Deutsche Bibliothek
ISSN 1612-7331
20.07.2012 - Nr. 1356
Anmeldung Abonnement Online-Extra Pressestimmen Leserstimmen Über COMPASS Archiv


Editorial
Israel und Nahost
... aktuell
... Hintergrund
... Israel intern
... und die Welt
Vergangenheit ...
Antisemitismus...
Interreligiöse Welt
Jüdische Welt
Christliche Welt
Online-Rezensionen
Fernseh-Tipps



anzeige


Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit

Deutscher Koordinierungsrat

Über 80 Gesellschaften haben sich im DKR zusammengeschlossen.

Besuchen Sie unsere Homepage:

Koordinierungsrat





ACHTUNG:

Am Montag und Dienstag, 23. und 24. Juli  2012, erscheint KEIN COMPASS!

Die nächste tagesaktuelle Ausgabe erfolgt am Mittwoch, 23. Juli 2012. 


Guten Tag!

Nr. 1356 - 20. Juli 2012


Nach dem Anschlag auf einen Reisebus mit Israelis in Bulgarien gehen die Ermittler von einem Selbstmordattentat aus. Die Tat mit sieben Toten als Folge hätte verhindert werden können, sagen Experten. Es gab Vorwarnungen. Unterdessen geht die Suche nach den Schulidgen weiter. Die USA wollen die Verantwortlichen für die tödliche Attacke in Bulgarien ausgemacht haben. Wie die "New York Times" berichtet, soll eine Terrorzelle der Hisbollah hinter dem Angriff auf israelische Touristen stecken - angeblich als Vergeltung für einen getöteten iranischen Atomforscher. Kommentatoren weisen vor allem auf einen besorgniserregenden Aspekt hin: Offenbar schrecken die antiisraelischen Terrorkommandos nun nicht mehr davor zurück, "weiche Ziele" ins Visier zu nehmen - wie etwa israelische Reisegruppen im Ausland. Im Ausland umherreisende israelische Zivilisten können schon allein wegen ihrer großen Zahl viel schlechter geschützt werden als staatliche Einrichtungen. Wie Brigadegeneral Nitzan Nuriel, bis vor kurzem Leiter des Antiterrorbüros im Nationalem Sicherheitsrat, nach dem Anschlag sagte: "Die Statistik steht nicht auf unserer Seite." Inzwischen sind die getöteten und alle verletzten Israelis wieder in ihre Heimat gebracht. Unter den Ermordeten ist auch eine Schwangere.
Links zu Berichten und Kommentaren zum Thema in der Rubrik ISRAEL, DEUTSCHLAND, EUROPA UND DIE WELT.

In der arabischen Welt purzelt ein Regime nach dem anderen, nur in den Nahostkonflikt kommt keine Bewegung. Der amerikanisch-palästinensische Christ Mazin Qumsiyeh, Professor für Genetik in Bethlehem, glaubt, dass er die Lösung für den Konflikt gefunden hat: Die unpopuläre Einstaaten-Lösung. Im Gespräch mit dem Donaukurier erläutert der Professor seine Ideen: "Der Nahostkonflikt ist leicht zu lösen".
Der Link dazu in der Rubrik ISRAEL UND NAHOST HINTERGRUND.

Am vergangenen Donnerstag trat Kadima-Partei unter Shaul Mofaz nach gerade einmal 73 Tagen wieder aus der von Premier Netanyahu geleiteten Koalitionsregierung aus. Für Mofaz dürfte seine politische Karriere damit vor ihrem Ende stehen, während Netanyahu jetzt seine Schritte lediglich etwas genauer zu überlegen haben wird, meint Jacques Ungar in seinem die Ereignisse zusammenfassenden Bericht: "Sie tanzten nich einmal einen Sommer".
Der Link zum Bericht in der Rubrik ISRAEL INTERN.

