber auch, dass es "vorsichtige Anzeichen für Friedensverhandlungen" gebe. Dennoch brauche Israel seine Freunde, "auch Deutschland zählt dazu".
Für die Zukunft wünsche sie Israel, "das ein dauerhafter Frieden in der Nahost-Region möglich wird", sagte Knobloch. "Wir alle können auch in Deutschland eine Menge dafür tun. Dazu sei Solidarität ebenso wichtig wie eine ausgewogene Sicht auf den bewaffneten Konflikt mit den Palästinensern. "Einseitigkeit, häufig sieht man sie zugunsten der radikalen Palästinenser, hilft niemandem."
Die politische Entwicklung im Heiligen Land
[SÜDDEUTSCHE ZEITUNG]Eine Mutter der Nation
[SÜDDEUTSCHE ZEITUNG]Auf den Ruinen eines Volkes
[SÜDDEUTSCHE ZEITUNG]Korn: Undifferenziert
Ursache sei der weiterhin virulente Propagandabegriff vom "internationalen Judentum," so Korn zur Tribüne. Er betonte die Eigenständigkeit jüdischen Lebens außerhalb Israels.
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Umfrage: Israel ist ein normaler Staat
[BERLINER ZEITUNG]Auf besondere Weise verbunden
[BERLINER ZEITUNG]"Zunehmende Tendenz, Israel abzulehnen"
[BERLINER ZEITUNG]Guiness-Weltrekord: Gemeinsames Singen der israelischen Hymne
Die Idee zu dem Ereignis hatte die israelische Geschäftsfrau und Philanthropin Galia Albin. Sie wolle die Aufmerksamkeit auf die Worte der israelischen Nationalhymne lenken und deren Bedeutung hervorheben, berichtet das israelische Magazin "Globes". Der Text der "Hatikva", was zu Deutsch "Die Hoffnung" heißt, lautet: "Solang noch im Herzen eine jüdische Seele wohnt und nach Osten hin, vorwärts, das Auge nach Zion blickt, solange ist unsere Hoffnung nicht verloren, die Hoffnung, zweitausend Jahre alt, zu sein ein freies Volk, in unserem Land, im Lande Zion und in Jerusalem!"
Der Rekordversuch findet am Mittwoch, den 7. Mai, um 22:50 israelischer Zeit (23:50 Uhr deutscher Zeit) statt. Das Singen wird über die großen israelischen Fernsehsender sowie über das Internet und in vielen Radiostationen weltweit übertragen. Auf der Webseite www.livehatikva.org, auf der es weitere Informationen gibt, zählt bereits ein Countdown.
Jüdische Gemeinden in Argentinien, New York, in der Ukraine, in Moskau, Frankreich, Niederlande, London und San Francisco haben sich für das Ereignis registriert. Es muss zwei unabhängige Zeugen geben, die Guiness bestätigen können, dass alle Anwesenden die Hymne vollständig und laut gesungen haben. Insgesamt haben sich 32 Bürgermeister als offizielle Beobachter gemäß den Guiness-Richtlinien registrieren lassen.
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