Mehrere nationalreligiöse Rabbiner haben den Bibelunterricht an staatlich-religiösen Schulen in Israel kritisiert. Wie die Zeitung «Jerusalem Post» am Mittwoch berichtete, bemängeln die Rabbiner in einem Brief an die Verantwortlichen die aus ihrer Sicht zu stark von einem kulturellen Ansatz geprägte Bibeldidaktik, wie KATH.NET berichtet.
Der Link zum Bericht in der Rubrik ISRAEL INTERN.

Auf dem Jerusalemer Filmfestival macht sich schon seit einiger Zeit ausländische Prominenz rar, berichtet Hans-Christian Rössler. In den Anfangsjahren seien noch Schauspieler wie Jeanne Moreau und Marcello Mastroianni gekommen, aber inzwischen hätte das israelische Kulturleben damit zu kämpfen, dass immer mehr Künstler wegen der andauernden Besetzung der Palästinensergebiete auf Abstand gingen. Auch palästinensische Filmemacher, die früher häufig zu Gast waren, passieren nur noch selten die israelische Sperrmauer: "Und was machen wir jetzt mit der ganzen Solidarität?"
Der Link zur Reportage in der Rubrik ISRAEL INTERN.

László Csatáry und John Demjanjuk seien nur die "Spitzen der Eisberge", die die Ermittler der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg finden. Systematisch durchforsten die Mitarbeiter alte Archive - und stoßen immer wieder auf ungesühnte Straftaten. Vor diesem Hintergrund sprach DEUTSCHLANDRADIO mit der Richterin Andrea Gombac: "Vor dem Gesetz sind dann alle gleich".
Der Link zum Interview in der Rubrik VERGANGENHEIT...

Als Adolf Hitler vor 75 Jahren das "Haus der Kunst" in München eröffnete, kündigte er einen "Säuberungskrieg" gegen die Moderne an. Sein Propagandaminister stümperte die berüchtigte Ausstellung "Entartete Kunst" zusammen. Und Hitler selbst strotzte bei der Eröffnung nur so vor Selbstgefälligkeit, wie Willibald Sauerländer in seinem "Erinnerungsbericht" erzählt: "Traumatischer Hass auf die Entarteten".
Der Link dazu in der Rubrik VERGANGENHEIT...

In einem lesenswerten Beitrag untersucht Hannes Stein die Tradition des intellektuellen Antisemitismus, die bis in die Aufklärung und zu Denkern wie Voltaire und Kant zurückreicht. An diese Tradition knüpften jetzt säkulare Kritiker der Beschneidung erneut an, meint Stein. Während die christlichen Kirchen ihre judenfeindliche Geschichte weitgehend aufgearbeitet hätten, verweigerten sich die säkularen Intellektuellen jedoch der Aufarbeitung der eigenen antisemitischen Strömungen:
"Der Antisemitismus ist aber mehr als ein moralisches, er ist auch ein intellektuelles Problem. Ein Denken, das vom Judenhass angefressen wurde, ist von innen her faul. Solange die Aufklärer, Fortschrittsfreunde und Gottesleugner sich also weigern, ihre eigene judenfeindliche Tradition in Augenschein zu nehmen, solange sie dieses Erbe wie bewusstlos immer weiter tragen, stimmt mit ihnen etwas ganz Grundsätzliches nicht. Sie sind dann zumindest in dieser Hinsicht nicht besser als fundamentalistische Muslime oder die reaktionären Katholiken von der "Piusbruderschaft". Solange die Aufklärer sich über ihren eigenen Antisemitismus nicht aufklären lassen wollen, sind sie als Gesprächspartner in der öffentlichen Debatte kaum ernst zu nehmen."
Der Link zum Essay in der Rubrik ANTISEMITISMUS.

Auch Jörg Lau knüpft an Beobachtungen in der aktuellen Beschneidungsdebatte an und verabschiedet sich von der Unterscheidung zwischen Islamophobie und Antisemitismus:
"Ich habe mich lange gegen die Auffassung gewehrt, Islamophobie und Antisemitismus hätten bedeutende Überschneidungsflächen (no pun intended). Ich gebe hiermit offiziell auf. Es ist ein und das Gleiche. Mit jedem Tag der unsäglichen Beschneidungsdebatte sehe ich dies bestätigt."
Der Link zu seinem Text in der Rubrik ANTISEMITISMUS.

Gestern votierte der Bundestag mit einer symbolischen Grundsatz-Erklärung für die Legalisierung religiöser Beschneidungen und verabschiedete eine entsprechende Resolution mit großer Mehrheit, in der es u.a. heißt, "dass eine medizinisch fachgerechte Beschneidung von Jungen ohne unnötige Schmerzen grundsätzlich zulässig" sein müsse. Die Stimmung in der deutschen Bevölkerung zeigt sich indessen gespalten: Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGovFast zeigt, dass gerade einmal die Hälfte der Deutschen für ein Verbot ritueller Beschneidungen von Jungen ist. 45 Prozent sprachen sich dafür aus, der Jahrhunderte alten islamischen und jüdischen Tradition einen Riegel vorzuschieben, 42 Prozent waren gegen ein Verbot, 13 Prozent hatten keine Meinung zu dem Thema. Unterdessen mahnen Deutschlands Richter immer lauter, für eine "konkrete Ausnahmeregelung" im Strafrecht und damit rasche Rechtssicherheit für die Betroffenen zu sorgen. Scharfe Kritik an der Position des Bundestags kommt allerdings vom Bund Deutscher Kriminalbeamter: "Unsere Verfassung kann nicht durch ein einfaches Gesetz beschränkt werden, so wie es der Bundestag gerade panisch versucht", sagte BDK-Chef André Schulz. Im Interview weist Michel Friedman, Moderator und ehemaliger Vize-Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, auf eine Schieflage des Kölner Urteils hin:
"Auch in anderen Bereichen treffen Eltern bezüglich der körperlichen Unversehrtheit ihrer Kinder Entscheidungen. Nehmen Sie eine Mandeloperation: Auch wenn ein Kind mehrere Mandelentzündungen hatte, ist die Entfernung der Mandeln nicht immer ausdrücklich medizinisch notwendig und wird doch vorgenommen. Nie würde ein Gericht sagen, dass diese Eingriffe als Körperverletzung zu werten sind."
Christian Bommarius knüpft gewissermaßen daran an und stellt die Frage nach dem Kindeswohl in den Mittelpunkt seiner Überlegungen:
"Aber was ist das Kindeswohl? In erster Linie das, was die Eltern darunter verstehen. Kein Mensch kommt auf die Idee, Eltern die Verletzung des Kindeswohls vorzuhalten, weil sie ihren Nachwuchs von frühester Jugend an zum Hochleistungssport auf die Skipisten schleppen, auf Berghänge jagen oder auf die Radrennstrecke schicken und damit irreversible Gesundheitsschäden der Kinder und Jugendlichen riskieren. Eltern, die nicht wissen, ob eine Impfung ihres Kindes Fluch oder Segen bedeutet, werden sich weder vor Gericht noch vor ihren Nachbarn für ihre Entscheidung verantworten müssen."
Vor diesem Hintergrund kommt er zu der Schlußfolgerung:
"Unter dem Deckmantel einer juristischen Frage werden antiislamische und antisemitische Affekte erkennbar, die für das gesellschaftliche Zusammenleben bedrohlicher sind als jede religiös motivierte Zirkumzision."
Dem entgegen sieht der in Deutschland lebende palästinensische Israeli Ahmad Mansour in der Debatte eine Chance, eine freiheitliche Islamauslegung zu etablieren. Die Bundesregierung sollte die Beschneidung daher nicht legalisieren, meint er. Für viele Jungen sei die Beschneidung "ein demütigendes Erlebnis, dessen psychische Folgen oft Machtlosigkeit, Angst, Wehrlosigkeit und eine gestörte Männlichkeit sind. Alles Aspekte, die in der muslimischen Community kaum eine Beachtung bekommen. ... Im Gegensatz dazu setzt sich die jüdische Gesellschaft seit Jahren mit dem Thema Beschneidung öffentlich auseinander. Die israelische Zeitung Ha'aretz veröffentlichte eine Umfrage von 2006, wonach knapp drei Prozent der jüdischen Eltern die Beschneidung verweigern und 16 Prozent gerne auf den Eingriff verzichten würden, wenn der gesellschaftlichen Druck nicht wäre. Solche Debatten sucht man vergeblich in den muslimischen Gesellschaften."
Der Publizist Peter Köpf stellt traurig bis empört in seinem Beitrag fest, dass es in der bisherigen Debatte am allerwenigsten um das Wohl der Kinder selbst gegangen sei. Die rasante Intervention des Bundestages ist ihm für diese Sorglosigkeit ein zusätzlicher Beleg:
"Zweifellos werden Regierung und Abgeordnete eine gesetzliche Lösung finden, um Deutschlands Ansehen in der Welt zu retten. Aber die Kinder? Darf man fragen, ob für alle Zeiten richtig ist, was schon immer so gemacht wird? Was dem Kind geschieht, bleibt in der öffentlichen Debatte merkwürdig unbeleuchtet".
Ähnlich äußert sich Maximilian Stehr. Er betrachtet das Thema aus medizinischer Sicht - er praktiziert in der Kinderchirurgischen Klinik der Uni München. Im Interview erklärt er, warum dort bereits seit Jahren keine Beschneidungen aus religiösen Gründen mehr vorgenommen werden.
Markus C. Schulte von Drach fasst in einem bemerkenswert sachlichen Ton die verschiedenen Argumente zusammen und wägt sie ab. U.a. gibt er zu bedenken:
"Viele Juden und Muslime empfinden es als Anmaßung, dass ein Gericht die Beschneidung von Kindern als Straftat bewertet. In einer Gesellschaft, in der die Rechte des Einzelnen einen so hohen Stellenwert haben wie in Deutschland, müssen sich aber alle dieser schwelenden Debatte stellen."
Des weiteren betont er:
"Religionen befinden sich aber weder in einem rechtsfreien noch in einem rechtfertigungsfreien Raum. Sie können Gott als höchste Instanz betrachten. Sie können überzeugt davon sein, seine Worte und Gebote aus Heiligen Büchern und aus dem Mund ihrer Propheten genau zu kennen. Trotzdem - oder gerade deshalb - müssen sie in unserer modernen, aufgeklärten Gesellschaft Kritik aushalten und ihr Weltbild hinterfragen lassen wie jeder andere. ... Darf dessen Recht [das des Kindes] auf körperliche Unversehrtheit und Religionsfreiheit ausgehebelt werden durch eine religiöse Vorschrift aus dem vierten Jahrtausend vor unserer Zeit oder andere uralte Traditionen? Auch religiöse Menschen sollten bereit sein, darüber eine offene, ehrliche, faire und vor allem nachdenkliche Auseinandersetzung zu führen."
In ähnliche Richtung argumentiert auch Hannah Wettig: "Religiöse Praktiken können nicht über der Verfassung stehen, und in der ist das Recht auf körperliche Unversehrtheit festgeschrieben." Insbesondere wirft sie ihren journalistischen Kollegen und Kolleginnen vor, in der Debatte zu kurz zu greifen:
"Es scheint, als wäre sämtlichen Meinungsmachern entfallen, wie Recht funktioniert: nämlich allgemein und abstrakt. Richter in einem Rechtsstaat können nicht urteilen, dass die körperliche Unversehrtheit von muslimischen und jüdischen Jungen weniger wiegt als die Religionsfreiheit der Eltern, bei muslimischen Mädchen es sich aber umgekehrt verhält. ... Kein relevantes Blatt recherchierte die klaren Ansichten der Organisation Jews against Circumcision (Juden gegen Beschneidung). Niemand fragte, warum die prominenteste ägyptische Feministin Nawal al-Sadawi, Muslimin und Ärztin, sich dem Kampf gegen weibliche wie männliche Genitalverstümmelung verschrieben hat. ... Bedenklich ist vor allem, wenn ein sorgfältig mit der Verfassung begründetes Urteil als barbarisch abgetan, dem Kölner Gericht gar Antisemitismus unterstellt wird. Die positivistische Abwägung des Gerichts stellt gleiches Recht für alle fest und verneint Gruppensonderrechte, die mit dem Grundgesetz nicht vereinbar wären. Das ist das Gegenteil jedweder rassistischen Ideologie. Das Kindswohl des muslimischen und des jüdischen Kindes ist nach dem Urteil genauso zu schützen wie das aller Kinder."
Unterdessen hat die deutsche Beschneidungsdebatte auch auf Frankreich und Österreich übergegriffen. Suzanne Krause etwa berichtet, dass in Frankreis seit 1987 schon die staatliche Krankenkasse bei Beschneidungen aus religiösen Gründen keine Kosten erstatten darf. Und im Zuge der Debatte in Deutschland werde nun auch in Frankreich verstärkt über Beschneidungen diskutiert. Ähnlich auch in Österreich, wo nun Cahit Kaya vom Zentralrat der Ex-Muslime den Fall seiner eigenen als traumatisierend empfundenen Vorhautentfernung im Grundschulalter durch eine prominente Anwältin prüfen lässt, um eine Klage gegen den Staat zu bewirken.
Abschließend noch ein Zitat des zeitengössischen Philosophen Daniel Dennet (* 1942), das Reta Caspar an den Beginn ihrer Überlegungen zitiert:
«Religionen haben sich in den letzten 100 Jahren mehr verändert, als sie es in 1000 Jahren ge­tan haben, und sie werden sich vermutlich in den nächsten zehn Jahren mehr verändern, als sie es in den letzten hundert getan haben.» Alle Links zum Thema in der Rubrik INTERRELIGIÖSE WELT.

Das klammheimliche Abschalten der beiden digitalisierten Zeitschriftenbestände „Exilpresse“ und „Jüdische Periodika in NS-Deutschland“ hat fassungsloses Kopfschütteln und
heftigen Protest bei Historikern, Bibliothekaren und Journalisten ausgelöst, berichtet Jim G. Tobias. Hintergrund: Die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) hat kürzlich diese wichtigen und einzigartigen Quellen aus „rechtlichen Gründen“ vom Netz genommen. Der Bestand war in den 1990er Jahren mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) digitalisiert und innerhalb des DNB-Webportals der Forschung online zur Verfügung gestellt worden. Nun laufen Historiker Sturm gegen die Entfernung des Datenbestands: “Absurd, irreführend und unbegründet”
Der Link zum Bericht in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Im Blick auf das Kölner Beschneidungsurteil diskutiert Dalia Wissgott-Moneta die Frage, ob die religiöse Prägung von Kindern überhaupt legitim oder möglicherweise schädlich ist und das Kind in seiner religiösen Wahlfreiheit behindert. Entschieden verneint sie diese Frage und ist überzeugt: "Kinder wollen Glauben".
Der Link zu ihrem Plädoyer in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

Wer in Wien jüdische Kultur sucht, findet heute eine blühende Vielfalt, wie seit langem nicht. In der Reihe der dazugehörenden Medien ist „Das Jüdische Echo“ eine bewährte Stimme. Im Jahr 1951 wurde die Jahreszeitschrift von Leon Zelman, damals noch Student, gemeinsam mit anderen jüdischen Hochschülern gegründet. Über die Jahre hin ist es dem Überlebenden der Konzentrationslager Auschwitz, Mauthausen und Ebensee gelungen, aus einem kleinen Mitteilungsblatt für angehende Akademiker eine renommierte Zeitschrift für Kultur und Politik zu machen. Das „Jüdische Echo“ ist als europäisches Forum dieser Art ohne Konkurrenz, weil es kein jüdisches Medium gibt, das sich einem Schwerpunktthema mit solcher Vielfalt an Autoren - auch aus Deutschland - und Standpunkten widmet. Die Zeitschrift versteht sich als Mittlerin für ein besseres Verständnis zwischen Juden und Nichtjuden. Nun plant die traditionsreiche Zeitschrift den Eintritt in den deutschen Markt, berichtet Michaela Seiser in ihrem Porträt des "Jüdischen Echos".
Der Link dazu in der Rubrik JÜDISCHE WELT.

In ihrem neuen Roman zeigt Jessica Durlacher wie sich die Ängste, Traumata und Verhaltensweisen der Kriegsgeneration auf ihre Nachfahren übertragen. Im Zentrum steht die jüdischstämmige Familie Silverstein in den Niederlanden. sowie die Familiengeschichte eines Täters und seiner Nachkommen. Tanja Lieske hat ihren Roman gelesen und stellt ihn näher vor: "Das vererbte Trauma des Zweiten Weltkriegs".
Der Link zur Buchvorstellung in der Rubrik ONLINE-REZENSIONEN.

Dies alles und noch viel mehr wie üblich direkt verlinkt, ergänzt von aktuellen FERNSEH-TIPPS sowie einschlägigen ONLINE-REZENSIONEN im heutigen COMPASS.


Einen angenehmen Tag, ein schönes Wochenende und Gut Schabbes wünscht


Dr. Christoph Münz

COMPASS

redaktion@compass-infodienst.de

(Editorial zusammengestellt unter Verwendung des Teasermaterials der erwähnten Artikel)



Abo-Hinweis

 Die Information, in welchem externen Medium Sie den vollständigen Text kostenfrei lesen können sowie einen Link dorthin ist angemeldeten Abonnenten vorbehalten!
Sie möchten die Information über die Fundstelle inkl. Quellenangabe und Link zum Artikel sehen und nutzen, um den angegebenen Artikel zu lesen?
Dann abonnieren Sie unsere Seiten oder testen Sie uns vorab mit einem kostenfreien Schnupper-Abonnement!
Abo bestellen

Sie sind bereits Abonnent?
Dann melden Sie sich bitte erst mit Ihrem Benutzernamen und Passwort an, um die Fundstelle inkl. Quellenangabe und Link sehen und nutzen zu können!

Anmeldung


» Home | » Impressum | » Online-Extra | » Pressestimmen | » Leserstimmen | » COMPASS-Service | » Archiv
   
   

 

 


EDITORIAL HIGHLIGHTS

20. Juli 2012

 * Bulgarien: Wer steckt hinter dem Attentat? ... mehr
 
 * "Der Nahostkonflikt ist leicht zu lösen" ... mehr
 
 * Zerplatzte Koalition: Sie tanzten nich einmal einen Sommer ... mehr
 
 * Rabbiner kritisieren Bibel-Unterricht an Israels Schulen ... mehr
 
 * Jerusalemer Filmfestival leidet unter mangelnder Prominenz ... mehr
 
 * Jagd nach NS-Verbrechern ... mehr
  
 * Vor 75 Jahren: "Entartete Kunst" ... mehr
 
 * Die großen Aufklärer waren oft Judenhasser ... mehr
 
 * Debatte um Beschneidungsverbot: "Stellt euch der Debatte!" ... mehr
 
 * Wichtige Quellen zur deutsch-jüdischen Geschichte offline ... mehr
 
 * Kinder wollen Glauben ... mehr
 
 * "Das jüdische Echo" will nach Deutschland ... mehr
 
 * Buch-Tipp: Jessica Durlacher - Der Sohn ... mehr

weiter zum vollständigen
EDITORIAL

******************


ACHTUNG:

Am Montag und Dienstag, 23. und 24. Juli  2012, erscheint KEIN COMPASS!
Die nächste tagesaktuelle Ausgabe erfolgt am Mittwoch, 23. Juli 2012.